{"id":45572,"date":"2019-05-10T07:00:00","date_gmt":"2019-05-10T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=45572"},"modified":"2020-06-03T16:13:28","modified_gmt":"2020-06-03T14:13:28","slug":"das-killer-multitalent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/45572\/das-killer-multitalent\/","title":{"rendered":"Das Killer-Multitalent"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eigentlich ist Palm\u00f6l ein ideales pflanzliches Fett, leicht zu verarbeiten und vielfach einsetzbar. Doch in Anbaul\u00e4ndern wie Indonesien verursachen die riesigen Monokulturen gro\u00dfen Schaden: Menschen werden vertrieben, W\u00e4lder zerst\u00f6rt, viele Tiere verlieren ihren Lebensraum, zudem befeuert die Abholzung den Klimawandel. Greenpeace k\u00e4mpft seit mehr als zehn Jahren gegen die Ausweitung der industriellen Plantagen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00d6lpalmen so weit das Auge reicht: In den letzten 25 Jahren hat sich die Palm\u00f6lproduktion in Indonesien fast versechsfacht. Der Boom bedient die weltweit steigende Nachfrage, denn die Pflanze ist ertragreich und das Endprodukt g\u00fcnstig, haltbar und vielseitig einsetzbar. Der urspr\u00fcnglich als Zierpflanze aus Afrika eingef\u00fchrte Allesk\u00f6nner produziert unter den Kronen h\u00e4ngende Fruchtst\u00e4nde von bis zu 50 Kilogramm.<\/p>\n\n<p>Die schnell verderblichen Samen werden unmittelbar nach der Ernte verarbeitet, aus dem Kern entsteht Palmkern\u00f6l, aus dem Fruchtfleisch Palm\u00f6l. Konzerne wie Nestl\u00e9, Mondel\u0113z und Unilever setzen es in gro\u00dfen Mengen ein. Ein ro\u00dfer Teil des in die EU eingef\u00fchrten Palm\u00f6ls steckt in Schokolade, Margarine, Brotaufstrichen, T\u00fctensuppen, Fertigpizzen, aber auch in Kerzen, Lippenstift, Seife, Zahnpasta und Shampoos \u2013 in etwa jedem zweiten Produkt eines Supermarktsortiments. Rund die H\u00e4lfte landet bisher vor allem als \u201eBiodiesel\u201c im Tank. Nach Angaben der Wirtschaftsagentur Bloomberg hat sich der weltweite Konsum seit dem Jahr 2000 auf j\u00e4hrlich 7,7 Kilogramm pro Person verdoppelt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e6fc0f5-h_20528817-1024x768-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-55589\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e6fc0f5-h_20528817-1024x768-1.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e6fc0f5-h_20528817-1024x768-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e6fc0f5-h_20528817-1024x768-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e6fc0f5-h_20528817-1024x768-1-453x340.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>\u00a9 Chris de Bode \/ laif<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Doch das ist der indonesischen Regierung noch nicht genug: Trotz aller negativen Folgen der Regenwaldzerst\u00f6rung f\u00fcr Menschen, Tiere und das Klima will sie die Jahresproduktion des Landes bis 2020 um weitere 3,5 Millionen Tonnen steigern.&nbsp;Alle 25 Sekunden&nbsp;wird dabei in Indonesien ein Regenwaldgebiet in der Gr\u00f6\u00dfe eines Fu\u00dfballfeldes zerst\u00f6rt. Zu den Abholzern z\u00e4hlen vor allem die Palm\u00f6l- und Papierindustrie.<\/p>\n\n<p class=\"wpb_wrapper paraphrase\">59 Millionen Tonnen Palm\u00f6l stammen aus Indonesien und Malaysia \u2013 das sind 85 Prozent der weltweiten Jahresproduktion. Deutschland importiert j\u00e4hrlich rund 1,5 Milionen Tonnen, vorwiegend aus diesen beiden L\u00e4ndern<\/p>\n\n<p>Um Palm\u00f6lplantagen anzulegen, werden Regenw\u00e4lder oft ohne Lizenz abgeholzt und Torfmoore trockengelegt. Dabei entweichen riesige Mengen an Kohlenstoff, die rund zw\u00f6lf Prozent der weltweiten Emissionen ausmachen. Zwischen 1990 und 2015 wurden in Indonesien 24 Millionen Hektar Regenwald zerst\u00f6rt, das entspricht ann\u00e4hernd der Gr\u00f6\u00dfe Gro\u00dfbritanniens. Mit dem Wald verschwindet der Lebensraum f\u00fcr ungez\u00e4hlte Tiere und Pflanzen \u2013 in keinem anderen Land sind mehr Arten vom Aussterben bedroht.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verheerende Folgen<\/h3>\n\n<p>In Indonesien brennen immer wieder W\u00e4lder und Moore. Denn Feuer zu legen ist die einfachste Methode, um Platz f\u00fcr Palm\u00f6lplantagen zu schaffen. Zudem beg\u00fcnstigen trockengelegte Moore Fl\u00e4chenbr\u00e4nde. Immer wieder helfen Greenpeace-Aktivisten den Feuerwehreinsatzkr\u00e4ften vor Ort beim L\u00f6schen. Besonders schlimm war es im El-Ni\u00f1o-Jahr 2015: Die Br\u00e4nde beeintr\u00e4chtigten ganz S\u00fcdostasien und katapultierten Indonesien zeitweise an die Spitze der Treibhaus\u00adgasemittenten \u2013 in wenigen Wochen stie\u00df der Inselstaat mehr Kohlendioxid aus als Deutschland in einem ganzen Jahr. Rund 100&#8217;000 Menschen starben deswegen 2015 in S\u00fcdostasien vorzeitig an Atemwegs\u00aderkrankungen. Denn aufgrund der gro\u00dffl\u00e4chigen Br\u00e4nde hatten sich lang anhaltende, giftige Rauchschwaden entwickelt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c45fe21c-gp04njo_high_res-1024x683-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-55588\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c45fe21c-gp04njo_high_res-1024x683-1.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c45fe21c-gp04njo_high_res-1024x683-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c45fe21c-gp04njo_high_res-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c45fe21c-gp04njo_high_res-1024x683-1-510x340.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>\u00a9 Ulet Ifansasti \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Doch nicht nur Menschen geh\u00f6ren zu den Opfern der Br\u00e4nde \u2013 auch die Tiere sind stark vom Eingriff in ihren Lebensraum betroffen, vor allem Orang-Utans. Obwohl die Menschenaffen streng gesch\u00fctzt sind, werden ausgewachsene Tiere, die sich in die Palmenplantagen verirren, get\u00f6tet oder verkauft. Der Bestand der rothaarigen Primaten ist seit 1900 um mehr als 90 Prozent geschrumpft. Mit jedem Hektar, der brandgerodet und trockengelegt wird, schwinden die Lebensr\u00e4ume der Tiere. Die verwaisten Orang-Utan-Babies sammeln Organisationen wie die Borneo Orang-Utan Survival Foundation regelm\u00e4\u00dfig ein. In Aufzuchtstationen werden sie aufgep\u00e4ppelt und sp\u00e4ter wieder ausgewildert. Nahezu ausgestorben ist auch der in Indonesien heimische Sumatra-Tiger. In freier Wildbahn existieren nur noch rund 400 Exemplare.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/85f70d9e-h_17.14901292-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7926\"\/><figcaption>\u00a9 Kemal Jufri \/ laif<\/figcaption><\/figure>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gier der Konzerne<\/h3>\n\n<p>Wo Palm\u00f6l drin ist, steht zumindest bei Lebensmitteln drauf. Unter welchen Bedingungen das billige Fett hergestellt wird, ist damit aber noch nicht klar. Die bisherigen Zertifikate des Runden Tisches f\u00fcr nachhaltiges Palm\u00f6l (RSPO) \u2013 ein freiwilliger Zusammenschluss von Produzenten \u2013 sind nicht verl\u00e4sslich und viel zu lasch, beispielsweise schlie\u00dfen sie Waldzerst\u00f6rung und Torftrockenlegung nicht aus. Strengere Kriterien liegen der sogenannten Palmoil Innovation Group (POIG) zugrunde, allerdings haben sich dieser Initiative bislang nur wenige Herstellerfirmen angeschlossen.<\/p>\n\n<p>Ein aktueller Greenpeace-Report zeigt, dass sowohl der gr\u00f6\u00dfte Palm\u00f6lh\u00e4ndler Wilmar als auch Konsumg\u00fcterhersteller wie Nestl\u00e9, Unilever oder Mondel\u0113z immer noch Palm\u00f6l von Firmen beziehen, die Regenw\u00e4lder zerst\u00f6ren und lokalen Gemeinden das Land rauben. Greenpeace dokumentiert, dass 25 Palm\u00f6lfirmen seit 2015 mehr als 130.000 Hektar Wald in Indonesien zerst\u00f6rten, eine Fl\u00e4che halb so gro\u00df wie das Saarland. Etwa 40 Prozent der Entwaldung geschah im indonesischen Papua, einer Region mit der weltweit h\u00f6chsten Artenvielfalt, die bis vor kurzem von der Palm\u00f6l\u00adindustrie verschont blieb.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Greenpeace Indonesien handelt<\/h3>\n\n<p>Ab Anfang 2020 soll f\u00fcr Palm\u00f6l kein Regenwald mehr gerodet werden. Die indonesische Greenpeace-Waldkampaignerin Annisa Rahmawati setzt auf die Macht der Verbraucher, um W\u00e4lder und Orang-Utans zu retten. Im Kurz-Interview erz\u00e4hlt sie von den Pl\u00e4nen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/39c6fdf3-annisa-profile-pic-large_new_foto-sarah-laine.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7932\"\/><figcaption>\u00a9 Sarah Laine<\/figcaption><\/figure>\n\n<p><em>Jedes zweite Produkt, das wir im Supermarkt kaufen, enth\u00e4lt Palm\u00f6l. Au\u00dferdem landet es als Sprit im Tank. Es ist billig, gut zu verarbeiten, aber problematisch. Warum?<\/em><\/p>\n\n<p>Das Problem ist nicht das Palm\u00f6l selbst, sondern die Art und Weise, wie es angebaut wird. Gierige Konzerne wollen immer mehr Profite machen und vergr\u00f6\u00dfern ihre Anbaufl\u00e4chen. Den Preis f\u00fcr den Raubbau zahlen wir, die Menschen und die Natur in Indonesien.<\/p>\n\n<p><em>Was unternimmt die Regierung denn, um diese katastrophale Entwicklung einzud\u00e4mmen?<\/em><\/p>\n\n<p>Die Politik tut viel zu wenig. Zum Beispiel hat der Pr\u00e4sident uns versprochen, die Anbaugebiete zu kartografieren, damit wir einen \u00dcberblick \u00fcber bereits zerst\u00f6rte Regenwaldgebiete haben. Bis heute gibt es eine solche Karte nicht. Um die Entwaldungsrate klein zu halten, wertet die Regierung sogar industrielle Plantagen als Wald. Das ist unglaublich. Denn nichts an diesem Wald ist mehr Wildnis. Au\u00dferdem setzt sie immer wieder ganz bewusst falsche Zahlen in die Welt und irritiert die \u00d6ffentlichkeit mit unwahren Behauptungen. Da muss man von Betrug sprechen. Beispielsweise machen die Politiker lokale Gemeinden f\u00fcr die Feuer verantwortlich. Das ist v\u00f6lliger Nonsens.<\/p>\n\n<p><em>Gibt es denn eine umweltvertr\u00e4g\u00adlichere Alternative?<\/em><\/p>\n\n<p>Jede andere Monokultur w\u00fcrde genau die gleichen Probleme mit sich bringen. Es geht uns deshalb nicht darum, Palm\u00f6l zu verbannen, sondern die Erzeugung grundlegend zu ver\u00e4ndern. Ziel muss es zum Beispiel sein, lokale Anbauer zu st\u00fctzen und zu beraten, damit sie auch ohne den Einsatz von Agrargiften ihre Produktivit\u00e4t erh\u00f6hen k\u00f6nnen. In den Industriel\u00e4ndern muss die Lebensmittelverschwendung reduziert werden. Und die Regierung in&nbsp;Jakarta muss die Expansion der Anbaufl\u00e4che sofort stoppen.<\/p>\n\n<p><em>Greenpeace k\u00e4mpft seit mehr als zehn Jahren gegen die Palm\u00f6l-Industrie. Mit Erfolg?<\/em><\/p>\n\n<p>Ja, wir haben bereits wichtige Ergebnisse erzielt. Wir h\u00e4tten es nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass sich gro\u00dfe Firmen freiwillig zum Waldschutz verpflichten. Seit dem Versprechen, ab 2020 nicht mehr zu roden, haben wir sie st\u00e4ndig im Visier, kontrollieren, was sie tun, reden mit der Bev\u00f6lkerung, unternehmen Kontrollfl\u00fcge. Es ist nur leider so, dass die Konzerne bisher nichts ge\u00e4ndert haben \u2013 dabei sind es bis zum Stichtag, dem 1. Januar 2020, nur noch rund 420 Tage. Sie haben offensichtlich nicht vor, ihre Zusagen einzuhalten. Deshalb schlagen wir Alarm: Wir m\u00fcssen den Regenwald retten, jetzt oder nie! 2020 wird das entscheidende Jahr \u2013 f\u00fcr das Klima, f\u00fcr die W\u00e4lder und den Artenschutz.<\/p>\n\n<p><em>Wie will Greenpeace das konkret erreichen?<\/em><\/p>\n\n<p>Von den Firmen fordern wir Transparenz. Unilever, Nestl\u00e9, Ferrero oder Mars m\u00fcssen offenlegen, woher sie ihr Palm\u00f6l beziehen, damit Verbraucher entscheiden k\u00f6nnen, welche Waren sie in ihren Einkaufskorb legen. Wir bauen auf die Macht der Verbraucher, sie sind unsere wichtigsten Unterst\u00fctzer. Mit ihrer Hilfe k\u00f6nnen wir den Konzernen beikommen. Jeder Konsument muss sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass viele Produkte, die Palm\u00f6l enthalten, das Sterben bedrohter Menschenaffen, die Vertreibung von kleinen Bauern, illegale Regenwaldzerst\u00f6rung, Waldbr\u00e4nde und immense Klimasch\u00e4den bewirken. Schon in den vergangenen Jahren gab es massive Unterst\u00fctzung aus aller Welt f\u00fcr unsere Aktionen und Kampagnen. Hunderttausende haben Petitionen unterschrieben. Jetzt brauchen wir eine globale Bewegung, um unsere Lebensgrundlagen zu retten. Es liegt an uns allen, noch haben wir es in der Hand.<\/p>\n\n<p><em>Wie ist die Lage derzeit?<\/em><\/p>\n\n<p>Inzwischen brennt es jedes Jahr. Besonders betroffen ist West-Kalimantan auf der Insel<br>\nBorneo. Immer wieder ist ein Team von uns&nbsp; vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Im Jahr 2015 war es mit den Br\u00e4nden ganz schlimm. Die Menschen konnten kaum mehr atmen. Alles war in Rauchschwaden geh\u00fcllt. Die Feuer sind keine Naturkatastrophe, sondern von Menschen gelegt, denn das ist die billigste Art, Land zu gewinnen. Die D\u00fcrre und El Ni\u00f1o haben die Br\u00e4nde aber zus\u00e4tzlich angefacht.<\/p>\n\n<p><em>Ist dein Job gef\u00e4hrlich? Werden Aktivisten bedroht?<\/em><\/p>\n\n<p>Wir werden immer mal wieder bedroht, das geh\u00f6rt f\u00fcr uns Kampaigner dazu. K\u00fcrzlich fuhr ich mit der Rainbow Warrior nach Papua. Dort kamen auf einmal 60 w\u00fctende Leute auf uns zu. Sie warfen uns vor, ihre Entwicklungschancen zunichte zu machen. Bisher hatte ich Gl\u00fcck, aber ja, das kann auch mal ernst werden. Meine Mutter hat immer gesagt, dass man nie die Hoffnung verlieren darf. Das werde ich auch nicht. Alles, was wir tun, wird etwas bewirken, davon bin ich fest \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n<p>Nicht nur Greenpeace Indonesien setzt sich f\u00fcr das Ende von Palm\u00f6l ein. In Rotterdam beispielsweise protestierten Greenpeace-Aktivisten 2016 mit gro\u00dfen Baumst\u00e4mmen am Zugang zur Raffinerie eines der weltgr\u00f6\u00dften Palm\u00f6lh\u00e4ndler. Mit Aktionen wie dieser, aber auch mit investigativen Reports, Petitionen, Umfragen und Onlinekampagnen k\u00e4mpft Geenpeace seit mehr als zehn Jahren in vielen L\u00e4ndern gegen die schmutzigen, ausbeuterischen und von internationalen Banken finanzierten Gesch\u00e4fte der Palm\u00f6lindustrie.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/04\/da2ef6fd-gp0stq5c9_high_res-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7934\"\/><figcaption>\u00a9 Marten van Dijl \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Mehr zum Thema Palm\u00f6l und Waldrodungen und wie du dich dagegen einsetzen kannst, findest du <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/themen\/wald\/\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ist Palm\u00f6l ein ideales pflanzliches Fett, leicht zu verarbeiten und vielfach einsetzbar. 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