{"id":45638,"date":"2019-09-20T07:00:00","date_gmt":"2019-09-20T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=45638"},"modified":"2020-06-03T17:35:33","modified_gmt":"2020-06-03T15:35:33","slug":"saftig-und-knackig-wie-ein-einfacher-kohlrabi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/45638\/saftig-und-knackig-wie-ein-einfacher-kohlrabi\/","title":{"rendered":"\u00abSaftig und knackig wie ein einfacher Kohlrabi\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"p1\"><strong>Mit der Aktion \u00abAll you can\u2019t eat\u00bb weisen die Schweizer Umweltverb\u00e4nde auf den Klimawandel hin. Bei der Aktion im Vorfeld der Wahlen kochen Schweizer K\u00f6che traditionelle Schweizer Gerichte. Sie verwenden dabei jedoch nur Zutaten, die auch bei einem Temperaturanstieg von mehr als 3 Grad noch angebaut werden k\u00f6nnen. Sie zeigen also konkret auf, wie der Klimawandel unsere liebsten Gerichte geschmacklich und optisch ver\u00e4ndern wird.<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Aus dem WWF-Magazin 3\/19, von Flavian Cajacob<\/em><\/p>\n\n<p>Wir K\u00f6che haben eine Verantwortung: gegenu\u0308ber unseren G\u00e4sten, unserem Beruf, der Umwelt, den Herstellern, den Produkten. Im \u00abJakob\u00bb in Rapperswil servieren wir, was die Natur, die Jahreszeit, was die H\u00f6fe und die Seen gerade so hergeben. Deshalb pflegen wir den direkten Kontakt zu den Produzenten. Bevor ich in der Ku\u0308che auftauche, bin ich schon beim Bauern gewesen, beim Fischer, beim Metzger, beim Kr\u00e4uterg\u00e4rtner auch. Natu\u0308rlich kenne ich auch die konventionelle Ku\u0308che. Wenn du da zum Jahresende die Statistik anschaust und siehst, wie viele Tonnen Rindsfilet in 12 Monaten serviert werden, dann ger\u00e4tst du ins Gru\u0308beln, ob nicht etwas auf der Strecke geblieben ist. Ich habe gemerkt, dass ich das nicht mehr mitmachen will.<\/p>\n\n<p>Mein bestes Argument fu\u0308r eine auf Nachhaltigkeit, Regionalit\u00e4t und Qualit\u00e4t ausgelegte Gastronomie sind und bleiben unsere Gerichte. Sie k\u00f6nnen sich gar nicht vorstellen, wie saftig und knackig so ein einfacher Kohlrabi aus heimischer Landwirtschaft schmeckt! Kein Vergleich zu diesem faden Gemu\u0308se aus der Massenproduktion. Sowieso: Unser Gaumen hat sich an industrielle Produkte gew\u00f6hnt, die stets gleich schmecken und h\u00e4ufig von weit her eingeflogen werden. Wenn ich dann von Gastronomen h\u00f6re, an alledem trage der Gast allein die Schuld, weil er es ja so wu\u0308nsche, dann ist das fu\u0308r mich eine Bankrotterkl\u00e4rung und ein Verrat an unserem Beruf. Wer wie wir strikt auf eine regionale Ku\u0308che setzt, der ist bereit, einen Mehraufwand zu betreiben. Das hat sicherlich seinen Preis, wenngleich ich nicht glaube, dass lokal und saisonal bezogene Produkte letztlich teurer sind als eingeflogene. Manchmal frage ich mich sowieso, weshalb wir beim Essen so viel u\u0308ber den Preis diskutieren mu\u0308ssen. Essen ist lebenswichtig. Ist ein neues Auto auch lebenswichtig? Ein neues Smartphone? Meiner Meinung nach ist der Stellenwert von Essen bei uns viel zu tief angesiedelt.<\/p>\n\n<p>Weshalb ich bei der Aktion \u00abAll you can\u2019t eat\u00bb mitmache? Wie gesagt: Wir K\u00f6che haben eine Verantwortung. Will ich weiterhin auf hohem Niveau reu\u0308ssieren, bin ich auf eine intakte Umwelt angewiesen. Ich will den Leuten praktisch aufzeigen, dass man mit ein bisschen Fantasie aus lokalen Produkten ganz tolle Gerichte zaubern kann. Das ist eine Freude fu\u0308r den Gaumen \u2013 und fu\u0308r das Gewissen.<\/p>\n\n<p><em><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.allyoucanteat.ch\/\" target=\"_blank\">Hier<\/a> findest du mehr Infos zur\u00a0\u00abAll you can\u2019t eat\u00bb-Kampagne<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Aktion \u00abAll you can\u2019t eat\u00bb weisen die Schweizer Umweltverb\u00e4nde auf den Klimawandel hin. Bei der Aktion im Vorfeld der Wahlen kochen Schweizer K\u00f6che traditionelle Schweizer Gerichte. 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