{"id":45346,"date":"2018-11-06T07:00:00","date_gmt":"2018-11-06T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=45346"},"modified":"2020-05-27T17:49:10","modified_gmt":"2020-05-27T15:49:10","slug":"wenn-aus-free-willy-ein-ozeanium-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/45346\/wenn-aus-free-willy-ein-ozeanium-wird\/","title":{"rendered":"Wenn aus \u00abFree Willy\u00bb ein Ozeanium wird"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zwischen Selbstverwirklichung, Sinnessuche und Sozialen Medien. Irgendwo unter all den Smartphones, Smart-TVs und Smartwatches begraben. Genau da setzt sich Greenpeace-Praktikantin Danielle mit den Hoffnungen, Herausforderungen und Problemen ihrer Generation Y auseinander \u2013 und fragt sich in ihren kommenden Kolumnen: Wie zum Teufel soll das gr\u00fcn gehen?<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00abFree Willy\u00bb &#8211; Wer kennt den Film schon nicht? Ich war etwa acht Jahre alt, als ich ihn Zuhause zum ersten Mal auf VHS-Kassette (welch Nostalgie) sah &#8211; und seither mindestens zehn weitere Male. Ich erinnere mich genau daran, wie faszinierend ich den kleinen Jungen Jesse fand, den eine tiefe Freundschaft mit dem Orca Willy verband. Und an den gutherzigen Indianer Randolph, mit dessen Hilfe Jesse den Wal am Ende des Films aus der Gefangenschaft befreit \u2013 mit diesem unvergesslichen Sprung \u00fcber die Felsen! Dazu noch die Musik von Michael Jackson: \u00abWill you be there\u00bb. G\u00e4nsehaut pur.<\/p>\n\n<p>Der Film h\u00e4tte mich damals wohl eines lehren sollen: dass Tiere nicht in Gefangenschaft geh\u00f6ren. Doch wie es bei Kindern halt so ist, steht die Unterhaltung im Vordergrund. Die Message dahinter begreift man erst Jahre sp\u00e4ter. Und so ging auch ich in meiner Kindheit auf die Suche nach Kaulquappen, die ich Zuhause in einem mit Wasser gef\u00fcllten Tupperware zu kleinen Fr\u00f6schen z\u00fcchtete. Oder holte Raupen aus dem Wald, um sie in einer mit Luftl\u00f6chern versehenen Schuhschachtel zu f\u00fcttern. Und wie jedes Kind ging auch ich mit meinen Grosseltern in den Zoo. Unz\u00e4hlige Male. Erst heute ist mir bewusst, wie falsch das war.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/3bfea610-orca-flossen.jpg\" alt=\"&lt;b&gt;Bern\/Zermatt. P\u00fcnktlich zum Arbeitsbeginn des Bundesrates haben Greenpeace-AktivistInnen heute in einer Blitzaktion unmittelbar vor dem Eingang des Bundeshauses eine Steinplatte montiert. Darin eingemeisselt sind die erforderlichen Schweizer Klimaziele. Der Bundesrat muss an seiner heutigen Sitzung zum CO2-Gesetz die Weichen f\u00fcr eine Klimapolitik stellen, die den Klimaschutz in der Schweiz und international endlich voranbringt. Wie dringend es ist, dass die Politik handelt, demonstrieren auch die Greenpeace-AktivistInnen, die seit Montag auf dem Gornergletscher im Wallis ausharren und dort auf den immer bedrohlicher verlaufenden Klimawandel hinweisen.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Un\u00fcbersehbar und fest im Boden vor dem\nBundeshaus verankert, steht der Stolperstein, an dem der Bundesrat\nheute nicht vorbeikommen soll. Er wurde fr\u00fch morgens von\nGreenpeace-AktivistInnen montiert und enth\u00e4lt die Forderungen an\ndas zu revidierende CO2-Gesetz sowie an die Schweizer Klimaziele\nf\u00fcr Kopenhagen: 40 Prozent weniger CO2-Ausstoss in der Schweiz bis\n2020 und ein j\u00e4hrlicher Beitrag von 1,3 Milliarden Franken in einen\nneu zu schaffenden internationalen Klimafonds.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Seit Einf\u00fchrung des CO2-Gesetzes ist der Klimawandel weit\nrascher und dramatischer fortgeschritten als urspr\u00fcnglich\nangenommen, die wissenschaftlichen Prognosen mussten und m\u00fcssen\nweiterhin nach oben korrigiert werden. Es braucht daher ein Gesetz,\ndas den neusten Fakten gerecht wird und Verantwortung zeigt\ngegen\u00fcber den Regionen der Welt, welche die Auswirkungen des\nKlimawandels bereits mit voller Wucht zu sp\u00fcren bekommen.\u00a0 \u00abAm\nKlimawandel historisch mitschuldige Industrienationen wie die\nSchweiz m\u00fcssen jetzt klare Reduktionsvorgaben und steinharte\nW\u00e4hrung auf den Tisch legen. Ohne diese Zusage wird sich an der\ninternationalen Klimakonferenz in Kopenhagen nichts bewegen\u00bb, so\nAlexander Hauri, Klimaexperte bei Greenpeace. \u00abBis heute hat der\nBundesrat beim Klimaschutz kl\u00e4glich versagt. Heute muss er\nbeweisen, dass es ihm mit dem Klimaschutz in der Schweiz und mit\ninternationaler Verbindlichkeit ernst ist.\u00bb&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Die Steinplatte mit den eingemeisselten Forderungen soll beim\nEingang zum Bundeshaus stehen bleiben und alle ein- und ausgehenden\nEntscheidungstr\u00e4gerInnen an ihre grosse Verantwortung f\u00fcr\nwirkungsvollen Klimaschutz erinnern. Greenpeace-AktivistInnen\nharren derweil weiter auf dem Gornergletscher im Wallis aus, um von\neinem Ort des Geschehens aus den Klimawandel zu dokumentieren und\nf\u00fcr mutiges Handeln einzustehen. Die Bev\u00f6lkerung hat die\nM\u00f6glichkeit, ihre Sorge ums Klima und ihren Aufruf an die Politik\nauf dem Gletscher oder auf der Greenpeace-Website kundzutun.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Greenpeace wird den heutigen Entscheid des Bundesrates verfolgen\nund sich sp\u00e4ter am Tag dazu \u00e4ussern.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kontakt&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Alexander Hauri, Klimaexperte Greenpeace\nSchweiz: 076 399 60 61&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Pressebilder&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;a href=&quot;\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/de\/presse\/pressebilder\/show-album-presse\/?tx_jmgallery_pi1%5BalbumUid%5D=69&amp;tx_jmgallery_pi1%5BimageUid%5D=876&quot; title=&quot;Pressebilder&quot; target=&quot;_self&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Pressebilder von der Aktion auf dem\nBundesplatz&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;h3&gt;Text auf der Steinplatte&lt;\/h3&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;26. August 2009&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Hier entscheidet der Bundesrat \u00fcber den Schweizer Beitrag zur\nRettung des Weltklimas. Erforderlich sind: Minus 40% CO2 bis 2020\nim Inland 1.3 Milliarden Franken j\u00e4hrlich in einen globalen\nKlimafonds&lt;\/p&gt;\n\n&lt;h3&gt;Weitere Informationen&lt;\/h3&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Weitere Informationen zur Klimakonferenz in\nKopenhagen und zur Aktion auf dem Gornergletscher im &lt;a href=&quot;\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/presse\/pressematerial\/klima\/dossier-kopenhagen\/&quot; title=&quot;Dossier&quot; target=&quot;_self&quot; class=&quot;internal-link&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Dossier.&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6380\"\/><figcaption>Keiko, der Orca, der Willy verk\u00f6rperte, wurde nach dem Film ausgewildert. (\u00a9 Monika Wieland Shields\/Greenpeace)<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Meinen Grosseltern kann ich die Zoo-Besuche gar nicht vorwerfen. Erstens, weil sie meine Grosseltern sind. Zweitens, weil sie es ja gar nicht anders kannten, bzw. sie es nicht besser wussten. Denn ihnen allen wurden Zoos von der Gesellschaft als etwas Wunderbares verkauft \u2013 genau wie das Rauchen. Sie galten als eine Institution, die den Naturschutz gew\u00e4hrleistete und das Erforschen neuer Erkenntnisse im Tierbereich erm\u00f6glichte. Und vor allem als etwas, was den Enkelkindern Spass machte &#8211; auch heute ist das noch so.<\/p>\n\n<p>Wir Schweizer dr\u00fccken uns also seit Jahrzehnten die Nasen an den Scheiben platt. Der \u00e4lteste Zoo unseres Landes, der \u00abBasler Zolli\u00bb, wurde bereits 1874 er\u00f6ffnet. Er musste zur damaligen Zeit in der Schweiz wohl so etwas wie eine Sensation gewesen sein. Als ich das letzte Mal &#8211; vor ca. f\u00fcnf Jahren &#8211; hindurch spazierte und die Tiere in ihren viel zu kleinen Gehegen sah, empfand ich ihn vor allem als eines: sensationell grauenhaft.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/018e4028-22728727_1561832993854435_6383828344869532190_n.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6383\"\/><figcaption>Das Innengehege der Pinguine im Basler Zoo. (\u00a9 Zoo Basel Facebook)<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Seitdem frage ich mich: Wie k\u00f6nnen wir solche Institutionen heute noch zulassen? Wir haben doch gerade in unserem Zeitalter so viel Zugang zu Material, welches uns eines Besseren belehren sollte. Netflix-Dokumentationen wie \u00ab<a href=\"http:\/\/www.blackfishmovie.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blackfish<\/a>\u00bb beispielsweise: Diese gew\u00e4hrt einen Einblick in das grausame Leben von Orcas in Sea Worlds in den USA &#8211; und was die Gefangenschaft f\u00fcr schlimme Auswirkungen auf deren Wesen hat. Oder unz\u00e4hlige Videos auf Facebook, die zeigen, wie L\u00f6wen im Zirkus offensichtlich frustriert auf ihre Dompteure losgehen oder Tiger im Zoo fast schon dumpf von einem Ende des Geheges zum anderen gehen. Wir haben heutzutage sogar die M\u00f6glichkeit, im Internet schnell ein Flugticket zu kaufen, um die Welt zu reisen und die Tiere selber in freier Wildbahn zu beobachten &#8211; etwas, wovon unsere Grosseltern nur tr\u00e4umen konnten.<\/p>\n\n<p>Paradoxerweise verfestigt sich das alles nicht in unserem Bewusstsein, sondern landet wieder dort, wo es her kam: Im Internet. Auf Twitter erz\u00e4hlen wir unseren Followern von den spannenden Dokus, die wir gesehen haben. Auf Facebook teilen wir das schockierende Video, nat\u00fcrlich mit einem best\u00fcrzten Smiley betitelt. Auf Instagram posten wir die Bilder unserer Safari in S\u00fcdafrika, versehen mit Hashtags wie #AmazingWildlife und #LoveNature. Und im echten Leben? Die Antwort auf diese Frage liefern die j\u00fcngsten Ereignisse im Zoo Basel gleich selber: 2024 soll ein Ozeanium realisiert werden. Obwohl wir durch die heutige Technologie so gut wie nie zuvor \u00fcber das Leiden der Tiere in Gefangenschaft informiert sind und in den Sozialen Medien so besorgt um das Wohl der Tiere zu sein scheinen, lassen wir es zu, dass Fische aus dem Meer geholt und in einen riesigen Tank geworfen werden. Dies alles, damit Besucher unter anderem Fotos f\u00fcrs Familienalbum namens Facebook schiessen k\u00f6nnen &#8211; #Tierqu\u00e4lerei.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/e33fea2b-44249936_1880563371979732_3835069928885452800_n.jpg\" alt=\"&lt;b&gt;Dufourspitze\/Z\u00fcrich. Heute morgen hissten f\u00fcnf Greenpeace-Alpinisten auf der Dufourspitze ein Banner, mit dem sie gegen die Unt\u00e4tigkeit der Politiker in Sachen Klimawandel protestierten. Allem voran setzten sie ein Zeichen gegen die desastr\u00f6sen Klimaziele des Bundesrates. Mit dem Bannertext \u00abtck-tck-tck \u2013 Time for climate solutions\u00bb machen die Greenpeace-Bergsteiger auf den Wettlauf mit der Zeit aufmerksam: Nur noch 100 Tage bis zur alles entscheidenden Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen. Jetzt m\u00fcssen die Staatschefs endlich handeln.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Heute Nacht um 2 Uhr begannen f\u00fcnf\nGreenpeace-Alpinisten mit dem Aufstieg auf die\u00a0 Dufourspitze. Sie\nist mit 4634 m.\u00fc.M. der h\u00f6chste Berggipfel der Schweiz. An diesem\nsymboltr\u00e4chtigen Ort hissten sie ein Banner mit der Forderung nach\neinem schnellen und wirkungsvollen Klimaschutz: \u00abtck-tck-tck - Time\nfor climate solutions\u00bb. Die Uhr tickt, an der entscheidenden\nKlimakonferenz in Kopenhagen wird die internationale Staatenwelt\n\u00fcber die neu festzulegenden CO2-Reduktionsziele streiten und sich -\nfalls die Vernunft siegt - auf\u00a0 eine drastische Reduktion der\nKohlendioxidemissionen einigen.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Die Zeit wird knapp. Der Klimawandel geht viel schneller\nvonstatten als die Wissenschaft erwartet hat, die Prognosen werden\nimmer schlechter. Wenn der CO2-Ausstoss nicht sofort dramatisch\ngesenkt wird und die Erderw\u00e4rmung 2 Grad Celsius \u00fcbersteigt, l\u00e4uft\nder Klimawandel v\u00f6llig aus dem Ruder.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Doch statt taugliche Klimaziele zu verabschieden, die auf\nwissenschaftliche Fakten gest\u00fctzt sind, \u00fcberbieten sich die Staaten\nim Nichtstun. So etwa der Bundesrat: Er hat diese Woche v\u00f6llig\nunzureichende Klimaschutzziele bekannt gegeben und damit den\npolitischen Bankrott zum Klimaschutz erkl\u00e4rt.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Die schweizerische Greenpeace-Aktion ist Teil eines weltweiten\nAktionstages, an dem sich Dutzende von Umweltorganisationen\nbeteiligen, um auf den rasant fortschreitenden Klimawandel\naufmerksam zu machen. Ihre Forderung an alle Regierungschefs\nlautet: Act now - Handelt jetzt. Denn Kopenhagen darf nicht\nscheitern, der Klimaschutz muss zu einem der wichtigsten Ziele der\nStaatengemeinschaft werden.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Momentan sind die Greenpeace-Alpinisten wieder auf dem Abstieg.\nSie werden das Basiscamp, das Greenpeace auf dem Gornergletscher\naufgeschlagen hat, voraussichtlich um 18 Uhr erreichen. Im Biwak\nauf der Mor\u00e4ne zwischen Gorner- und Grenzgletscher setzen sich seit\nletzten Montag rund 25 Greenpeace-AktivistInnen f\u00fcr eine drastische\nReduktion des CO2-Ausstosses ein. Mit ihrer Pr\u00e4senz auf dem\nGletscher wollen sie auf die Gef\u00e4hrdung dieser enormen\nWasserreservoire und auf die Verletzlichkeit des Klimas aufmerksam\nmachen.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Morgen Samstag wird ein weiterer Aktionstag auf dem Gletscher\nstattfinden.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;a href=&quot;\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/de\/presse\/pressebilder\/show-album-presse\/?tx_jmgallery_pi1%5BalbumUid%5D=70&amp;tx_jmgallery_pi1%5BimageUid%5D=881&quot; title=&quot;Pressebilder&quot; target=&quot;_self&quot; class=&quot;external-link-arrow&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Pressebilder der Aktion zum\nDownloaden&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kontakt&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Alex Hauri, Klimaexperte Greenpeace\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\n\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 Tel. 076 399 60 61&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Anita Merkt, Greenpeace Medienstelle \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 Tel. 078\n791 40 20&lt;\/p&gt;\n\n&lt;h3&gt;Weitere Informationen&lt;\/h3&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Weitere Informationen zur Klimakonferenz in\nKopenhagen und zur Aktion auf dem Gornergletscher im &lt;a href=&quot;\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/de\/presse\/pressematerial\/klima\/dossier-kopenhagen\/&quot; title=&quot;Dossier&quot; target=&quot;_self&quot; class=&quot;internal-link&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Dossier.&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6390\"\/><figcaption>Eine Visualisierung des Ozeaniums in Basel (\u00a9 Facebook Ozeanium Zoo Basel)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p>Laut dem Zoo Basel ist alles nat\u00fcrlich nur halb so wild, wie er auf seiner <a href=\"https:\/\/www.ozeanium.ch\/de\/aktuell\/detail.php?NEWSID=1163\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Webseite<\/a> verlauten l\u00e4sst: \u00abDer Zoo wird selbstverst\u00e4ndlich keine Tiere im Ozeanium halten, die f\u00fcr die Aquarienhaltung nicht geeignet sind.\u00bb F\u00fcr einige mag dies beruhigend klingen, f\u00fcr mich definitiv nicht. Denn worauf basiert ihr Wissen dar\u00fcber, welche Tiere f\u00fcr Aquarien geeignet sind? Genau, auf Forschungen und Statistiken, die alle eines gemeinsam haben: Sie wurden von Menschen erstellt. Tiere haben in solchen Entscheidungen kein Wort zu sagen. Was ja logisch ist, denn das Leben ist kein \u00abDr. Doolittle\u00bb-Film, in welchem die Tiere sprechen k\u00f6nnen. Leider.<\/p>\n\n<p>Wenn sie es k\u00f6nnten, w\u00e4re wohl eines schnell klar: Tiere brauchen uns nicht &#8211; auch wenn dies gerne behauptet wird. Beispielsweise auf der Webseite von Schweiz Tourismus, welche in der <a href=\"https:\/\/www.myswitzerland.com\/de-ch\/sea-life.html\">Beschreibung<\/a> des Sea Lifes in Konstanz erw\u00e4hnt, dass die Fische in dessen Aquarium \u00abgerettet wurden und nicht in den nat\u00fcrlichen Lebensraum zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen\u00bb. In Einzelf\u00e4llen mag dies ja stimmen. Betreffend die Massen, in welchen man die Meerestiere in den Aquarien aber vorfindet, scheint diese Behauptung eher fadenscheinig.<\/p>\n\n<p>Der Mensch hingegen \u2013 er braucht das Tier. Nur alleine, um den eigenen Wohlstand zu sichern. Denn hinter allem, was der Mensch mit Tieren anstellt, steht immer eines: Geld. Das bewies vor kurzem abermals der Beschluss der <a href=\"https:\/\/www.ccamlr.org\/en\/organisation\/home-page\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antarktis-Konferenz<\/a>, den Antarktischen Ozean vor der Fischerei nicht zu sch\u00fctzen. Wieder einmal mehr war das wirtschaftliche Interesse wichtiger als das Wohl der Tiere. Anstatt uns also darum zu k\u00fcmmern, dass Tiere nicht mehr eingesperrt werden, zerst\u00f6ren wir Schritt f\u00fcr Schritt auch noch ihren nat\u00fcrlichen Lebensraum. Anstatt uns an \u00abFree Willy\u00bb ein Beispiel zu nehmen, landen immer wieder aufs Neue Meeresbewohner in Sea Worlds, Aquarien oder eben einem Ozeanium. Und anstatt in der Realit\u00e4t etwas f\u00fcr die Tiere zu tun, schenken wir ihnen die Aufmerksamkeit lediglich in der virtuellen Welt.<\/p>\n\n<p>Was w\u00fcrden wohl Jesse und Randolph dazu sagen?<\/p>\n\n<p><strong>Danielle M\u00fcller<\/strong>\u00a0studierte Journalismus und Unternehmenskommunikation in Berlin und schnuppert nun bei Greenpeace rein. Die 27-J\u00e4hrige Baslerin ist stets im Sattel ihres Rennvelos anzutreffen und sagt nie Nein zu einer guten Umwelt-Doku auf Netflix.<\/p>\n\n<p>Wenn du f\u00fcr die Lebewesen der Antarktis spenden m\u00f6chtest, kannst du das&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/act\/antarktis\/\">hier<\/a>. Oder informiere dich&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.oceancare.org\/de\/startseite\/\">hier<\/a>&nbsp;bei OceanCare \u00fcber Petitionen, mit welchen du dich f\u00fcr Ozeane und Meeress\u00e4uger einsetzen kannst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen Selbstverwirklichung, Sinnessuche und Sozialen Medien. 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