{"id":5481,"date":"2016-10-10T00:00:00","date_gmt":"2016-10-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5481\/geordneter-atomausstieg-schafft-planungs-und-versorgungssicherheit\/"},"modified":"2019-05-30T07:02:08","modified_gmt":"2019-05-30T05:02:08","slug":"geordneter-atomausstieg-schafft-planungs-und-versorgungssicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5481\/geordneter-atomausstieg-schafft-planungs-und-versorgungssicherheit\/","title":{"rendered":"Geordneter Atomausstieg schafft Planungs- und Versorgungssicherheit"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Bundesrat hat heute seine Argumente gegen die Atomausstiegsinitiative vertreten, \u00fcber welche Volk und St\u00e4nde am 27. November abstimmen werden. Dabei wurden aus Sicht der Allianz \u00abf\u00fcr den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie\u00bb einige zentrale Punkte der Volksinitiative nicht genannt und deren Auswirkungen nicht den aktuellsten Daten entsprechend dargestellt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"m_4311444092458746168lauftext\"><strong>Geordneter Atomausstieg sorgt f\u00fcr mehr Versorgungssicherheit:\u00a0<\/strong>Ganz im Gegensatz zur aktuellen Situation, wo durch technische Probleme in den AKW Beznau I und Leibstadt \u00fcber den Winter unplanm\u00e4ssig 18 % der gesamten Schweizer Stromproduktion\u00a0(rund 40 % des Atomstroms) entfallen, sorgt die Volksinitiative f\u00fcr Ordnung statt Zufall und Chaos. Der Atomausstieg wird nicht wie heute Knall auf Fall, sondern schrittweise und geordnet vor sich gehen. Dies gibt vor allem auch der Swissgrid Planungssicherheit, da sie ihre Netzprojekte strategisch priorisieren kann. Die Abschaltfristen sind vern\u00fcnftig.<\/p>\n<p class=\"m_4311444092458746168lauftext\"><strong>Es gibt gen\u00fcgend erneuerbaren\u00a0Ersatz f\u00fcr Schweizer AKW:\u00a0<\/strong>Die Fristen zur Abschaltung der AKW sind wohl durchdacht. 2017 gingen gem\u00e4ss der Volksinitiative die \u00e4ltesten und gleichzeitig kleinsten AKW vom Netz, die gerade mal 15 % der Schweizer Stromproduktion ausmachen. In Tat und Wahrheit ist deren Produktion bereits heute durch Erneuerbare ersetzt, durch Schweizer Investitionen im In- und Ausland. In der Schweiz sind KEV-Anlagen in Betrieb, die insgesamt rund 3.4 TWh erneuerbare Energie pro Jahr erzeugen. Dazu kommen, wie die Organisation Energiezukunft Schweiz in einer eigenen Studie nachgewiesen hat, Investitionen der grossen Schweizer Energieversorger und der wichtigsten institutionellen Anleger in erneuerbare Energieproduktionsanlagen im Ausland. Diese liefern zus\u00e4tzlich pro Jahr mehr als 6.5 TWh Energie aus neuen erneuerbaren Quellen. Die beiden leistungsf\u00e4higeren AKW G\u00f6sgen und Leibstadt w\u00fcrden bis 2024 resp. 2029 weiterlaufen. Bis dahin ist der vollst\u00e4ndige Ersatz durch einheimische erneuerbare Energie machbar.<\/p>\n<p class=\"m_4311444092458746168lauftext\"><strong>Automausstieg hat keinen Einfluss auf Auslandabh\u00e4ngigkeit:\u00a0<\/strong>Unser Land ist heute stark von ausl\u00e4ndischen Lieferanten abh\u00e4ngig, denn die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber kein Uran. Der Brennstoff, mit welchem AKW betrieben werden, wird bereits heute vollst\u00e4ndig aus dem Ausland importiert. Teilweise gar aus politisch heiklen Weltregionen. Sofern nach dem Atomausstieg \u2013 etwa im Winter \u2013 ausl\u00e4ndischer Strom importiert werden m\u00fcsste, ist dies auch ohne Atom- oder Kohlekraft m\u00f6glich: die angrenzenden, potenziellen Stromlieferanten haben ebenfalls umger\u00fcstet und bieten bereits heute beachtliche Mengen an sauberer, erneuerbarer Energie.<\/p>\n<p class=\"m_4311444092458746168lauftext\"><strong>Entsch\u00e4digungsklagen sind nichts als eine Drohkulisse:\u00a0<\/strong>Die AKW-Betreiber waren schnell zur Stelle und k\u00fcndigten kostspielige Entsch\u00e4digungsklagen an, sollten Volk und St\u00e4nde dem geordneten Atomausstieg zustimmen. Mit dieser Drohung macht die atomare Lobby seit Jahren billigste Kampagne, denn grunds\u00e4tzlich ist dieses Klagerecht gegeben. Jedoch: wo es keinen Schaden gibt, gibt es auch nichts zu entsch\u00e4digen. Weil die Atomstromproduktion l\u00e4ngst kein rentables Gesch\u00e4ftsmodell mehr ist, sondern die Produktionskosten die Einnahmen \u00fcbersteigen, wird es auch keine Entsch\u00e4digungsklagen geben, die ein Gericht gutheissen m\u00fcsste. In den n\u00e4chsten Jahren rechnet man mit rund 500 Millionen Franken Defiziten durch den Betrieb der AKW.<\/p>\n<p class=\"m_4311444092458746168lauftext\">Die Allianz \u00abf\u00fcr den geordneten Atomausstieg\u00bb umfasst derzeit \u00fcber 40 Tr\u00e4gerorganisationen der Zivilgesellschaft. Weiter unterst\u00fctzen zahlreiche Exponenten mannigfacher politischer Couleur und Berufsherkunft den geordneten Atomausstieg aus pers\u00f6nlichem Engagement.<\/p>\n<p class=\"m_4311444092458746168footer_titel\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"m_4311444092458746168footer_titel\">F\u00fcr Fragen stehen zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<p class=\"m_4311444092458746168footer_list\"><strong>Regula Rytz,\u00a0<\/strong>Co-Pr\u00e4sidentin Allianz f\u00fcr den geordneten Atomausstieg, Nationalr\u00e4tin, Pr\u00e4sidentin Gr\u00fcne Schweiz, 079 353 86 38<br \/><strong>Christian Engeli,\u00a0<\/strong>Co-Pr\u00e4sident Allianz f\u00fcr den geordneten Atomausstieg, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz, 079 947 91 04<br \/><strong>Kaspar Schuler,\u00a0<\/strong>Gesch\u00e4ftsleiter Allianz Atomausstieg, 079 702 86 52<br \/><strong>Andreas K\u00e4sermann,\u00a0<\/strong>Allianz f\u00fcr den geordneten Atomausstieg, Kommunikation &amp; Medien,<br \/>079 434 07 34<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hat heute seine Argumente gegen die Atomausstiegsinitiative vertreten, \u00fcber welche Volk und St\u00e4nde am 27. 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