{"id":5464,"date":"2016-11-26T00:00:00","date_gmt":"2016-11-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5464\/schweizer-stimmvolk-verpasst-akw-betreibern-einen-denkzettel\/"},"modified":"2022-02-15T08:11:21","modified_gmt":"2022-02-15T07:11:21","slug":"schweizer-stimmvolk-verpasst-akw-betreibern-einen-denkzettel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5464\/schweizer-stimmvolk-verpasst-akw-betreibern-einen-denkzettel\/","title":{"rendered":"Schweizer Stimmvolk verpasst AKW-Betreibern einen Denkzettel"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Schweizer Stimmvolk hat die Initiative f\u00fcr einen geordneten Atomausstieg abgelehnt. Mit dem hohen Ja-Anteil hat die Bev\u00f6lkerung den AKW-Betreibern aber einen Denkzettel verpasst. In der Pflicht steht nun insbesondere die Beznau-Betreiberin Axpo: Sie muss die Sorgen der Bev\u00f6lkerung ernst nehmen und darf das \u00e4lteste Atomkraftwerk der Welt nicht wieder einschalten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Schweiz hat heute eine historische Chance verpasst: Die Stimmbev\u00f6lkerung hat die Initiative f\u00fcr einen geordneten Atomausstieg abgelehnt. Die solide Zustimmung verr\u00e4t ein grosses Unbehagen in der Bev\u00f6lkerung: \u00abImmer mehr Schweizerinnen und Schweizer sind nicht mehr bereit, sich tagt\u00e4glich den steigenden Risiken durch alternde AKW auszusetzen\u00bb, sagt Christian Engeli, Kampagnenleiter von Greenpeace Schweiz und Co-Leiter der Abstimmungs-Allianz. \u00abDie Beznau-Betreiberin Axpo kann dieses Unbehagen nicht l\u00e4nger ignorieren.\u00bb Die Umweltorganisation fordert deshalb, dass die Axpo ihre Wiederinbetriebnahme-Pl\u00e4ne f\u00fcr das ohnehin unwirtschaftliche AKW Beznau endlich begr\u00e4bt. \u00abWeiterhin Steuergeld zu verdunsten in einem Kraftwerk, das niemand will, das ist v\u00f6llig inakzeptabel\u00bb, meint Engeli.<\/p>\n<p><strong>ENSI st\u00e4rken<br \/>\n<\/strong>Dass eine Mehrheit gegen Abschaltdaten f\u00fcr Atomkraftwerke gestimmt hat, kann auch mit dem offenbar noch immer intakten Vertrauen in die Aufsichtsbeh\u00f6rde ENSI erkl\u00e4rt werden. Genau diese Beh\u00f6rde wird nun aber weiter unter Druck kommen von den Betreibern: Diese werden weiterhin nichts unversucht lassen, dass der Begriff der \u00abSicherheit\u00bb zu ihren Gunsten ausgelegt wird \u2013 vor allem wenn sich ein AKW, wie Beznau, dem Ende seiner Laufzeit n\u00e4hert. \u00abDas ENSI muss einerseits St\u00e4rke zeigen, andererseits aber auch politisch gest\u00e4rkt werden\u00bb, fordert Greenpeace-Kampagnenleiter Engeli.<\/p>\n<p><strong>Strategie \u00e4ndern<br \/>\n<\/strong>Schliesslich muss das Abstimmungsresultat aber auch ein Weckruf sein f\u00fcr die AKW-Betreiber. Weltweit sind erneuerbare Energien auf der \u00dcberholspur, und mit einem Ja des Stimmvolks zur Energiestrategie 2050 wird auch die Schweiz bei der Energiewende den Fuss etwas von der Bremse nehmen. Das m\u00fcssen die grossen Energiekonzerne erkennen und endlich ihre Strategie umstellen: Weg vom Produzenten defizit\u00e4rer Atomenergie, hin zum Dienstleister f\u00fcr dezentrale, erneuerbare Energie. \u00abDer Zeitplan fehlt nun leider, aber der Atomausstieg wird auch ohne die Initiative in absehbarer Zeit Tatsache werden\u00bb, sagt Engeli. \u00abJe schneller das die grossen Konzerne einsehen, desto besser \u2013 f\u00fcr uns als B\u00fcrger und Steuerzahlerinnen.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen:<br \/>\nChristian Engeli, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz, 079 947 91 04,<br \/>\nThomas M\u00e4der, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schweizer Stimmvolk hat die Initiative f\u00fcr einen geordneten Atomausstieg abgelehnt. Mit dem hohen Ja-Anteil hat die Bev\u00f6lkerung den AKW-Betreibern aber einen Denkzettel verpasst. 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