{"id":5460,"date":"2016-11-18T00:00:00","date_gmt":"2016-11-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5460\/ensi-vertraut-blind-in-akw-hersteller-unter-faelschereiverdacht\/"},"modified":"2019-05-30T07:01:39","modified_gmt":"2019-05-30T05:01:39","slug":"ensi-vertraut-blind-in-akw-hersteller-unter-faelschereiverdacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5460\/ensi-vertraut-blind-in-akw-hersteller-unter-faelschereiverdacht\/","title":{"rendered":"ENSI vertraut blind in AKW-Hersteller unter F\u00e4lschereiverdacht"},"content":{"rendered":"<p><b>In den AKW Beznau und Leibstadt sind m\u00f6glicherweise fehlerhafte Anlagenteile im Einsatz. Doch die Aufsichtsbeh\u00f6rde ENSI vertraut blind auf die Angaben des Herstellers, wonach alles in Ordnung sei \u2013 im Gegensatz zur franz\u00f6sischen Aufsichtsbeh\u00f6rde. Greenpeace Schweiz kritisiert, gest\u00fctzt auf ein neues Gutachten, dieses fahrl\u00e4ssige Vorgehen und fordert auch hierzulande umfangreiche Tests.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>In den AKW Beznau und Leibstadt sind Schmiedeteile aus zweifelhafter Herkunft eingebaut: Sie stammen aus der Schmiede \u00abLe Creusot\u00bb, welche heute zum Atomkonzern Areva geh\u00f6rt und bei der massive M\u00e4ngel in der Dokumentation der Bauteile entdeckt wurden. Nach einer Phase der Unsicherheit folgte Mitte August die vermeintliche Entwarnung durch das ENSI: Die Schmiedeteile seien \u00abvollst\u00e4ndig dokumentiert und von den Unregelm\u00e4ssigkeiten nicht betroffen.\u00bb (<a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/24940829\/87389de1b9b5-ogvte6\">ENSI-Mitteilung vom 17.8.2016<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Potenziell grosse Gefahr<br \/><\/strong>Ein Gutachten des unabh\u00e4ngigen Atomexperten John Large im Auftrag von Greenpeace Schweiz weckt jetzt aber grosse Zweifel am Vorgehen des ENSI. Large h\u00e4lt fest, dass ja genau in den Dokumentationen der Anlageteile bei Le Creusot grosse M\u00e4ngel entdeckt worden sind \u2013 entsprechend k\u00f6nne sich das ENSI nicht einfach auf die Herstellerangaben verlassen bzw. darauf vertrauen, dass die Dokumentationen der Schmiedeteile f\u00fcr Beznau und Leibstadt nicht auch vom F\u00e4lschungsskandal betroffen sind. \u00abDas ENSI verschliesst die Augen vor einer potenziell grossen Gefahr\u00bb, warnt Stefan F\u00fcglister, Atomexperte von Greenpeace Schweiz. Die bei Beznau m\u00f6glicherweise betroffenen Dampferzeuger sind eine AKW-Komponente, die sehr wichtig ist f\u00fcr die Sicherheit.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Franzosen pr\u00fcfen \u2013 Schweizer nicht<br \/><\/strong>Das blinde Vertrauen des ENSI erstaunt auch insofern, als dass die franz\u00f6sische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ASN umfangreiche Tests an den Komponenten angeordnet hat. \u00abDas ENSI vernachl\u00e4ssigt seine Aufgabe str\u00e4flich\u00bb, kritisiert F\u00fcglister. Greenpeace Schweiz fordert, dass die Schweizer Aufsichtsbeh\u00f6rde umfangreiche Tests in beiden Bl\u00f6cken von Beznau sowie auch in Leibstadt anordnet. Der Zeitpunkt daf\u00fcr w\u00e4re g\u00fcnstig: Beznau 1 und Leibstadt stehen derzeit ohnehin still.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen:<br \/>Thomas M\u00e4der, Medienverantwortlicher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/24940830\/87389de1b9b5-ogvte6\">Kurzgutachten von John Large<\/a> (englisch)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den AKW Beznau und Leibstadt sind m\u00f6glicherweise fehlerhafte Anlagenteile im Einsatz. Doch die Aufsichtsbeh\u00f6rde ENSI vertraut blind auf die Angaben des Herstellers, wonach alles in Ordnung sei \u2013 im&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-5460","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5460"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5460\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5460"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=5460"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=5460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}