{"id":5542,"date":"2016-09-19T00:00:00","date_gmt":"2016-09-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5542\/tisa-leak-greenpeace-niederlande-veroeffentlicht-geheime-tisa-verhandlungstexte\/"},"modified":"2022-02-15T08:13:00","modified_gmt":"2022-02-15T07:13:00","slug":"tisa-leak-greenpeace-niederlande-veroeffentlicht-geheime-tisa-verhandlungstexte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5542\/tisa-leak-greenpeace-niederlande-veroeffentlicht-geheime-tisa-verhandlungstexte\/","title":{"rendered":"TiSA-Leak: Greenpeace Niederlande ver\u00f6ffentlicht geheime TiSA-Verhandlungstexte"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace Niederlande hat heute neue Dokumente und eine detaillierte Analyse eines Teils der in Genf hinter verschlossenen T\u00fcren stattfindenden Verhandlungen f\u00fcr ein Abkommen \u00fcber den Handel mit Dienstleistungen (Trade in Services Agreement, TiSA) ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt der Dokumente ist gravierend und gibt Einblick in die weit fortgeschrittenen TiSA-Verhandlungen, die in direkten Widerspruch zu Demokratie und den Pariser Klimaschutz-Abkommen stehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Von der \u00d6ffentlichkeit bislang kaum beachtet, k\u00f6nnten die Verhandlungen \u00fcber TiSA bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Hinter verschlossenen T\u00fcren verhandelt, unterliegen die TiSA-Dokumente im Grundsatz einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen Ver\u00f6ffentlichungssperre nach Unterzeichnung des Abkommens. Die Dokumente finden sie unter <span class=\"s2\"><a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/24189276\/d9421824a6a-odsqh1\">www.tisa-leaks.org<\/a>.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die Ver\u00f6ffentlichung der TiSA-Dokumente erfolgt zu einem Zeitpunkt, da die schwierigen TTIP-Verhandlungen zwischen der US-Regierung und der EU ins Stocken geraten sind, und nachdem einflussreiche Politiker in Frankreich und Deutschland das Abkommen \u00f6ffentlich kritisiert haben. TTIP und CETA, das h\u00f6chst umstrittene Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada, werden am 23. September in der slovakischen Stadt Bratislava von den EU-HandelsministerInnen diskutiert.<\/span><\/p>\n<table cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"td1\" valign=\"middle\">\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">An einer Medienkonferenz am Verhandlungsort Genf erl\u00e4uterte Greenpeace Niederlande zusammen mit VertreterInnen von Konsumentenorganisationen, Gewerkschaften und B\u00fcrgerbewegungen die negativen Auswirkungen des TiSA-Abkommens. Ausserhalb des Veranstaltungsortes, an der Rue de Varemb\u00e9, kann die \u00d6ffentlichkeit in einem mobilen, gl\u00e4sernen Leseraum einen Blick auf die ver\u00f6ffentlichten Geheimpapiere werfen. \u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Susan Cohen Jehoram, die internationale TTIP-Kampagnenleiterin von Greenpeace Niederlande, sagt: \u00abDie heute ver\u00f6ffentlichen Dokumente zeigen, dass TiSA wie auch andere Handelsabkommen Massnahmen enth\u00e4lt, die politischen Entscheidungstr\u00e4gerInnen, die das Pariser Klimaabkommen umzusetzen versuchen, die H\u00e4nde binden.\u00bb<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Aus der Analyse von Greenpeace Niederlande geht hervor: \u00a0<\/span><\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\">Mit TiSA wird eine weltweite Liberalisierung und Deregulierung von Dienstleistungen \u2013 vom Service Public bis zum Finanzmarkt \u2013 unumkehrbar vorangetrieben. Die so genannte Stillstand- und Sperr-Klauseln (engl. standstill und ratchet) sind Mechanismen, welche die gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Handlungsfreiheiten von Staaten einschr\u00e4nken und die Interessen von Grosskonzernen bevorteilen, welche von der Liberalisierung am meisten profitieren.<\/span><\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\">Demokratische Kontrolle und die M\u00f6glichkeit der Regulierung durch demokratisch gew\u00e4hlte Regierungen w\u00fcrden eingeschr\u00e4nkt, weil Unternehmen bei der Ausarbeitung neuer Vorschriften mitreden und diese blockieren k\u00f6nnten, wenn dadurch ihre Gesch\u00e4ftsinteressen beeintr\u00e4chtigt w\u00fcrden.<\/span><\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\">Eine Unterscheidung zwischen mehr oder weniger sch\u00e4dlichen fossilen Brennstoffen w\u00e4re nicht mehr zul\u00e4ssig, was den Ausstieg aus besonders sch\u00e4dlichen Formen wie Teersand\u00f6l und Schiefer\u00f6l verunm\u00f6glichen w\u00fcrde.<\/span><\/li>\n<li class=\"li1\"><span class=\"s1\">Handelsabkommen wie TISA f\u00f6rdern den Handel mit fossilen Brennstoffen, w\u00e4hrend Verwendung und Handel dieser Brennstoffe doch abnehmen sollten, damit die Zielsetzungen der Pariser Klimaverhandlungen und des Planeten erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Matthias W\u00fcthrich, Leiter Handelskampagne bei Greenpeace Schweiz, kommentiert: \u00abTiSA ist der unbekannte grosse Bruder von TTIP, CETA und TPP. Diese Handelsabkommen hebeln das Pariser Klimaschutzabkommen aus, beg\u00fcnstigen globale Erd\u00f6l-Konzerne und stellen eine Gefahr dar f\u00fcr unsere Demokratie. Wir m\u00fcssen diese gef\u00e4hrlichen Freihandelsabkommen stoppen und eine \u00f6ffentliche Debatte beginnen \u00fcber ein globales und gerechtes Handelssystem, das sich an den Bed\u00fcrfnissen der Menschen und der Umwelt orientiert \u2013 und nicht an den Interessen einiger globaler Konzerne. Handelsabkommen m\u00fcssen so ausgestaltet sein, dass sie den Klimaschutz f\u00f6rdern, nicht torpedieren.\u00bb\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Greenpeace Schweiz wird am Mittwoch, 21. September, um 13.00 auf dem Bundesplatz in Bern zusammen mit nationalen PolitikerInnen und NGO-VertreterInnen die Bedeutung der geleakten TiSA-Dokumente f\u00fcr die Schweiz erl\u00e4utern und konkrete Massnahmen fordern.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Hinweise an die Redaktionen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"p2\"><span class=\"s1\">Die Analyse zum Energie-Report befindet sich hier: <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/24189277\/d9421824a6a-odsqsb\"><span class=\"s2\">www.stop-tisa.net<\/span><\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die SprecherInnen der Medienkonferenz waren:<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Susan Cohen Jehoram<\/strong>, Internationale TTIP Kampagnenleiterin, Greenpeace Niederlande<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Matthias W\u00fcthrich<\/strong>, Leiter Handelskampagne, Greenpeace Schweiz<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Daniel Bertossa<\/strong>, Director Policy and Governance, Public Services International<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Sarah Finke<\/strong>, Policy Coordinator, International Transport Workers\u2019 Federation<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Maryant Fern\u00e1ndez P\u00e9rez<\/strong>, Advocacy Manager, European Digital Rights (via video message)<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Isolda Agazzi<\/strong>, Expertin f\u00fcr Welthandel, Alliance Sud Schweiz\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\">\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die folgenden Personen stehen f\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte zur Verf\u00fcgung:<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>J\u00fcrgen Knirsch<\/strong>, Handelsexperte, Greenpeace Deutschland<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Maryant Fern\u00e1ndez P\u00e9rez<\/strong>, European Digital Rights<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Nick Dearden<\/strong>, Global Justice Now<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Kommentare anderer NGO, die sich mit weiteren Aspekten von TISA befassen, finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/24189278\/d9421824a6a-odsqsb\"><span class=\"s2\">www.ttip-leaks.org<\/span><\/a>. \u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Bilder der Protestaktion vom Morgen:\u00a0<\/strong><span class=\"s2\"><a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/24189279\/d9421824a6a-odsqsb\">bit.ly\/2d1x5Hu<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><strong>Kontakte:<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Lilla Lukacs, Communications Manager, Greenpeace Schweiz, Tel: +41 79 861 37 92\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Merel van der Ham, Press Officer, Greenpeace Netherlands, Tel: +31 6 21 29 68 95\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Greenpeace International Press Desk, Tel: +31 (0)20 718 2470<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">\n<p class=\"p1\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Niederlande hat heute neue Dokumente und eine detaillierte Analyse eines Teils der in Genf hinter verschlossenen T\u00fcren stattfindenden Verhandlungen f\u00fcr ein Abkommen \u00fcber den Handel mit Dienstleistungen (Trade in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":5544,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not 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