{"id":45167,"date":"2018-04-13T07:00:00","date_gmt":"2018-04-13T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=45167"},"modified":"2020-05-27T11:57:55","modified_gmt":"2020-05-27T09:57:55","slug":"fremde-blicke-neue-sichtweisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/45167\/fremde-blicke-neue-sichtweisen\/","title":{"rendered":"Fremde Blicke,  neue  Sichtweisen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es w\u00e4re oft hilfreich, k\u00fcnftige Geschehnisse zu bemerken, bevor sie eintreffen. In der \u00d6kologie ist das durch die Beobachtung besonders sensibler Lebensr\u00e4ume m\u00f6glich. Kleine Ver\u00e4nderungen nehmen vorweg, was sich sp\u00e4ter im Grossen zeigt.<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"p1\">Das gilt zum Beispiel f\u00fcr die Ver\u00e4nderungen in den Alpen. Die Auswirkungen der Klimakrise zeigen sich dort bereits vehement: Einschr\u00e4nkungen oder gar der Verlust der Lebensr\u00e4ume f\u00fcr bestimmte Pflanzenarten, die Zunahme instabiler Felsformationen und damit auch die Bedrohung von uns Menschen. Als hochspezialisierte und eigent\u00fcmlich fragil zivilisierte Spezies sind wir noch empfindlicher geworden.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>Unsere Zivilisierung offeriert uns aber auch eine grosse Chance.<\/b><\/h3>\n\n<p class=\"p4\">Wir k\u00f6nnen den ver\u00e4nderten Blick auch im k\u00fcnstlerischen Sinn \u00fcben \u2013 er macht Kommendes ebenfalls sichtbar. Diesen Weg w\u00e4hlten die in diesem Heft vorgestellten K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler. Sei es in den kargen Hochalpen an der Grimsel oder bei entfremdeten Fotosessions in Afrika: Wir lernen, die Umwelt anders zu se\u00adhen und neue Schl\u00fcsse zu ziehen.<\/p>\n\n<p class=\"p4\">Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie erfahren, dass es die glibberigen Quallen sind, die uns Menschen bei der Anpassung an die Klimaerw\u00e4rmung gerade den Rang ablaufen?&nbsp;Das passiert nicht auf der Langenthaler Bahnhofstrasse, sondern weit weg, draussen im Meer. Mit den Worten einer australischen Meeres\u00adbiologin: \u00abWir sind in der verr\u00fcckten, unerwarteten und unverst\u00e4ndlichen Situation, dass wir im Wettbewerb mit den Quallen stehen. Sie sind dabei, zu gewinnen.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"p4\">Greenpeace Schweiz sieht sich in einer \u00e4hnlichen Situation. Wir stehen in Konkurrenz mit vielen anderen NGOs, bei den Spenden wie der erhofften Aufmerksamkeit. Auch unsere Organisation hat eine unsichere Zukunft vor sich. Darauf k\u00f6nnten wir mit \u00abMehr vom Gleichen\u00bb reagieren, wie der Philosoph Paul Watzlawick die g\u00e4ngige menschliche Probleml\u00f6sungsstrategie beschreibt. Er bringt als Beispiel eine Stei\u00adgerung der altbew\u00e4hrten Charmeoffensive, wenn einem die geliebte Person zu entgleiten droht. Es k\u00f6nnte auch mehr Unterdr\u00fcckung und Ausrottung der Natur sein, wenn es um die versuchte Bew\u00e4ltigung von Umweltkrisen geht. Drein- und draufschlagen ist ein bew\u00e4hrtes L\u00f6sungsmuster. Bei Greenpeace k\u00f6nnte die bisherige L\u00f6sungsstrategie mit noch mehr spektakul\u00e4ren Auftritten falsch sein, auch wenn die Aktionen der Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten nat\u00fcrlich toll sind. Aber vielleicht gilt es auch f\u00fcr uns, im Heute wie in der Zukunft, neuen Ein- und Ausblicken entgegenzusteuern, die auf unbekannte Wege f\u00fchren.<\/p>\n\n<p class=\"p4\">Wir suchen einen neuen Weg der Auseinandersetzung mit brisanten Umweltthemen und ihren gesellschaftlichen Hintergr\u00fcnden in der Schweiz \u2013 und damit auch mehr Einbezug, Auseinandersetzung und Engagement mit Ihnen. Der globale Blick und die clevere Vernetzung von Kontinent zu Kontinent m\u00fcssen bleiben, denn nur gemeinsam retten wir die Umwelt und unsere eigene Haut.<\/p>\n\n<p class=\"p1\">Lassen Sie uns den anderen Blick \u00fcben \u2013 im Alltag, im Umgang mit Fremden wie Befremdlichem. Auf eine neue Begegnung mit Greenpeace.<\/p>\n\n<p class=\"p4\">Mit grossem Dank<br>Kaspar Schuler, Gesch\u00e4ftsleiter a.\u2009i.<\/p>\n\n<p><i>PS: <\/i>Meine erneute Zeit bei Greenpeace neigt sich dem Ende zu. Ich wurde letzten Herbst als Interims-Gesch\u00e4ftsleiter an Bord geholt, Mit\u00adarbeiterschaft und Stiftungsrat stellten sich einem Personalabbau und einer Reorganisation. Demn\u00e4chst wird eine neue, definitive Gesch\u00e4fts\u00adleitung auf die Kommandobr\u00fccke kommen. Ich danke allen und speziell Ihnen, unseren treuen Supportern, f\u00fcr das vielfach ge\u00e4usserte Vertrauen und die Unterst\u00fctzung. Sie ber\u00fchren und sind wertvoll, erst recht auf einem Schiff in schwerer See. Adieu!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es w\u00e4re oft hilfreich, k\u00fcnftige Geschehnisse zu bemerken, bevor sie eintreffen. In der \u00d6kologie ist das durch die Beobachtung besonders sensibler Lebensr\u00e4ume m\u00f6glich. 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