{"id":45339,"date":"2018-11-09T07:00:00","date_gmt":"2018-11-09T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=45339"},"modified":"2020-06-02T11:01:40","modified_gmt":"2020-06-02T09:01:40","slug":"so-schmolzen-die-schweizer-gletscher-in-160-jahren-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/45339\/so-schmolzen-die-schweizer-gletscher-in-160-jahren-weg\/","title":{"rendered":"So schmolzen die Schweizer Gletscher in 160 Jahren weg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">Auch wenn der Mensch schon morgen keine Treibhausgase mehr produzieren w\u00fcrde, die meisten Gletscher sind verloren. Eine Visualisierung des Abschmelzens<\/span><\/strong><span class=\"s1\"><b>.<\/b><\/span><\/p>\n\n<p><em>Die Publikation dieses Beitrages erfolgt mit der Genehmigung vom Tages-Anzeiger und den Autoren\u00a0Mathias Lutz und Marc Brupbacher.<\/em><\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><span class=\"dropcap\">D<\/span>ie Schweizer Gletscher erreichten ihre gr\u00f6sste Ausdehnung w\u00e4hrend der kleinen Eiszeit um das Jahr 1850. Die gesamte Gletscherfl\u00e4che betrug damals 1735 km\u00b2 \u2013 exakt die Gr\u00f6sse des Kantons Z\u00fcrich. Heute sind es nur noch 890 km\u00b2.&nbsp;Innerhalb von 166 Jahren ist die H\u00e4lfte der Gletscherfl\u00e4che der Schweiz geschmolzen.<\/span><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" title=\"Neue AKW: Anzeige gegen Aargau und Solothurn\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/2f139ecb-374cd71a46013bce7e602ff1a6314b85.gif\" alt=\"&lt;b&gt;Beim Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung ARE ist eine Anzeige gegen die Kantone Aargau und Solothurn eingegangen. Absender: Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb und Greenpeace Schweiz. Die beiden Organisationen stellen fest, dass die im Aargau und in Solothurn laufenden Richtplanverfahren f\u00fcr neue AKW gegen Bundesrecht verstossen. Sie fordern vom ARE die Verfahren zu stoppen \u2013 wenn n\u00f6tig durch den Bundesrat.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p&gt;In den Kantonen Aargau und Solothurn haben im Juni bzw. Juli 2010 Mitwirkungsverfahren zu raumplanerischen Fragen bez\u00fcglich der Standorte f\u00fcr ein neues AKW Beznau III bzw. ein neues AKW G\u00f6sgen II stattgefunden. Auch die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb und Greenpeace Schweiz haben daran teilgenommen und festgestellt, dass das Vorgehen der beiden Kantone bundesrechtswidrig ist.&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Die Grundlage f\u00fcr die kantonale Richtplanung bildet laut Kernenergiegesetz (KEG) das Vorliegen einer Rahmenbewilligung f\u00fcr ein neues AKW auf Bundesebene. Eine solche liegt aber fr\u00fchestens 2013 vor. Eine vorg\u00e4ngige kantonale Standortentscheidung ist aufgrund der klaren Ordnung des KEG ausgeschlossen.&lt;\/p&gt;\n&lt;h4&gt;AKW-Standorte schmackhaft machen&lt;\/h4&gt;\n&lt;p&gt;In ihren dennoch aufgelegten Richtplanverfahren klammern die Aargauer und Solothurner Beh\u00f6rden die atom- und energierechtliche Diskussion aus, vermutlich um bei der Kantonsbev\u00f6lkerung einen vorauseilenden positiven Standortentscheid zu erwirken.&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;\u00abEs wundert nicht, dass die AKW-freundlichen Aargauer und Solothurner Beh\u00f6rden versuchen, der kantonalen Bev\u00f6lkerung ein neues AKW schmackhaft zu machen. Doch auch sie m\u00fcssen sich an die im Kernenergiegesetz festgelegten Abl\u00e4ufe halten. Gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung geht es auch um Fairplay. Eine Richtplan\u00e4nderung durchf\u00fchren zu wollen, einzig mit dem Ziel, die notwendige Debatte um neue Atomkraftwerke zu unterlaufen, entspricht dem sicher nicht\u00bb, so Kaspar Schuler, Bereichsleiter Klima &amp; Energie bei Greenpeace Schweiz und Vorstandsmitglied der Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb.&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb wehrt sich entschieden gegen dieses Vorgehen und hat daher zusammen mit Greenpeace Schweiz beim Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung ARE Anzeige erstattet. Sie fordern die zust\u00e4ndige Instanz auf, das Vorgehen der beiden Kantone aufsichtsrechtlich zu stoppen \u2013 n\u00f6tigenfalls durch den Bundesrat. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h4&gt;Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb&lt;\/h4&gt;\n&lt;p&gt;Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb - bestehend aus 36 Organisationen - setzt auf die Zukunft und damit auf die umwelt- und sozialvertr\u00e4gliche Nutzung neuer erneuerbarer Energien und auf Stromeffizienz. Sie wird die Abstimmungskampagne gegen die Rahmenbewilligung f\u00fcr den Bau neuer AKW f\u00fchren und eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung mobilisieren, gegen neue AKW zu stimmen.&lt;br&gt;Weitergehende Informationen zur Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb und zu Risiken und Gefahren der Atomenergie finden Sie auf der Website &lt;a href=&quot;http:\/\/www.nein-zu-neuen-akw.ch\/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;www.nein-zu-neuen-akw.ch.&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6358\"\/><\/figure><\/div>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Auch die Eisdicke ging dramatisch zur\u00fcck. Der Glaziologe Matthias Huss von der ETH Z\u00fcrich\/Universit\u00e4t Freiburg sch\u00e4tzt das Eisvolumen f\u00fcr 1850 auf rund 130 km\u00b3. 2016 waren es noch 54 km\u00b3, also fast 60 Prozent weniger. \u00abDie Schweizer Gletscher kann man nicht mehr retten\u00bb, sagt Huss. Selbst mit den gr\u00f6ssten Anstrengungen zur CO<sub>2<\/sub>-Reduktion w\u00fcrden 80 bis 90 Prozent der Eismassen bis ins Jahr 2100 verloren gehen. \u00abEine Verlangsamung der Erderw\u00e4rmung kommt f\u00fcr die Schweizer Gletscher zu sp\u00e4t\u00bb, so Huss. Auch Samuel Nussbaumer vom World Glacier Monitoring Service der Universit\u00e4t Z\u00fcrich sieht keine Rettung: \u00abIch hoffe einzig darauf, dass wir wenigstens die h\u00f6chstgelegensten Gletscher der Alpen zumindest in Bruchst\u00fccken erhalten k\u00f6nnen.\u00bb<\/span><\/p>\n\n<h3 class=\"p1 wp-block-heading\"><span class=\"s1\">Die Schweizer Gletscher schmelzen seit 1850 drastisch<\/span><\/h3>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/6d5e5a15-bildschirmfoto-2018-11-05-um-10.13.44.png\" alt=\"&lt;b&gt;Z\u00fcrich\/Basel. Roche &amp; Co. wollen Greenpeace aus dem Grenzacher Hirschacker-Projekt ausschliessen. Greenpeace ist bei der Planung und Durchf\u00fchrung von Grundwasseruntersuchungen bei der Chemiem\u00fclldeponie Hirschacker in Zukunft unerw\u00fcnscht. Im Hirschacker liegen immer noch ca. 100&#039;000 Tonnen giftiger Chemiem\u00fcll. Zudem wurden Bestimmungen der Teilsanierungs-Bewilligung verletzt.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Planung und Durchf\u00fchrung von Grundwasseruntersuchungen bei der Chemiem\u00fclldeponie Hirschacker in Grenzach waren von Beginn an Bestandteil der Abmachung zwischen Greenpeace und Roche. Einmal mehr brechen Roche &amp; Co ihr Wort: Lapidar teilen sie mit, \u00abder massgebliche Sanierungsteil\u00bb bei der Chemiem\u00fclldeponie Hirschacker in Grenzach sei beendet und somit \u00abauch die Gremienarbeit [...] abgeschlossen\u00bb. Roche &amp; Co. wollen Greenpeace offenbar ausschliessen, weil die Umweltschutzorganisation immer wieder schwerwiegende M\u00e4ngel aufgedeckt hat.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;So hat Greenpeace z.B. seit 2007 immer wieder die vereinbarten, systematischen Grundwasseruntersuchungen eingefordert, u.a. zum Schutz des Trinkwassers von Grenzach. Roche &amp; Co. haben bis heute nicht mal eine Auswertung und nachvollziehbare Dokumentation der einzigen, systematischen Grundwasseruntersuchung vom Herbst 2007 vorgelegt.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Greenpeace ist der Auffassung, dass Roche &amp; Co die Sanierungs-Bewilligung vom 12. Juni 2008 verletzt haben: Sie h\u00e4tten den Erfolg der Teilsanierung vor der Verf\u00fcllung der Gruben mit Analysen aller Substanzen belegen m\u00fcssen, die beim Aushub aufgetaucht sind. Das sind ca. 400 Schadstoffe. Vor dem Verf\u00fcllen der Gruben aber haben Roche &amp; Co. nur 24 Schadstoffe gesucht: Roche &amp; Co. wollten den gut sichtbaren, stinkenden und zum Teil krebsf\u00f6rdernden Chemiem\u00fcll keinesfalls ausgraben, sondern zusch\u00fctten und auch nicht dokumentiert haben. Das hat System: Roche &amp; Co liessen gewisse Aussagen sogar in Protokollen nicht zu, um ihnen ungenehme Tatsachen nicht festhalten zu m\u00fcssen.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Roche &amp; Co. mussten 7% der bei der Teilsanierung ausgehobenen Menge in Sonderm\u00fcll\u00f6fen verbrennen. \u00dcbertragen auf den nicht sanierten Teil der Deponie heisst dies: Im Hirschacker liegen noch ca. 100&#039;000 Tonnen hochgiftiger Chemiem\u00fcll. Pikant: Diese Zahl best\u00e4tigt ein internes Papier der chemischen Industrie, das die Basler Zeitung am 20. M\u00e4rz 2007 ver\u00f6ffentlicht hat. Der Hirschacker enth\u00e4lt also noch immer in etwa gleich viel Chemiem\u00fcll, wie ihn Roche, Novartis und BASF in Bonfol (JU) gerade f\u00fcr 350 Mio. Franken sanieren. Dies zeigt: Mit der Billig-Sanierung f\u00fcr 21 Mio. haben Roche &amp; Co das Problem Chemiem\u00fclldeponie Hirschacker noch lange nicht gel\u00f6st.&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Greenpeace fordert:&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ul&gt;\n&lt;li&gt;Sofortige, systematische Untersuchungen des Grund- und Trinkwassers von Grenzach.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Gemeinsame Planung und Durchf\u00fchrung dieser Untersuchungen; sofortige Offenlegung der Resultate.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Sofortiges Ausarbeiten eines Konzepts f\u00fcr eine einmalige, sichere und definitive Sanierung des Hirschackers auf Kosten der Verursacher&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ul&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;a class=&quot;download-arrow&quot; title=&quot;Startet den Datei-Download&quot; href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/090610_Factsheet_Hirschacker_v12.pdf&quot; target=&quot;_self&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Factsheet mit detaillierten Angaben&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;a class=&quot;download-arrow&quot; title=&quot;Startet den Datei-Download&quot; href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/091006_Schadstoffbilanz_HA.pdf&quot; target=&quot;_self&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Massenbilanz Hirschacker Teilsanierung 2008\/2009&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Weitere Informationen oder bei:&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Frantisek Hudec, Chemiem\u00fcllkampagne Greenpeace Schweiz, +41 78 645 55 98&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6364\"\/><figcaption>Die Ver\u00e4nderungen der f\u00fcnf gr\u00f6ssten Gletscher der Schweiz seit 1850.<\/figcaption><\/figure>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">1973 z\u00e4hlte die Schweiz 2150 Gletscher, heute sind es noch rund 1400. Damit sind nur schon in diesem Zeitraum 750 Gletscher verschwunden. Die meisten von ihnen waren klein und besassen nie einen Namen. Besonders bedauerlich: Alle Gletscher im Schweizer Nationalpark sind bereits komplett geschmolzen. 1973 gab es dort noch rund ein Dutzend \u2013 einzig der Vadret da Nuna hatte einen Namen.<\/span><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/425a6ee8-bildschirmfoto-2018-11-05-um-10.17.23.png\" alt=\"&lt;b&gt;Siebzehn Freiwillige aus dem \u00abSBW Haus des Lernens\u00bb in Frauenfeld installierten in der Woche vom 19. bis 23. Oktober 2009 zwei Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Stalles und des Wohnhauses der Junghennenaufzucht Benno Pfyl in Obdorf\/Schwyz. Die Montage erfolgte im Rahmen des JugendSolarProjektes von Greenpeace und in Zusammenarbeit mit der Solarfirma Megasol.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Gruppe \u00abEnergy\nAgents\u00bb des SBW Haus des Lernens meldeten sich freiwillig f\u00fcr die\nSolarbauwoche in Obdorf\/Schwyz. Unter fachkundiger Anleitung bauten\nsie zwei Solaranlagen mit einer Fl\u00e4che von total \u00fcber 550m2 und\ninstallierten dabei gut 400 Solarpannels. Die Energy Agents aus\nFrauenfeld besch\u00e4ftigen sich in ihrer Freizeit mit Energie,\nSparsamkeit und Klimawandel.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Die jugendlichen Freiwilligen aus Frauenfeld arbeiteten bei der\nMontage der Anlage mit den Mitarbeitern der Firma Megasol zusammen\nund wurden von diesen angeleitet. Die Anlage auf dem Stallgeb\u00e4ude\nwird durch den Verkauf von Solarvignetten (&lt;a href=&quot;http:\/\/www.solarvignette.ch\/&quot; title=&quot;www.solarvignette.ch&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;external-link-new-window&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;www.solarvignette.ch&lt;\/a&gt;)\nfinanziert. Pro Solarvignette wird Solarstrom im Gegenwert von 50\nCHF produziert und ins Netz eingespeist. Damit kann ein Laptop ein\nJahr lang mit Solarstrom versorgt werden. Neu gibt es ab November\neine Solarvignette f\u00fcr Handys f\u00fcr f\u00fcnf Franken in jedem\nSwisscom-Shop zu kaufen.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Im Rahmen des Jugendsolar-Projektes lernten die siebzehn\nJugendlichen die Unterkonstruktionen auf den Schr\u00e4gd\u00e4chern zu\nmontieren, die Panels zu befestigen und zu verkabeln und die\nSolaranlage an das Netz anzuschliessen. Die Jugendlichen erleben\ndurch die konkrete Arbeit sehr anschaulich, wie einfach es ist, auf\nnachhaltige Weise Strom zu produzieren. \u00dcbernachtet haben sie\nw\u00e4hrend der Bauwoche direkt auf dem Bauernhof.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Das JugendSolarProjekt von Greenpeace besteht seit 1998. In\ndiesem Zeitraum wurden bereits \u00fcber 170 Solaranlagen unter\ntatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung von einigen tausend jugendlichen\nFreiwilligen auf Schweizer D\u00e4chern installiert. Mit dem Projekt\nverfolgt Greenpeace das Ziel, Jugendliche f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten der\nSolarenergie zu sensibilisieren und die Schweiz unabh\u00e4ngiger von\nnicht erneuerbaren Energieformen zu machen.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http:\/\/www.jugendsolarprojekt.ch\/&quot; title=&quot;www.jugendsolarprojekt.ch&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Weitere Informationen zum\nJugendSolarProjekt&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;a href=&quot;\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/de\/presse\/pressebilder\/&quot; title=&quot;Zu den Pressebildern&quot; target=&quot;_self&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Zu den Pressebildern&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Medienkontakt JugendSolarProjekt&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Samuel Steiner&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;obfimg Eoi_1&quot; src=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f49a6aa7-f49a6aa7-f4c8317698f24360bc6c258575bac3bf.png&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;script type=&quot;text\/javascript&quot;&gt;&lt;!--\ndocument.write(dc(&#039;Eoi_1&#039;, &#039;E4_83_96_8B_CA_81_87_85_81_94_8A_81_81_96_83_CA_8C_87_A4_D6_94_97_8E&#039;));\/\/--&gt;&lt;\/script&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Tel.: 079 874 26 11&lt;\/p&gt;\n\n\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Weblinks zum Thema&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http:\/\/www.jugendsolarprojekt.ch\/&quot; title=&quot;www.jugendsolarprojekt.ch&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;www.jugendsolarprojekt.ch&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http:\/\/www.solarvignette.ch\/&quot; title=&quot;www.solarvignette.ch&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;www.solarvignette.ch&lt;\/a&gt;\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http:\/\/www.energy-agents.ch\/&quot; title=&quot;www.energy-agents.ch&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;www.energy-agents.ch&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http:\/\/www.megasol.ch\/&quot; title=&quot;www.megasol.ch&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;www.megasol.ch&lt;\/a&gt;\u00a0\u00a0\n\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http:\/\/www.junghenne.ch\/&quot; title=&quot;www.junghenne.ch&quot; target=&quot;_blank&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;www.junghenne.ch&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;\u00a0&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6366\"\/><figcaption>Drei Beispiele von bereits geschmolzenen Gletschern in der Schweiz.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Seit Beginn der Aufzeichnungen war die Gletscherschmelze noch nie so stark wie in den letzten Jahren. Die weltweit l\u00e4ngste Messreihe der Gletscherschmelze (102 Jahre) auf dem Glarner Claridenfirn zeigt: Von den acht extremsten Schmelz-Jahren fanden sechs nach 2008 statt. 2016 verloren die Gletscher fast 1 km\u00b3 an Eisvolumen oder rund 900 Milliarden Liter Wasser.&nbsp;<\/span><span class=\"s1\">Die Dicke des Gletschereises nimmt im Moment (Stand 2017) durchschnittlich um etwa einen Meter pro Jahr ab, das Eis b\u00fcsst rund ein Prozent seiner Fl\u00e4che ein. Global schmolzen die Gletscher von 2001 bis 2010 zwei- bis dreimal so stark wie im Mittel des gesamten 20. Jahrhunderts.<\/span><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/65066e01-c18b245086aa1718c23a4a88a46fa032.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6367\"\/><\/figure>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Im Wallis sind die Gletscher am gr\u00f6ssten, sie reichen am weitesten ins Tal und sind uns damit auch am n\u00e4chsten. Der Schwund ist also dort am besten sichtbar, beispielsweise beim Rhone- oder Aletschgletscher. Das gilt aber auch f\u00fcr den Morteratschgletscher in Graub\u00fcnden oder in Grindelwald (BE), wo der Gletscher vor 160 Jahren noch bis ins Dorf floss. Der Triftgletscher (BE) hat zwischen 2000 und 2015 zwei Kilometer an L\u00e4nge verloren. In Bezug auf ihre Gesamtfl\u00e4che schrumpfen grosse Gletscher etwa zwei- bis dreimal weniger schnell als die kleinsten. Diese haben seit 1850 fast 90 Prozent ihrer Fl\u00e4che verloren, w\u00e4hrend die grossen Gletscher \u00abnur\u00bb zwischen 15 und 40 Prozent eingeb\u00fcsst haben.<\/span><\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Temperatur im Sommer ist zu hoch<\/h3>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Gletscher schmelzen im unteren Bereich im Sommer immer. Seit etwa 1850 verlieren sie aber an Masse. Damals war die sogenannte Kleine Eiszeit auf dem H\u00f6chststand. Die Gr\u00fcnde sind eindeutig: deutlich steigende Temperaturen. Zus\u00e4tzlich beeinflussen auch \u00c4nderungen des Schneefalls sowie der Sonneneinstrahlung die Geschwindigkeit der Schmelze. Haupts\u00e4chlich kann allerdings die Temperatur w\u00e4hrend des Sommers verantwortlich gemacht werden. Gletscher z\u00e4hlen zu den besten nat\u00fcrlichen Klimaindikatoren und sind ein Schl\u00fcsselelement im Monitoring des Klimawandels.<\/span><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/9ebe17e9-rhonegletscher_stao4_2010_2018_2000pixel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6413\"\/><figcaption>Zum Vergleich: Der Rhonengletscher in den Jahren 2010 und 2018. (\u00a9 <a href=\"http:\/\/www.gletschervergleiche.ch\/Pages\/ImageCompare.aspx?Id=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.GletscherVergleiche.ch<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Schon seit Jahrmillionen gehen die Gletscher zur\u00fcck und stossen wieder vor, auch ganz ohne Mensch. Vor 20\u2019000 Jahren war die Schweiz fast komplett von Eis bedeckt. Was allerdings in den letzten 150 Jahren aussergew\u00f6hnlich ist, ist die unglaubliche Geschwindigkeit der Erw\u00e4rmung der Atmosph\u00e4re und damit des Gletscherr\u00fcckgangs. Der Anstieg der Temperatur liegt weit jenseits dem in der Erdgeschichte Bekannten. Und: Der Temperaturanstieg korreliert mit den Emissionen von CO<sub>2<\/sub> in die Atmosph\u00e4re, welche mit der Verbrennung von fossilen Energietr\u00e4gern stark zugenommen haben. Der Mensch ist verantwortlich f\u00fcr den starken Gletscherr\u00fcckgang.<\/span><\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Bis 2100 wird fast die gesamte Eisfl\u00e4che in der Schweiz verschwunden sein. Den Aletsch-Gletscher wird es zwar noch geben, allerdings nur noch aufgeteilt in kleinere Teile in hohen Lagen. Leider k\u00f6nnen auch mit den g\u00fcnstigsten Szenarien bei starker CO<sub>2<\/sub>-Reduktion die allermeisten Gletscher in der Schweiz nicht mehr gerettet werden: Es d\u00fcrften so oder so 4 von 5 verschwinden, auch wenn schon morgen der Ausstoss von Treibhausgasen gestoppt werden k\u00f6nnte. Im Falle eines Anstiegs der Sommertemperatur in der Schweiz um 5 Grad w\u00fcrden die Alpen Ende des 21. Jahrhunderts praktisch eisfrei werden. Schweizer Klimaforscher gehen davon aus, dass es in der Schweiz gegen\u00fcber der vorindustriellen Zeit bis Ende des Jahrhunderts im Jahresdurchschnitt 3 bis 5 Grad heisser sein wird, wenn der Anstieg der Treibhausgase nicht gebremst wird. \u00abNat\u00fcrlich hoffe ich, dass wir es schaffen, die Emissionen so zu reduzieren, dass wir wenigstens 20% der Gletscher bewahren k\u00f6nnen\u00bb, so Glaziologe Matthias Huss.<\/span><\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Massnahmen gegen Gletscherschwund werden eingeleitet<\/h3>\n\n<p>Am Titlis oder beim Rhonegletscher werden die Gletscher teils mit Vlies-T\u00fcchern abgedeckt, um die Sonneneinstrahlung abzud\u00e4mpfen. Im Engadin denkt man dar\u00fcber nach, die Gletscher k\u00fcnstlich zu beschneien. Solche Massnahmen sind zwar lokal effizient und sinnvoll. Man kann damit den R\u00fcckgang an einer kleinen Stelle aufhalten, allerdings niemals einen ganzen Gletscher retten. Die Kosten daf\u00fcr \u00fcbersteigen bei weitem den Nutzen.<\/p>\n\n<p>Die Folgen des Gletscherschwunds sind bereits in verschiedenen Bereichen sp\u00fcrbar.&nbsp;<span class=\"s1\">Gletscher sind ein <strong>Touristenmagnet<\/strong> und ein wichtiges Identifikationsmerkmal der Schweiz. Wenn es keine Gletscher gibt, muss sich das Land neu pr\u00e4sentieren. Unsere Alpen bleiben sch\u00f6n, auch mit weniger Eis. Sie werden einfach anders.<\/span><\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Gletscher <strong>speichern Wasser<\/strong> im Winter und geben es im Sommer frei. Zudem speichern sie Wasser in k\u00fchlen, nassen Jahren und geben es in trockenen, heissen Sommern wieder frei. Sie haben damit eine zentrale Rolle in der Regulierung des Abflusses. Sind die Gletscher weg, f\u00e4llt diese Funktion weg. Das wird einen Einfluss haben auf die Wasserverf\u00fcgbarkeit in Alpenregionen, aber auch dar\u00fcber hinaus, da die grossen Fl\u00fcsse Europas in den Alpen entspringen und im Sommer massgeblich von den Gletschern gespeist werden.<\/span><\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Mit der Energiestrategie 2050 will die Schweiz auf <strong>Wasserkraft<\/strong> setzen. Fast alle Stauseen beziehen ihr Wasser von Gletschern. Auch in Zukunft werden sie gef\u00fcllt werden, doch das Wasser kommt zu anderen Zeitpunkten im Jahr.&nbsp;<\/span><span class=\"s1\">Wenn sich Gletscher zur\u00fcckziehen, ver\u00e4ndert sich auch die <strong>Landschaft<\/strong>. Das kann zu Problemen mit der Stabilit\u00e4t von H\u00e4ngen f\u00fchren. Neue Seen bilden sich. Diese k\u00f6nnen ausbrechen, besonders, wenn sie vom Eis gestaut werden.<\/span><\/p>\n\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Man geht davon aus, dass der globale Meeresspiegel bis 2100 um 0,3 bis 1 m steigen k\u00f6nnte. Die Gletscherschmelze liefert einen betr\u00e4chtlichen Beitrag zu diesem Anstieg. Ein steigender <strong>Meeresspiegel<\/strong> betrifft uns in der Schweiz nicht direkt, aber es wird Millionen von Klimafl\u00fcchtlingen geben.<\/span><\/p>\n\n<p>Aussagen wie&nbsp;<span class=\"s1\">\u00ab<\/span>Die Gletscher in Norwegen wachsen<span class=\"s1\">\u00bb<\/span> sind nicht&nbsp;<span class=\"s1\">mehr aktuell. Die kurze Wachstumsphase endete vor ein paar Jahren. Gletscher in Norwegen sind sehr stark von der Feuchtigkeit beeinflusst, die vom Ozean kommt. Die stieg aufgrund von ver\u00e4nderter Zirkulation der Luftmassen kurzfristig an. Das ist nun aber vorbei, und die Gletscher folgen wieder ihrem langfristigen Trend zu einem Verlust. Der Gletscherschwund ist ein globales Problem. Weltweit gibt es rund 200\u2019000 Gletscher. 730\u2019000 Quadratkilometer betr\u00e4gt die totale Gletscherfl\u00e4che der Erde \u2013 so gross wie Deutschland, Polen und die Schweiz zusammen. Dazu kommen die beiden Eisschilde in Gr\u00f6nland und der Antarktis, die zusammen gleich gross sind wie Russland. 70 Prozent des S\u00fcsswassers sind in Eis gespeichert.<\/span><\/p>\n\n<p><span class=\"s1\"><b>Mathias Lutz <\/b>und<b> Marc Brupbacher\u00a0<\/b>sind Teil des Interaktiv-Teams des Tagesanzeigers in Z\u00fcrich. Die Inspiration f\u00fcr den Gletscher-Vergleich der Schweiz gab ihnen ein Artikel der New York Times mit dem Titel\u00a0<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2017\/05\/24\/climate\/mapping-50-years-of-ice-loss-in-glacier-national-park.html\" target=\"_blank\">Mapping 50 years of Melting Ice in Glacier National Park<\/a>.<\/span><\/p>\n\n<p><em>Das Original des oben stehenden Artikels mit zus\u00e4tzlichen Grafiken findest du <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/interaktiv.tagesanzeiger.ch\/2017\/gletscherschwund\/?openincontroller\" target=\"_blank\">hier<\/a> online im Tagesanzeiger.<\/em><\/p>\n\n<p><em>Wenn du etwas gegen den Gletscherschwund in der Schweiz unternehmen m\u00f6chtest, dann unterst\u00fctze die <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/act\/gletscher\/\">Gletscherinitiative<\/a>!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn der Mensch schon morgen keine Treibhausgase mehr produzieren w\u00fcrde, die meisten Gletscher sind verloren. 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