{"id":55156,"date":"2020-05-27T06:55:00","date_gmt":"2020-05-27T04:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=55156"},"modified":"2020-06-03T10:41:19","modified_gmt":"2020-06-03T08:41:19","slug":"die-financiers-der-klimakrise-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/55156\/die-financiers-der-klimakrise-2\/","title":{"rendered":"Die Financiers der Klimakrise: Credit Suisse und UBS erm\u00f6glichen weiterhin enorme CO2-Emissionen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der heute ver\u00f6ffentlichte Greenpeace-Bericht \u00abKlimasch\u00e4dliche Gesch\u00e4fte\u00bb zeigt, dass Credit Suisse und UBS trotz grossspuriger Bekenntnisse zum Klimaschutz auch vier Jahre nach Abschluss des \u00dcbereinkommens von Paris noch Milliardenbetr\u00e4ge ins Gesch\u00e4ft mit fossilen Energien stecken und dabei nicht vor besonders klimasch\u00e4digenden Gesch\u00e4ften mit Teersand, Fracking und Kohle zur\u00fcckscheuen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Wie die Auswertungen der Gesch\u00e4fte mit 101 Unternehmen aus dem Kohle-, \u00d6l- und Gassektor zeigen, haben Credit Suisse und UBS mit ihren Finanzierungen und Dienstleistungen in H\u00f6he von knapp 70 Mrd. US Dollar zwischen 2016 und 2019 insgesamt 290,1 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen erm\u00f6glicht. Das entspricht j\u00e4hrlich mehr CO<sub>2<\/sub>-Emissionen als innerhalb der Schweiz von Bev\u00f6lkerung und Industrie ausgestossen wurden. Besonders verst\u00f6rend ist, dass auch Unternehmen, welche voll auf die Neuerschliessung und F\u00f6rderung von extrem klimasch\u00e4digenden Energietr\u00e4gern wie Kohle sowie \u00d6l aus Teersanden und Fracking setzen, finanziert wurden, obwohl die bereits bekannten Reserven jetzt schon gr\u00f6sser sind, als jemals verbrannt werden d\u00fcrfte.<\/p>\n\n<p>\u00abF\u00fcr solche extrem klimasch\u00e4digenden Brennstoffe gibt es in einer klima-kompatiblem Wirtschaft schon jetzt keinen Platz. Dass die Banken trotz Bekenntnissen zum Klimaschutz F\u00f6rderfirmen mit Geld versorgen, welche die Erschliessung von solch extrem klimasch\u00e4dlichen Brennstoffen sogar ausweiten wollen, zeigt, dass ihre eigenen Richtlinien zu wenig greifen. Die Politik und die Regulierungsbeh\u00f6rden m\u00fcssen den Banken jetzt klare Vorgaben machen und durchsetzen.\u00bb sagt Peter Haberstich der Kampagne Klima- und Finanzwirtschaft von Greenpeace Schweiz.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sustainability Engagements der Banken sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind<\/h2>\n\n<p>Seit dem Pariser \u00dcbereinkommen haben Credit Suisse und UBS ihre Finanzierungen an Glencore ausgebaut, obwohl die expansive Kohlestrategie dieses Unternehmens nicht zum offiziell angepeilten Kohleausstieg der Banken passt. In der gleichen Zeit haben beide Grossbanken die Aktivit\u00e4ten des \u00d6lkonzerns Total mit 600 Millionen US-Dollar unterst\u00fctzt, obwohl das Unternehmen plant, seine umweltzerst\u00f6rende \u00d6lf\u00f6rderung aus Teersanden deutlich zu erh\u00f6hen. Es ist wenig verwunderlich, dass die von den Banken etablierten Fremdfinanzierungsrichtlinien ihre Wirkung verfehlen, denn es ist schlichtweg inkonsequent, wenn Projektfinanzierungen z. B. f\u00fcr den Bau von Kohlekraftwerken nicht mehr bereitgestellt werden, das gleiche Unternehmen aber weiterhin einen projektunabh\u00e4ngigen Unternehmenskredit erh\u00e4lt.<\/p>\n\n<p>Von den 101 analysierten Unternehmen aus dem fossilen Sektor, die von Credit Suisse und UBS finanziert werden, lobbyieren viele f\u00fcr die Aufhebung oder Aufweichung von geplanten oder bestehenden Klimaschutzgesetzen. Weniger als 5% dieser problematischen Unternehmen verfolgt ein wissenschaftlich fundiertes Klimaziel, womit klar wird, dass die \u00abEngagement-Strategien\u00bb der Banken gegen\u00fcber den fossilen Unternehmen praktisch wirkungslos sind.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Den Finanzplatz der Zukunft muss die Politik mitgestalten<\/h2>\n\n<p>F\u00fcr Greenpeace Schweiz zeigt die Analyse in aller Deutlichkeit, <strong>dass die Einhaltung des \u00dcbereinkommens von Paris durch die Akteure des Finanzplatzes Schweiz eine der h\u00f6chsten politischen Priorit\u00e4ten werden muss.<\/strong> Die zusammen mit dem Report ver\u00f6ffentlichte Massnahmen-Empfehlung \u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/so-wird-der-schweizer-finanzplatz-klimafreundlich\/\">So wird der Schweizer Finanzplatz klimafreundlich<\/a>\u00bb. zeigt die Schritte zur Transformation zu einem nachhaltigen Finanzplatz Schweiz im Detail auf.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Dazu geh\u00f6ren zuallererst ein sofortiger Ausstieg aus der Finanzierung von extrem sch\u00e4dlichen Brennstoffen. Die Produktion von anderen fossilen Brennstoffen darf nur noch finanziert werden, wenn die entsprechenden Firmen aufzeigen k\u00f6nnen, wie ihr Gesch\u00e4ftsmodell rechtzeitig klimaneutral wird. F\u00fcr die Finanzfl\u00fcsse in die globale Gesamtwirtschaft m\u00fcssen Finanzakteure ein szenariobasierten Transformationspfad erarbeiten und werden bei der Umsetzung durch regulative und lenkende Massnahmen durch den Staat unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Materialien<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/53979\/klimaschadliche-geschafte\">\u00abKlimasch\u00e4dliche Gesch\u00e4fte\u00bb<\/a>, erschienen am 27. Mai 2020<\/li><li>Positionspapier mit Massnahmen-Empfehlungen <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/05\/5eab3432-massnahmen_fuer_einen_klimafreundlichen_finanzplatz_greenpeace_de_screen.pdf\">\u00abSo wird der Schweizer Finanzplatz klimafreundlich\u00bb<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1s3O9JEOm3SSzqD_MDV2nzuGSf4CoxZN_\">Grafiken<\/a> des Reports<\/li><li>Bilder aus dem Bericht<\/li><li>Video zum Bericht<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/41790\/credit-suisse-und-ubs-wie-berechnet-ihr-euren-klimafussabdruck\">Eigene Zahlen von UBS und Credit Suisse<\/a> vs Zahlen von BoCC und Greenpeace<\/li><li>Aktueller Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/42337\/neuer-report-credit-suisse-und-ubs-an-europas-spitze-beim-risiko-geschaeft-mit-fossiler-energie\/\">\u00abBanking on Climate Change\u00bb<\/a><\/li><li>Letztj\u00e4hriger Report <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/3915\/schweizer-banken-und-die-von-ihnen-finanzierten-emissionen\">\u00abSchweizer Banken und die von ihnen finanzierten Emissionen\u00bb<\/a> von Greenpeace Schweiz (untersucht wurden da nur 47 Unternehmen aus dem extrem sch\u00e4dlichen fossilen Sektor)<\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr Ausk\u00fcnfte und Interviews stehen zur Verf\u00fcgung<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Peter Haberstich, Campaigner Klima und Finanzwirtschaft Greenpeace Schweiz: +41 76 337 44 49, <a href=\"mailto:peter.haberstich@greenpeace.org\">peter.haberstich@greenpeace.org<\/a><\/li><li>Natalie Favre, Mediensprecherin f\u00fcr Greenpeace Schweiz, +41 76 491 25 26, <a href=\"mailto:natalie.favre@greenpeace.org\">natalie.favre@greenpeace.org<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heute ver\u00f6ffentlichte Greenpeace-Bericht \u201cKlimasch\u00e4dliche Gesch\u00e4fte\u201d zeigt, dass Credit Suisse und UBS trotz grossspuriger Bekenntnisse zum Klimaschutz auch vier Jahre nach Abschluss des \u00dcbereinkommens von Paris noch Milliardenbetr\u00e4ge ins Gesch\u00e4ft mit fossilen Energien stecken.<\/p>\n","protected":false},"author":31,"featured_media":53980,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[35,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-55156","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-nachhaltiger-finanzplatz","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/31"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55156"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55156\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/53980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55156"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=55156"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=55156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}