{"id":5530,"date":"2016-09-04T00:00:00","date_gmt":"2016-09-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5530\/energiewende-schwungvoll-global-verhalten-national\/"},"modified":"2019-05-30T07:03:20","modified_gmt":"2019-05-30T05:03:20","slug":"energiewende-schwungvoll-global-verhalten-national","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5530\/energiewende-schwungvoll-global-verhalten-national\/","title":{"rendered":"Energiewende: schwungvoll global, verhalten national"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Zwischenbilanz von Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF zur Energiewende zeigt 2016 national verhalten positive Tendenzen und international erstaunlichen Schwung. Zu der Analyse passend pr\u00e4sentiert sich die von den Umweltorganisationen unterst\u00fctzte Energiestrategie 2050 als lauer Kompromiss, aber als erster Schritt in die richtige Richtung. Die Schlagkraft der erneuerbaren Energietr\u00e4ger zeigt: Die Schweiz ist reif f\u00fcr den geordneten Atomausstieg.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Schweizer Energiewende zeigt zaghaft, aber feststellbar Fortschritte gegen\u00fcber dem Vorjahr. 7 von 20 Indikatoren des Energiewende-Index der Umweltallianz haben sich positiv entwickelt. Die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen aus der Energieerzeugung sind um 1 Mio. Tonnen gesunken und der Anteil an erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch ist deutlich gestiegen. Der ungeplante Stillstand von AKW hat zu langsamer wachsenden Atomm\u00fcllbergen gef\u00fchrt. Voll auf Kurs ist die Energiewende in der Schweiz bei den Energieausgaben f\u00fcr die Volkswirtschaft, den Ausgaben f\u00fcr Stromimporte und bei den Stromkosten pro Haushalt. Trotzdem droht \u00a0die Schweiz den globalen Trend zu verpassen. Bei Indikatoren wie Atomsicherheit, Energieeffizienz oder Effizienz des Personenverkehrs rumpelt die Schweizer Energiewende geh\u00f6rig.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Erneuerbare Energietr\u00e4ger beweisen ihre Schlagkraft<br \/> <\/strong>Die globale Dynamik zeigt, wo die Post abgeht: bei den Erneuerbaren. Weltweit \u00fcbertreffen 2015 die Investitionen in den Zubau von erneuerbarer Energie (286 Milliarden US Dollar) die Investitionen in Gas und Kohle (130 Milliarden) deutlich. \u00a0\u00ab<em>Der Umstieg auf Erneuerbare kommt schneller als erwartet. Die installierte Leistung nimmt weltweit kontinuierlich zu\u00bb<\/em>, bilanziert Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz. Vellacott folgert daraus: \u00ab<em>Nur eine engagierte Energiepolitik erm\u00f6glicht, dass die Schweiz auf den fahrenden Zug aufspringen kann.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>In der Schweiz kommt der Schwung bei der Energiewende aus der Bev\u00f6lkerung und aus dem Gewerbe.\u00a0 Sie wird durch die Politik gebremst statt befeuert. Die aktuellen Zahlen der Umweltallianz zeigen: Setzt sich der Trend fort, werden 2025 gen\u00fcgend Projekte f\u00fcr erneuerbare Energieerzeugung vorliegen, um alle Schweizer AKW zu ersetzen<em>. \u00abBiomasse, Sonne und Wind haben 2015 die durchschnittliche Produktion von Beznau I \u00fcbertroffen. Per August 2016 haben so viele Anlagen von der KEV gr\u00fcnes Licht erhalten, dass auch Beznau II hinf\u00e4llig wird\u00bb,<\/em> fasst Markus Allemann, Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace Schweiz die neuesten Zahlen zusammen. Mit den Projekten auf der KEV-Warteliste w\u00fcrde auch M\u00fchleberg \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n<p><strong>Energiestrategie 2050 bringt gegen\u00fcber \u00abWeiter wie bisher\u00bb erhebliche Vorteile<\/strong><\/p>\n<p>Die Energiestrategie 2050 kurz vor der letzten Differenzbereinigung im Parlament ist f\u00fcr die Umweltorganisationen ein Kompromiss, aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sie verschafft der Schweiz gegen\u00fcber dem Szenario \u201eWeiter wie bisher\u201c erhebliche Vorteile. Die wenigen verbliebenen Gegner der Energiestrategie legen \u00a0keine Alternative vor. Daher sagt die Umweltallianz entschieden Ja zur Energiestrategie 2050. Gegen\u00fcber dem, was \u00f6kologisch bzw. sicherheitstechnisch notwendig w\u00e4re, ist die Vorlage jedoch unbefriedigend. Der Atomausstieg muss deshalb mit der Volksabstimmung am 27. November verbindlich festgelegt werden.<span style=\"text-decoration: underline;\"><br clear=\"all\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">F\u00fcr weitere Fragen:<\/span><\/p>\n<p>Elmar Grosse Ruse, WWF Schweiz, 078 745 23 41 (Fragen zum Energiewende-Index)<\/p>\n<p>Markus Allemann, Greenpeace Schweiz, 079 833 15 69<\/p>\n<p>Thomas Vellacott, WWF Schweiz, 079 291 95 72<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Referate, Zahlen zum aktuellen Zubau Erneuerbare global und in der Schweiz, Bilanz Energiestrategie 2050 etc.: <a href=\"http:\/\/www.umweltallianz.ch\/\">www.umweltallianz.ch<\/a> Index: <a href=\"http:\/\/www.energiewende-index.ch\/\">www.energiewende-index.ch<\/a><\/p>\n<p>Die Umweltallianz (Greenpeace, Pro Natura, VCS und der WWF) wird f\u00fcr die Begleitung der Energiewende erg\u00e4nzt durch Equiterre, Schweizerische Energiestiftung und SVS\/BirdLife Schweiz.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zwischenbilanz von Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF zur Energiewende zeigt 2016 national verhalten positive Tendenzen und international erstaunlichen Schwung. 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