{"id":5549,"date":"2016-07-04T00:00:00","date_gmt":"2016-07-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5549\/umweltverbaende-pochen-auf-strikte-vorgaben-zur-pestizid-reduktion-besser-spaet-als-nie-bundesrat-eroeffnet-anhoerung-zum-nationalen-aktionsplan-pestizide\/"},"modified":"2019-05-30T07:03:51","modified_gmt":"2019-05-30T05:03:51","slug":"umweltverbaende-pochen-auf-strikte-vorgaben-zur-pestizid-reduktion-besser-spaet-als-nie-bundesrat-eroeffnet-anhoerung-zum-nationalen-aktionsplan-pestizide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5549\/umweltverbaende-pochen-auf-strikte-vorgaben-zur-pestizid-reduktion-besser-spaet-als-nie-bundesrat-eroeffnet-anhoerung-zum-nationalen-aktionsplan-pestizide\/","title":{"rendered":"Umweltverb\u00e4nde pochen auf strikte Vorgaben zur Pestizid-Reduktion: Besser sp\u00e4t als nie: Bundesrat er\u00f6ffnet Anh\u00f6rung zum Nationalen Aktionsplan Pestizide"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Schweiz ist ber\u00fchmt f\u00fcr P\u00fcnktlichkeit. In Sachen moderner Pestizidpolitik kommt sie aber erstaunlich sp\u00e4t. Ab 2017, erst f\u00fcnf Jahre nach ihren europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern, soll nun auch die Schweiz einen \u00abAktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln\u00bb umsetzen. Heute beginnt die Anh\u00f6rung der interessierten Kreise. Die Umweltverb\u00e4nde Greenpeace, Pro Natura, BirdLife Schweiz und WWF pochen auf einen mutigen Schritt f\u00fcr die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Schweiz geh\u00f6rt zu den L\u00e4ndern mit einem besonders hohen Pestizid-Einsatz. Pestizide sind giftige Chemikalien, die vor allem in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, um die Kulturen vor st\u00f6renden Einfl\u00fcssen wie Unkraut, Insekten oder Krankheiten zu sch\u00fctzen. Weil sie grossfl\u00e4chig in der Umwelt ausgebracht werden und auf unserer Nahrung landen, sind wir Menschen ihnen besonders ausgesetzt. Einige Pestizide stehen in Verdacht, an der Entstehung von schweren Krankheiten beteiligt zu sein. Zudem: Die Biodiversit\u00e4t schwindet unter dem Pestizid-Einsatz massiv. Das betrifft Best\u00e4uber wie die Bienen, aber beispielsweise auch V\u00f6gel und Amphibien. Besonders die Pestizidbelastung der Schweizer Gew\u00e4sser hat in den letzten Jahren f\u00fcr Aufregung gesorgt. So stellten das Bundesamt f\u00fcr Umwelt BAFU und das Wasserforschungsinstitut der ETH, die Eawag, bereits 2012\u00a0<a title=\"\" name=\"_ednref1\" href=\"#_edn1\">[1]<\/a> fest, dass 70% aller Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser mit Pestiziden verunreinigt sind. Bis zu 40 verschiedene Pestizide konnten in manchen Gew\u00e4ssern nachgewiesen werden. Ein Giftcocktail, der besonders den wichtigen Kleinstlebewesen schadet und den ganzen Lebensraum Gew\u00e4sser massiv gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Die Schweizer Landwirtschaft muss hier zu Recht um ihr Image f\u00fcrchten \u2013 stammen die Verunreinigungen gem\u00e4ss der Eawag doch haupts\u00e4chlich von ihren Feldern. \u00abWir hoffen, die Schweizer Landwirtinnen und Landwirte begreifen den Aktionsplan als Chance in Sachen Pestizidreduktion, wirklich Klassenbeste zu werden. Heute hat die Schweizer Landwirtschaft einen R\u00fcckstand auf die europ\u00e4ischen Nachbarn aufzuholen\u00bb, sagt Daniela Hoffmann, Landwirtschaftsexpertin des WWF.<\/p>\n<p>Die Schweiz war einst Wiege der Pestizidreduktion und Verb\u00e4nde wie IP Suisse und BioSuisse zeigen heute noch, wie Landwirtschaft ohne oder mit wenigen Pestiziden auskommt. Der Aktionsplan sollte an diese Geschichte ankn\u00fcpfen. Dazu braucht es ambitionierte Reduktionsziele, Verbote von besonders gef\u00e4hrlichen Pestiziden, die Entwicklung und F\u00f6rderung von Alternativen und grosse Transparenz \u2013 sei es in der Zulassung von Pestiziden oder bei der Information zu Verunreinigung und Belastung unserer Umwelt und unserer Gesundheit.<\/p>\n<p>Die Umweltverb\u00e4nde Greenpeace, Pro Natura, BirdLife Schweiz und WWF Schweiz haben schon 2013 diese und andere zentralen Forderungen f\u00fcr eine moderne und umweltfreundliche Pestizidpolitik in der Anleitung zur Pestizidreduktion ver\u00f6ffentlicht. Im Mai ver\u00f6ffentlichte Vision Landwirtschaft einen Pestizidreduktionsplan, dessen Forderungen die Umweltverb\u00e4nde unterst\u00fctzen. An dieser Arbeit und an den bestehenden Forderungen wird der Aktionsplan des Bundes sich nun messen m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.svgw.ch\/fileadmin\/resources\/svgw\/web\/Wasser-Eau\/Pestizid-Reduktionsplan_DE.pdf\">Link Pestizidreduktionsplan (Vision Landwirtschaft)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.umweltallianz.ch\/fileadmin\/user_upload\/borschuere_pestizide_einzelseiten_DE_DE.pdf\">Link Anleitung zur Pestizidreduktion (Umweltallianz)<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Weitere Ausk\u00fcnfte:<\/p>\n<p>Philippe Schenkel, Landwirtschaftscampaigner, Greenpeace Schweiz, Tel. 078 790 52 84<\/p>\n<p>Pascal K\u00f6nig, Landwirtschaftsexperte BirdLife Schweiz, Tel. 079 515 34 57<\/p>\n<p>Marcel Liner, Landwirtschaftsexperte, Pro Natura, Tel. 061 317 92 40<\/p>\n<p>Dr. Daniela Hoffmann, Landwirtschaftsexpertin, WWF Schweiz, Tel. 076 552 18 01<\/p>\n<div><br clear=\"all\"><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<div id=\"edn1\">\n<p>[1] Munz, N., Leu, C., Wittmer, I. 2012: Pestizidmessungen in Fliessgew\u00e4ssern: Schweizweite Auswertung.\u00a0Aqua &amp; Gas, 11, 32-41.<\/p>\n<p><a title=\"\" name=\"_edn1\" href=\"#_ednref1\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz ist ber\u00fchmt f\u00fcr P\u00fcnktlichkeit. In Sachen moderner Pestizidpolitik kommt sie aber erstaunlich sp\u00e4t. Ab 2017, erst f\u00fcnf Jahre nach ihren europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern, soll nun auch die Schweiz einen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-5549","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5549"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5549\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5549"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=5549"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=5549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}