{"id":45387,"date":"2018-12-14T07:00:00","date_gmt":"2018-12-14T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=45387"},"modified":"2020-06-02T15:45:17","modified_gmt":"2020-06-02T13:45:17","slug":"der-ewige-kampf-um-anerkennung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/45387\/der-ewige-kampf-um-anerkennung\/","title":{"rendered":"Der ewige Kampf um Anerkennung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Fotograf Pablo E. Piovano hat mit seinem Projekt \u00fcber den Kampf der Mapuche in Patagonien im Oktober den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2018 gewonnen. Am 14. November wird ein H\u00e4uptlingssohn des indigenen Volkes erschossen und Piovano reist in die Konfliktzone, um die Bestattung des jungen Mannes zu dokumentieren. Seine Fotos hat er uns f\u00fcr diese Geschichte als Erstver\u00f6ffentlichung zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"p1\">Der argentinische Fotograf\u00a0<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"http:\/\/pablopiovano.com\" target=\"_blank\">Pablo E. Piovano<\/a>\u00a0hat den Publikumspreis des\u00a0<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/photo-award.org\/\" target=\"_blank\">Greenpeace Photo Awards<\/a> 2018\u00a0erhalten. F\u00fcr sein Siegerprojekt will er nach Patagonien reisen, um dort Mapuche-AktivistInnen zu portr\u00e4tieren, die sich gegen ihre Vertreibung aus dem Gebiet und die Zerst\u00f6rung ihrer Umwelt einsetzen. Seit Jahrzehnten kommt es in der Region immer wieder zu Spannungen zwischen den Mapuche und der militarisierten Polizei Chiles. Unz\u00e4hlige Anh\u00e4nger des indigenen Volkes fallen dabei den Auseinandersetzungen zum Opfer.<\/p>\n\n<p class=\"p3\">Zuletzt der 24-j\u00e4hrige Camilo Catrillanca, der Mitte November auf einem Traktor durch einen Schuss in den R\u00fccken von der staatlichen Polizei get\u00f6tet wird. <span class=\"s1\">Auf dem Traktor n<\/span>eben Catrillanca sitzt ein 15 Jahre alter Mapuche-Bub, der verhaftet, geschlagen und gefoltert wird. Seine Zeugenaussage, die wenige Stunden nach der Ermordung von einer Menschenrechtsorganisation protokolliert wird, entlarvt die offizielle Version der Polizei, die von einer Konfrontation spricht und Catrillanca die Schuld f\u00fcr die Eskalation gibt, als falsch. Polizeichef Hermes Soto muss zugeben, dass Videomaterial zerst\u00f6rt wurde, mit dem die Polizei die Operation gefilmt hatte. Ein paar Tage sp\u00e4ter werden die vier Polizeioffiziere, die bei der Erschiessung anwesend waren, verhaftet und es wird eine Untersuchung des Falls eingeleitet.<\/p>\n\n<h3 class=\"p4 wp-block-heading\">Ein Volk unter Terrorismusverdacht<\/h3>\n\n<p class=\"p4\">Eine Woche nach dem Tod Catrillancas kommen \u00fcber 3000 Mapuche zusammen, um sich vom H\u00e4uptlingssohn zu verabschieden. Das traditionelle Begr\u00e4bnis findet in der Stadt Temucucui in Ercilla statt, bekannt als \u00abdie gef\u00e4hrlichste rote Zone in Chile\u00bb. In diesem Gebiet k\u00e4mpfen mehr als 50 indigene Gemeinschaften f\u00fcr die R\u00fcckeroberung ihres Landes. Das Land, das einst von ihren Vorfahren bewohnt wurde, ist heute in den H\u00e4nden der industriellen Forstwirtschaft, die grosse Umweltsch\u00e4den verursacht.<\/p>\n\n<p class=\"p5\"><span class=\"s4\">Eine Spezialeinheit der Polizei, die sogenannte \u00abComando Jungla\u00bb, die in Kolumbien trainiert wurde, unternimmt regelm\u00e4ssig \u00dcbergriffe und Repressionen gegen die indigenen Gemeinschaften. Die Opfer sind in den meisten F\u00e4llen Mapuche-Jugendliche.&nbsp;<\/span>Es gibt unz\u00e4hlige Mapuche, die unter Terrorismusverdacht als politische Gefangene inhaftiert sind. Als Catrillanca von der Polizei erschossen wird, l\u00f6st dies eine politische Krise aus, die sich bis in das Kabinett des chilenischen Pr\u00e4sidenten Pi\u00f1era erstreckt. Drei Wochen lang ist die Erschiessung Thema auf den Titelseiten der Zeitungen und die Demonstrationen und Strassensperren breiten sich auf verschiedene Gebiete von Chile aus.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/28e12f31-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0005k.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6765\"\/><figcaption>Am dritten und letzten Tag der Bestattungszeremonie wird die Leiche zu Grabe getragen. Verschiedene Gemeinschaften und viele spirituelle und politische W\u00fcrdentr\u00e4ger der Mapuche nehmen an den Feierlichkeiten teil.<\/figcaption><\/figure>\n\n<h3 class=\"p4 wp-block-heading\">Schwierige Lage f\u00fcr Journalisten<\/h3>\n\n<p class=\"p4\"><b><\/b>Die Lage vor Ort gestaltet sich schwierig f\u00fcr Journalistinnen:&nbsp;\u00abPortraits von den Mapuche zu machen ist ein langsamer Prozess, man muss erst das Vertrauen der Menschen gewinnen\u00bb,&nbsp;schreibt der Fotograf Piovano in einer Mail aus Chile. Denn in Patagonien herrsche laut Piovano ein grosses Misstrauen seitens Mapuche gegen\u00fcber Journalisten.&nbsp;\u00abViele Journalisten sind auf der Seite des Staates und bezeichnen die Mapuche als Terroristen.\u00bb Und auch die Nachrichtendienste des Landes w\u00fcrden laufend infiltriert werden.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" title=\"Bundesbern geht in die Ferien \u2013 Ozonproblem ungel\u00f6st\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/4cc2ccf3-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0006k.jpg\" alt=\"&lt;b&gt;Die Schweiz hat auch diesen Sommer \u00fcber eine Million Ozonopfer zu beklagen. Bundesbern scheint\u2019s nicht zu k\u00fcmmern: eine weitere Session geht zu Ende, ohne dass konkrete Massnahmen gegen ozonbedingte Gesundheitssch\u00e4den beschlossen wurden. Greenpeace ist nicht l\u00e4nger gewillt, diesem Trauerspiel zuzusehen und forderte heute morgen mit einer Aktion auf dem Bundesplatz verst\u00e4rkte Massnahmen vom Parlament. Greenpeace verlangt Massnahmen zur Treibstoffreduktion im Strassenverkehr. Nur so kann die Ozonbelastung gemindert werden. Positiver Effekt: weniger Schadstoffe und Treibhausgase, also mehr Volksgesundheit und Klimaschutz.&lt;\/b&gt;\n&lt;div&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Bern. Greenpeace installierte heute Morgen ein\nMahnmal auf dem Bundesplatz: 60 menschliche Silhouetten mit\nbrandrot gef\u00e4rbten Atemwegen, stellvertretend f\u00fcr hunderttausende\nvon Schweizer Ozonopfern. Warntafeln wiesen auf die Quelle des\n\u00dcbels hin: den zu hohen Treibstoffverbrauch des Strassenverkehrs.\nAktivisten und Aktivistinnen verteilten Flyer mit Forderungen an\ndie Parlamentsmitglieder.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Der Strassenverkehr w\u00e4chst uneingeschr\u00e4nkt -\nund so macht Ozon auch in diesem Sommer krank. Der\nStundenmittelwert von 120 Mikrogramm\/m3 darf laut Gesetz nur einmal\nim Jahr \u00fcbertroffen werden. Real passiert dies hundertfach! Obwohl\nwirkungsvolle Instrumente existieren, schaut Bundesbern tatenlos zu\nund nutzte auch diese Session nicht, um sich der \u00fcberf\u00e4lligen\nOzonfrage anzunehmen. Somit haben in der Schweiz in den n\u00e4chsten\nMonaten wiederum 10 bis 15 Prozent der Bev\u00f6lkerung mit\nozonbedingten Beschwerden zu k\u00e4mpfen: Augenbrennen, Asthma,\nBronchitis sowie beeintr\u00e4chtigte Leistungsf\u00e4higkeit. Besonders\nbetroffen sind \u00c4ltere und Kinder. Auch k\u00f6nnen sich\nHerz-Kreislaufkrankheiten verschlimmern. Die Eidgen\u00f6ssische\nKommission f\u00fcr Lufthygiene sch\u00e4tzt sogar, dass bis zu 300 der 975\nzus\u00e4tzlichen Todesf\u00e4lle im Hitzesommer 03 auf das Konto der zu\nhohen Ozonwerte gehen. Damit nicht genug: Bodennahes Ozon gilt als\ndrittwichtigstes Treibhausgas.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Die bisherige Laisser-faire-Politik hat klar\nversagt. Die f\u00fcr die Grenzwert-Einhaltung zust\u00e4ndigen Kantone\nschaffen es nicht, das Ozon-Problem ernsthaft anzugehen. Die\nnationale Politik muss sich also endlich einschalten und\nVerantwortung \u00fcbernehmen. Dazu Greenpeace-Verkehrskampagner Cyrill\nStuder: \u00abWollen wir Gesundheit und Klima sch\u00fctzen, brauchen wir\neine massive Senkung des Treibstoffverbrauchs. Der\nSchadstoffaustoss des Verkehrs muss jetzt wirksam und dauerhaft\ngesenkt werden.\u00bb Nach der Ablehnung der CO2-Abgabe ist es jetzt\numso wichtiger, weitere Massnahmen voranzutreiben: Auf dem Gebiet\nder Verkehrsverminderung sind dies etwa Roadpricing oder\nFahreinschr\u00e4nkungen bei Grenzwert\u00fcberschreitungen. Der\nDurchschnittsverbrauch der in der Schweiz verkauften Neuwagen muss\ndank finanziellen Steuerinstrumenten deutlich runter.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\nCyrill Studer, Verkehrskampagner, Greenpeace Schweiz 01 447 41\n13\n\nGreenpeace-Medienabteilung 01 447 41 11\n\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6770\"\/><figcaption>Der blaue Traktor, auf dem Camilo sass, als die Polizisten ihn erschoss, wird w\u00e4hrend seiner Beerdigung zu einem Heiligtum. Er wurde f\u00fcnf Mal von Gewehrkugeln des Typs 5.56 getroffen, die in Chile nur die Spezialeinheiten der Polizei ben\u00fctzen. Ein 15-j\u00e4hriger Junge befand sich auch auf dem Traktor. Er blieb auf wundersame Weise verschont.<\/figcaption><\/figure>\n\n<h3 class=\"p4 wp-block-heading\">Jahrzehntealter Konflikt<\/h3>\n\n<p class=\"p4\"><b><\/b>Die Geschichte des Konflikts reicht bis ins 17. Jahrhundert zur\u00fcck. Die Mapuche bewohnten bereits vor der Ankunft der Europ\u00e4er das Gebiet Patagonien, welches sich \u00fcber Chile und Argentinien erstreckt. Und obwohl sie nach dem Eindringen der Spanier mit diesen einen Vertrag aushandelten, der ihnen erlaubte, auf ihrem Land leben zu k\u00f6nnen, weigerte sich der Staat Chile nach seiner Unabh\u00e4ngigkeit, diese Abmachung anzuerkennen. Schlimmer noch: Im 19. Jahrhundert wurde ihnen vom Staat ihr Territorium sogar weggenommen und an deutsche Einwanderer verteilt.<\/p>\n\n<p class=\"p3\">Auch heutzutage wird das Gebiet der Mapuche immer wieder von Ausw\u00e4rtigen bedroht. Unter anderem von Million\u00e4ren aus dem In- und Ausland, welche in Patagonien in Landwirtschaft, Tourismus und die Extraktion von fossilen Brennstoffen investieren und so die Kultur und den Lebensraum der ethnischen Gruppe zerst\u00f6ren. Seit Jahrzehnten fordern die Mapuche die R\u00fcckgabe ihrer L\u00e4ndereien \u2013 und seit Jahrzehnten bleiben sie ohne Erfolg. Und das, obwohl \u00fcber 1,3 Millionen Einwohner von Chile zum indigenen Volk geh\u00f6ren. Erst seit September dieses Jahres gibt es zumindest einen kleinen Lichtblick: Der chilenische Staatschef&nbsp;Sebasti\u00e1n Pi\u00f1era k\u00fcndigt einen Entwicklungsplan an,&nbsp;in welchem die indigenen V\u00f6lker verfassungsm\u00e4ssig anerkannt werden sollen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/6d4dc57e-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0008k.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6771\"\/><figcaption>Das Begr\u00e4bnis von Camilo Catrillanca dauert drei Tage, so will es die Mapuche Tradition. \u00dcber 3000 Menschen nehmen daran teil.<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" title=\"Atompl\u00e4ne: Unverantwortlich und kurzsichtig\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/d990d3f2-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0011k.jpg\" alt=\"&lt;b&gt;Greenpeace Schweiz weist die Pl\u00e4ne der Axpo f\u00fcr den Bau eines neuen Atomkraftwerks vehement zur\u00fcck. Die Umweltorganisation wird sich einem neuen Meiler mit allen Kr\u00e4ften entgegen stellen. In einem nachhaltigen Energieszenario hat die veraltete und dreckige Atomenergie keinen Platz. Denn das Argument der Industrie, dass Atomstrom das Klima sch\u00fctze, ist falsch und geh\u00f6rt ins Reich der Mythen und M\u00e4rchen.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Z\u00fcrich. Mit ihrer Forderung nach einem neuen AKW betreibt die Atomindustrie fatales Schattenboxen: Sie beschw\u00f6rt die - durchaus berechtigte - Angst vor dem Klimawandel und preist Atommeiler als Retter in der Not. Doch dieses Argument ist unredlich und dient nur dem \u00dcberleben der eigenen Industrie.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Atomenergie ist f\u00fcr den Klimaschutz absolut vernachl\u00e4ssigbar: Nur 3 von 100 Energieeinheiten stammen weltweit aus Atomenergie, dagegen bereits 20 aus erneuerbarer Energie. 77% des Weltenergieverbrauchs wird immer noch aus Gas, \u00d6l, Kohle gedeckt. Um einen nennenswerten Teil der Fossilenergie zu ersetzen, m\u00fcssten weltweit Hunderte von zus\u00e4tzlichen Reaktoren gebaut werden. Doch damit w\u00e4re dem Klima nicht geholfen, weil schon nach wenigen Jahren der Uran-Brennstoff ausgehen w\u00fcrde.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Atomkraft ist keineswegs CO2-frei. Im Gegenteil, je nach Herkunft und Produktionsweise verursacht sie pro Kilowattstunde etwa gleich viel CO2 wie dezentrale W\u00e4rme-Kraft-Kopplungsanlagen, aber mehr als Wasser- oder Windkraft.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Zudem sprechen folgende Gr\u00fcnde gegen ein neues AKW in der Schweiz:&lt;\/p&gt;\n&lt;ul&gt;\n&lt;li&gt;Uran ist wie Erd\u00f6l nur begrenzt verf\u00fcgbar. Das wirtschaftlich abbauw\u00fcrdige Uran reicht laut der internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA noch etwa 50 bis 60 Jahre. W\u00fcrden mehr AKW gebaut, w\u00e4re das Uran noch schneller aufgebraucht.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Auf allen Produktionsstufen entsteht gef\u00e4hrliche Radioaktivit\u00e4t.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Atomm\u00fcll strahlt \u00fcber eine Million Jahre. Eine sichere Lagerung ist unm\u00f6glich. Das Risiko bei diesem Langzeitexperiment tragen k\u00fcnftige Generationen.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Atomkraftwerke - auch das neuste Modell auf dem Markt - basieren auf einer Technologie aus den 50er Jahren und bleiben ein untragbares Katastrophenrisiko.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Dieses Risiko ist nicht versicherbar. Wenn ein 1600-Megawatt-EPR nach 60 Betriebsjahren, in denen er rund 800 Milliarden Kilowattstunden Atomstrom produzierte, am letzten Tag eine Grosskatastrophe erleidet, die 4&#039;000 Milliarden Franken Schaden verursacht, so h\u00e4tte der Betreiber auf jede Kilowattstunden 5 Franken aufschlagen m\u00fcssen, damit er den Schaden decken kann.&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ul&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Eine nachhaltige Stromversorgung muss sich auf folgende vier Pfeiler st\u00fctzen: Effiziente Elektroger\u00e4te, Nutzung des einheimischen Energie-Potenzials, Verbesserung der bestehenden Kraftwerke und Einf\u00fchrung von intelligenten Heizsystemen. Greenpeace wird sich mit aller Kraft f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Energiepolitik einsetzen - und die schliesst den technologischen Restposten Atomenergie definitiv aus.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Leo Scherer, Greenpeace Atomexperte 078 720 48 36&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Medienabteilung 01 447 41 11&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6766\"\/><figcaption>Das \u00abComando Jungla\u00bb, eine in Kolumbien ausgebildete Elitetruppe, versucht eine Barrikade zu r\u00e4umen, um zu einer Mapuche-Gemeinschaft in der N\u00e4he von Temuicuicui zu gelangen.<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/a9349229-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0012k.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6767\"\/><figcaption>80 Prozent der Studenten des Ercilla Liceo sind Mapuche. Sie besetzen die Schule und verlangen \u00abGerechtigkeit f\u00fcr Camilo Cartrillanca\u00bb und \u00abRaus mit dem Comando Jungla\u00bb. Die Stammes\u00e4ltesten und Autorit\u00e4tspersonen der Gemeinschaft unterst\u00fctzen sie. Die Polizei verfolgt die Studenten und wirft Tr\u00e4nengas in die Schule.<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/8cb911d7-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0014k.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6773\"\/><figcaption>Schon wenige Stunden nach Beginn der Bestattungszeremonie von Camilo Catrillanca kehren die Spezialeinheiten der chilenischen Polizei zur\u00fcck und nehmen zwei junge Mapuche fest.<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/551c0be0-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0016k.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6775\"\/><figcaption>Der Vater, der Grossvater und die Partnerin von Camilo Catrillanca vor dem Eingang des Gerichts in Collipulli. Hier werden die Polizisten, die in die Erschiessung von Catrillanca involviert sind, angeklagt.<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" title=\"Hochrisiko-Brennstoff aus Sellafield an Beznau\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/6c19fbb7-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0019k.jpg\" alt=\"&lt;b&gt;Gestern ist vermutlich in aller Heimlichkeit ein Brennstoff-Transport aus England im schweizerischen Atomkraftwerk Beznau angekommen. Die Angaben von Polizei und Werksleitung widersprechen sich allerdings. Mit diesen Brennelementen wird die schweizerische Bev\u00f6lkerung neuen Risiken ausgesetzt: Die Herstellerin der Brennelemente ist die englische Atomanlage Sellafield, die gerade jetzt wegen eines katastrophalen Atomunfalls in den Schlagzeilen ist und wegen eines weltweiten F\u00e4lschungsskandals die Produktion dieser Brennelemente zeitweise einstellen musste. Zudem enthalten die Brennelemente Plutonium \u2013 der Stoff aus dem Atombomben sind. Greenpeace fordert die Axpo\/NOK auf, die Brennelemente sofort nach England zur\u00fcckzuschicken und die Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Sellafield einzustellen.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Z\u00fcrich. Bei dem Transport handelt es sich gem\u00e4ss unseren Recherchen um vier plutoniumhaltige Brennelemente aus der britischen Skandalanlage Sellafield. Gesicherte Informationen waren allerdings nicht zu erhalten. Kein Wunder - der Transport ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht gerade gut f\u00fcrs angeschlagene Image der schweizerischen Atomindustrie, leidet sie doch schon unter dem unfallbedingten, monatelangen Ausfall von Leibstadt:&lt;\/p&gt;\n&lt;ul&gt;\n&lt;li&gt;Mit dem Einsatz dieser Brennelemente wird die Schweiz zum Versuchskaninchen in einem gef\u00e4hrlichen Experiment: Es handelt sich um die weltweit erste Lieferung von plutoniumhaltigen Brennelementen aus Sellafield nach dem Skandal von 1999. Damals flog auf, dass Arbeiter von Sellafield Protokolle von Sicherheitspr\u00fcfungen gef\u00e4lscht hatten. Betroffen war auch Beznau: Das schweizerische AKW hatte Elemente mit gef\u00e4lschten Protokollen in den Reaktor geladen. Eines davon war tats\u00e4chlich kaputt. Die Anlage in Sellafield musste dann geschlossen werden und wich einem Neubau. Die erste Lieferung aus der neuen Anlage kommt nun ausgerechnet nach Beznau.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Die Produzentin der Brennelemente ist Sellafield. Die Anlage ist zur Zeit in den internationalen Schlagzeilen, weil 83&#039;000 Liter hochradioaktive S\u00e4ure ausgeflossen sind. Grund: Schlamperei und menschliches Versagen. Der Unfall wird auf der internationalen Skala als \u00abernsthafter Zwischenfall\u00bb beurteilt. Dieses Ereignis ist nur das letzte in einer langen Reihe von Unf\u00e4llen, Schlampereien und schlechtem Management.&lt;\/li&gt;\n&lt;li&gt;Die Brennelemente enthalten Plutonium - der Stoff, aus dem die Atombomben sind. Sie stellen ein erhebliches Risiko dar. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) warnt, dass dieses Plutonium von Terroristen missbraucht und mit verheerender Wirkung eingesetzt werden k\u00f6nnte. Auch die Transporte weisen ein erhebliches Sicherheitsrisiko auf. Der IAEA-Generaldirektor El-Baradei sagte letztes Jahr: \u00abIch w\u00fcnsche mir, dass der zivile Atomkreislauf komplett frei von waffenf\u00e4higem Material ist.\u00bb&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ul&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Greenpeace fordert die Axpo\/NOK auf, ihre Gesch\u00e4fte mit diesem unzuverl\u00e4ssigen Gesch\u00e4ftspartner sofort einzustellen. Die Brennelemente sind zur\u00fcckzuschicken. Die Axpo\/NOK hat kein Recht, die schweizerische Bev\u00f6lkerung als Versuchskaninchen zu ben\u00fctzen, indem sie Brennelemente von einem unf\u00e4higen Hersteller ben\u00fctzt.&lt;\/p&gt;\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Stefan F\u00fcglister, Greenpeace Atomkampagne 079 222 82 59&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Greenpeace Medienabteilung 01 447 41 11&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6768\"\/><figcaption>Die Familie und Freunde von Camilo Catrillanca warten auf das Urteil gegen die Polizisten vor dem Gericht in Collipulli.<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/f19241c0-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0001k.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6763\"\/><figcaption>Zur\u00fcckgewonnenes Land. Zwei Forstunternehmen besitzen dreimal mehr Land als alle Mapuche Gemeinschaften zusammen. In Ercilla wurden mehr als 3000 Hektaren Land zur\u00fcckgewonnen, welche die Mapuche-Familien nun f\u00fcr Landwirtschaft und Viehzucht nutzen.<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Der Preistr\u00e4ger Pablo E. Piovano wird 2019 sein Fotoprojekt \u00abPatagonia. Territory in Conflict umsetzen\u00bb. Das Fotoprojekt wird in GEO und im Greenpeace-Magazin erscheinen. Die Fotografien werden im Herbst 2019 in der <a href=\"http:\/\/gfhf.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abGesellschaft f\u00fcr Humanistische Fotografie\u00bb<\/a> in Berlin ausgestellt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" title=\"Update 16.00 Uhr: Fehlender Verantwortungssinn von Novartis zwingt Beh\u00f6rden zum Handeln\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/fdbff0f5-patagonia-territory-in-conflict-the-assassination-of-camilo-catrillanca-0015k.jpg\" alt=\"&lt;b&gt;Greenpeace-AktivistInnen hatten sich nach dem Grenz\u00fcbertritt bis auf 200 Meter an den Novartis Hauptsitz gen\u00e4hert. Der Zoll schaltete sich allerdings nochmals ein und verhinderte die \u00dcbergabe der Giftm\u00fcllf\u00e4sser an Novartis. Die Giftf\u00e4sser, deren Inhalt bei der Els\u00e4sser Chemiem\u00fclldeponie Le Letten w\u00e4hrend Jahren unter freiem Himmel lag, wurde schliesslich beschlagnahmt. Der Giftm\u00fcll wird vom Amt f\u00fcr Umwelt und Energie (AuE, Basel-Stadt) einer fachgerechten Entsorgung zugef\u00fchrt. Damit sind die wiederholten Beteuerungen der Basler Chemie widerlegt, dass keine akute Gefahr vom Chemiem\u00fcll aus Le Letten ausgeht. Greenpeace fordert von der Basler Chemie die Totalsanierung der wilden Chemiem\u00fclldeponien in der Region Basel. In diesem Sinne wird sie morgen an der Novartis-Generalversammlung intervenieren und Daniel Vasella an seine Verantwortung erinnern.&lt;\/b&gt;\n\n&lt;div&gt;\n\t&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Basel. Mit der Entgegennahme des M\u00fclls ist das\nChemiem\u00fclldeponie-Problem noch lange nicht gel\u00f6st. Greenpeace\nfordert von den Verursachern die Totalsanierung der wilden\nChemiem\u00fclldeponien in der Region Basel und wird an der morgigen\nNovartis-GV intervenieren.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Greenpeace findet fordert folgende\nSofortmassnahmen:&lt;\/p&gt;\n\n&lt;ol&gt;\n&lt;li&gt;Das gesamte Deponiegel\u00e4nde in Le Letten muss umgehend mit\nSperrgittern abgesichert werden, so dass der direkte Zugang und\njegliche direkte Exposition von Mensch und Umwelt unterbunden\nwird;&lt;\/li&gt;\n\n&lt;li&gt;Jeglicher akut gef\u00e4hrdender Giftm\u00fcll und das umgebende\nkontaminierte Erdreich m\u00fcssen unter entsprechenden\nSicherheitsvorkehrungen vollst\u00e4ndig entfernt und fachgerecht\nentsorgt werden. Das Deponiegel\u00e4nde muss weitr\u00e4umig und\nsystematisch abgesucht werden. Es ist davon auszugehen, dass noch\nweiterer Giftm\u00fcll mit akutem Gef\u00e4hrdungspotential offen oder\nhalbvergraben im Wald herumliegt.&lt;\/li&gt;\n\n&lt;li&gt;Novartis, Ciba und Syngenta m\u00fcssen mit einer verbindlichen\nAbsichtserkl\u00e4rung mit Zeitplan die Totalsanierung in Le Letten wie\nauch den anderen Deponieorten einleiten. Die Totalsanierung muss\ngem\u00e4ss internationalen Standards erfolgen, wobei die\nSanierungskosten gem\u00e4ss Verursacherprinzip voll zu Lasten der drei\nVerursacherfirmen fallen.&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;Novartis &amp; Co. haben innert wenigen Monaten\nf\u00fcr eine Serie von Skandalen gesorgt. Nach dem untauglichen\nSanierungsprojekt f\u00fcr Bonfol, dem Neuwiller-R\u00e4umungsbefehl f\u00fcr\nRoemisloch und der Trinkwassergef\u00e4hrdung in Muttenz ist es jetzt\nder vierte Vorfall. Die vier Skandale zeigen: Novartis &amp; Co.\narbeiten schlampig und verharmlosen die Gefahren. Greenpeace\nverlangt ein Ende dieser verantwortungslosen Hinhaltetaktik und die\nverursachergerechte Totalsanierung aller Chemiem\u00fclldeponien in der\nRegion Basel.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p class=&quot;bodytext&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Greenpeace-Chemiekampagne, Matthias W\u00fcthrich (unterwegs) +41 44\n447 41 31&lt;\/p&gt;\n\n&lt;p&gt;Greenpeace-Medienabteilung +41 44 447 41 11&lt;\/p&gt;\n&lt;\/div&gt;\" class=\"wp-image-6774\"\/><figcaption>Carmen Rose Paine Tranamil, die Wortf\u00fchrerin der Mapuche Pehuenche, auf einer Strasse in Ercilla, wo ein paar Stunden zuvor die Konfrontationen zwischen der Polizei und den StudentInnen stattfand.<\/figcaption><\/figure>\n\n<div class=\"wp-block-image  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" title=\"Skandalserie von Novartis &amp; Co. h\u00f6rt nicht auf: Giftm\u00fcll unter freiem Himmel!\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/e8908d5c-pablo_piovano_crop_k.jpg\" alt=\"&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;&lt;b&gt;Greenpeace-Aktivisten in Vollschutz-Anz\u00fcgen haben bei der Els\u00e4sser Chemiem\u00fclldeponie Le Letten offen herumliegenden Giftm\u00fcll sichergestellt. Greenpeace-Analysen belegen, dass es sich um pures Gift handelt, welches f\u00fcr Mensch und Umwelt eine akute Gefahr darstellt. Skandal\u00f6s ist dabei: Die Chemiekonzerne Novartis, Ciba und Syngenta sowie die franz\u00f6sische Beh\u00f6rde DRIRE wissen seit vier Jahren von diesem unter freiem Himmel liegenden Giftm\u00fcll im Wald und nehmen in Kauf, dass sich Kinder aus der Nachbarschaft vergiften k\u00f6nnten. Greenpeace erw\u00e4gt darum Strafanzeige einzureichen und setzt den Verantwortlichen f\u00fcr die Sicherung des Deponie-Gel\u00e4ndes ein Ultimatum bis Ende Woche. Nach dem vierten Chemiem\u00fcll-Skandal innert weniger Monaten fordert Greenpeace von Novartis &amp; Co. ein Ende ihrer Hinhaltetaktik und die sofortige Totalsanierung aller Chemie-m\u00fclldeponien in der Region Basel.(*)&lt;\/b&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;Hagenthal le Bas (F)\/Sch\u00f6nenbuch (BL). &lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mehr zum Thema (Pdf-Dokumente zum Chemiem\u00fcll-Skandal):&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:list --&gt;\n&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/09\/618ec7e3-2.-hintergrund-gift.pdf&quot;&gt;Hintergrund:&lt;br&gt;Skandalserie von Novartis &amp; Co. h\u00f6rt nicht auf: Giftm\u00fcll unter&lt;br&gt;freiem Himmel (download ~89kB)&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/09\/8504732f-3a.-toxexperten.pdf&quot;&gt;Beurteilung der&lt;br&gt;Gef\u00e4hrlichkeit des Chemiem\u00fclls durch unabh\u00e4ngige Fachleute.&lt;br&gt;Fundstelle \u00abKrummer Baum\u00bb (Download ~67kB)&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/09\/e07df0bc-7.-analyse-rwb.pdf&quot;&gt;Studie zu den&lt;br&gt;gefundenen Substanzen (Download ~716 kB)&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/09\/f66f0137-3b.-toxdaten1.pdf&quot;&gt;Probe \u00abKrummer&lt;br&gt;Baum\u00bb: Anzahl gefundene Chemikalien, h\u00f6chste gefundene&lt;br&gt;Konzentration und Toxdaten der eindeutig identifizierten Substanzen&lt;br&gt;(Download ~45 kB)&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/09\/fc24513d-3b.-toxdaten2.pdf&quot;&gt;Toxdaten der&lt;br&gt;eindeutig Identifizierten Substanzen in der Probe \u00abKrummer Baum\u00bb&lt;br&gt;(download ~54 kB)&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/09\/fc8cf193-4.-giftbildantea.pdf&quot;&gt;Novartis &amp;&lt;br&gt;Co. wissen seit 2001 vom Giftm\u00fcll unter freiem Himmel und behaupten&lt;br&gt;trotzdem \u00abkeine Hinweise auf eine Gef\u00e4hrdung\u00bb! (download ~534&lt;br&gt;kB)&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/09\/57c0590d-5.-karte-deponien.pdf&quot;&gt;Lageplan:&lt;br&gt;Chemiem\u00fcll-Deponien im Raum Basel (download ~181 kB)&lt;\/a&gt;&lt;\/li&gt;&lt;\/ul&gt;\n&lt;!-- \/wp:list --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;Greenpeace hat bei der Els\u00e4sser Chemiem\u00fclldeponie Le Letten kaum 150 Meter von der franz\u00f6sisch-schweizerischen Grenze entfernt offen herumliegenden Chemiem\u00fcll von Novartis, Ciba und Syngenta entdeckt. Greenpeace-Aktivisten in Vollschutz-Anz\u00fcgen haben einen Teil des Giftm\u00fclls fachgerecht geborgen und sichergestellt. Andere Fundstellen hat Greenpeace mit Sperrgittern abgeriegelt. Das gesamte Deponiegel\u00e4nde wurde mit Absperrband und Warnschildern als Gefahrenzone gekennzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass noch weiterer Giftm\u00fcll offen im Wald herumliegt.&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;Die Labor-Analysen belegen: Es handelt sich um hochtoxischen Chemiem\u00fcll. Die gemessenen Blut- und Nervengifte sowie Krebs erregende Chemikalien wie Brom-Anilin und Nitrobenzol in extrem hohen Konzentrationen stellen eine akute Gefahr f\u00fcr Mensch und Umwelt dar. Der Kontakt mit diesen Chemikalien kann zu massiven Gesundheitssch\u00e4den f\u00fchren. Die aggressiven Chemikalien gef\u00e4hrden zudem das Trinkwasser von Sch\u00f6nenbuch und Allschwil.&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;Novartis, Ciba und Syngenta wissen nachweislich seit vier Jahren von dem vor 45 Jahre abgekippten, unter freiem Himmel liegenden Giftm\u00fcll und haben nicht gehandelt. Sie nehmen damit das Risiko einer akuten Vergiftung von Mensch und Umwelt in Kauf, behaupten aber, dass es \u00abkeine Hinweise auf eine Gef\u00e4hrdung von Mensch, Tier und Umwelt sowie des Trinkwassers\u00bb g\u00e4be. Auch die franz\u00f6sische Beh\u00f6rde DRIRE hat jahrelang geschlafen und die verharmlosenden Erkl\u00e4rungen der Chemie kritiklos akzeptiert.&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;Die Situation beim Letten erscheint klar rechtswidrig. Greenpeace erw\u00e4gt deshalb Strafanzeige einzureichen. Bis Ende Woche muss das Deponiegel\u00e4nde abgesichert, jeglicher akut gef\u00e4hrdender Giftm\u00fcll fachgerecht entsorgt und die Totalsanierung eingeleitet werden.&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;Matthias W\u00fcthrich, Chemie-Experte von Greenpeace, meint: \u00abNovartis &amp; Co haben innert wenigen Monaten f\u00fcr eine Serie von Skandalen gesorgt. Nach dem untauglichen Sanierungsprojekt f\u00fcr Bonfol, dem Neuwiller-R\u00e4umungsbefehl f\u00fcr Roemisloch und der Trinkwassergef\u00e4hrdung in Muttenz ist es jetzt der vierte Vorfall. Die vier Skandale zeigen: Novartis &amp; Co. arbeiten schlampig und verharmlosen die Gefahren. Greenpeace verlangt ein Ende dieser verantwortungslosen Hinhaltetaktik und die sofortige Totalsanierung aller Chemiem\u00fclldeponien in der Region Basel.\u00bb&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;* Gemeinsame Medienmitteilung von Greenpeace Schweiz und Greenpeace Frankreich&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\n\n&lt;!-- wp:paragraph --&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;\/strong&gt;&lt;br&gt;Greenpeace-Chemiekampagne, Matthias W\u00fcthrich (vor Ort)&lt;br&gt;01 \/ 447 41 31&lt;br&gt;Greenpeace-Medienabteilung 01 \/ 447 41 11&lt;\/p&gt;\n&lt;!-- \/wp:paragraph --&gt;\" class=\"wp-image-6786\"\/><\/figure><\/div>\n\n<p><a href=\"http:\/\/pablopiovano.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Pablo E. Piovano<\/strong><\/a> (1981) ist in Argentinien aufgewachsen. Er arbeitet in Buenos Aires als unabh\u00e4ngiger Fotograf und interessiert sich vor allem f\u00fcr soziale und \u00f6kologische Themen. 2017 publizierte er das Buch \u00abThe Human Cost of Agrotoxins\u00bb mit Fotografien vom menschlichen Leid, das in Argentinien durch Agrochemikalien verursacht wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fotograf Pablo E. Piovano hat mit seinem Projekt \u00fcber den Kampf der Mapuche in Patagonien im Oktober den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2018 gewonnen. Am 14. November wird ein H\u00e4uptlingssohn des indigenen Volkes erschossen und Piovano reist in die Konfliktzone, um die Bestattung des jungen Mannes zu dokumentieren. 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