{"id":5498,"date":"2016-11-02T00:00:00","date_gmt":"2016-11-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5498\/geordneter-atomausstieg-ist-ein-gewinn-fuer-mensch-und-umwelt\/"},"modified":"2019-05-30T07:02:31","modified_gmt":"2019-05-30T05:02:31","slug":"geordneter-atomausstieg-ist-ein-gewinn-fuer-mensch-und-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5498\/geordneter-atomausstieg-ist-ein-gewinn-fuer-mensch-und-umwelt\/","title":{"rendered":"Geordneter Atomausstieg ist ein Gewinn f\u00fcr Mensch und Umwelt"},"content":{"rendered":"<p><b>Wem die Umwelt, die Energiewende und der Heimatschutz am Herzen liegen, schreibt am 27. November ein beherztes \u00abJa\u00bb auf den Stimmzettel. Die Volksinitiative f\u00fcr einen geordneten Atomausstieg erh\u00f6ht nicht nur die Sicherheit f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, sondern reduziert auch die von uns verursachte Umweltbelastung. Die in der Umweltallianz vertretenen grossen Umweltschutzorganisationen \u2013 Greenpeace Schweiz, Pro Natura, VCS, WWF Schweiz und Schweizerische Energie-Stiftung SES \u2013 stehen deshalb vereint hinter der Initiative.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Initiative f\u00fcr den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie erg\u00e4nzt die Energiestrategie 2050 bestens und definiert einen klaren Zeitplan f\u00fcr die Abschaltung der Schweizer Altreaktoren bis im Jahr 2029.\u00a0\u00abDank einer Energieversorgung basierend auf erneuerbaren Energien und gesteigerter Energieeffizienz kann k\u00fcnftig eine sichere Stromversorgung auch ohne fossile und atomare Energietr\u00e4ger gew\u00e4hrleistet werden\u00bb, sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz.\u00a0<\/p>\n<p>Die Umweltbelastung und die Umweltkosten der Schweiz werden durch die Initiative erheblich reduziert: Atomstrom schneidet im Vergleich zu den Erneuerbaren schlecht ab, unter anderem wegen des \u00e4usserst problematischen radioaktiven Abfalls und der Aufbereitung des Urans. Hinzu kommen die verheerenden Folgen einer m\u00f6glichen Atomkatastrophe f\u00fcr Mensch und Natur: \u00abEin Unfall in einem AKW in der Schweiz w\u00fcrde weite Teile unseres dicht besiedelten Landes auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar machen und unsere vielf\u00e4ltigen Kulturlandschaften mit ihrer typischen Biodiversit\u00e4t unwiederbringlich zerst\u00f6ren\u00bb, sagt Rico Kessler von Pro Natura.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Erneuerbare k\u00f6nnen Atom und Kohle ersetzen<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p>Die Alternativen zum \u00e4ltesten AKW-Park der Welt sind schon jetzt vorhanden: In Europa wurden in den vergangenen Jahren sehr viele neue erneuerbare Anlagen gebaut, und der Strommix wird immer sauberer. Dazu beigetragen hat auch die Schweiz: \u00abMehr als ein AKW der Gr\u00f6sse von M\u00fchleberg wurde bereits im Inland ersetzt, mehr als zwei AKW durch Investitionen von Schweizer Energieversorgern im Ausland\u00bb, sagt Christian Engeli, Kampagnenleiter von Greenpeace Schweiz.\u00a0<\/p>\n<p>Alle Schweizer AKW k\u00f6nnen bis 2029 schrittweise ersetzt werden, und die Umweltallianz hat aufgezeigt, wie sich die Schweiz zu 100 Prozent aus einheimischem, erneuerbarem Strom versorgen kann: http:\/\/bit.ly\/2dXtdeV. Kaum ein anderes Land ist besser positioniert f\u00fcr die Energiewende als die Schweiz: Uns stehen die einheimische Wasserkraft, Sonne, Wind, Biomasse und Erdw\u00e4rme zur Verf\u00fcgung. Mit einer fachlich korrekten Abkl\u00e4rung von Standorten vonEnergieanlagen unter Einbezug der Heimat-, Natur- und Landschaftsschutzinteressen lassen sich Energieanlagen schnell und umweltvertr\u00e4glich realisieren.<\/p>\n<p>Die Gegner der Initiative bem\u00fchen als Argument gegen den Atomausstieg den Klimaschutz; das ist falsch und scheinheilig, denn gerade sie haben bisher eine Dreckstrom-Abgabe und mehr Klimaschutz verhindert. \u00abWegen dieser Initiative wird kein neues Kohlekraftwerk gebaut\u00bb, so Florian Brunner, SES-Projektleiter Fossile Energien &amp; Klima.\u00a0\u00abIm Gegenteil, die Ausstiegsinitiative ist auch f\u00fcr das Klima ein Gewinn: Sie bringt den n\u00f6tigen Schub f\u00fcr einen z\u00fcgigen und verbindlichen Umstieg auf klimaschonende erneuerbare Energietr\u00e4ger.\u00bb<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>F\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte:<\/em><\/p>\n<p>Christian Engeli, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz, 079 947 91 04<\/p>\n<p>Rico Kessler, Abteilungsleiter Politik und Internationales Pro Natura, 061 317 92 22<\/p>\n<p>Matthias\u00a0M\u00fcller, Leiter Public Affairs VCS, 031 328 58 54<\/p>\n<p>Thomas Vellacott,\u00a0CEO WWF Schweiz, 079 291 95 72<\/p>\n<p>Florian Brunner, Projektleiter Fossile Energien &amp; Klima SES, 044 275 21 24<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wem die Umwelt, die Energiewende und der Heimatschutz am Herzen liegen, schreibt am 27. 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