{"id":5564,"date":"2016-08-28T00:00:00","date_gmt":"2016-08-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5564\/greenpeace-zieht-fuer-herausgabe-von-radioaktivitaetsdaten-des-akw-leibstadt-vor-bundesgericht\/"},"modified":"2019-05-30T07:04:11","modified_gmt":"2019-05-30T05:04:11","slug":"greenpeace-zieht-fuer-herausgabe-von-radioaktivitaetsdaten-des-akw-leibstadt-vor-bundesgericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5564\/greenpeace-zieht-fuer-herausgabe-von-radioaktivitaetsdaten-des-akw-leibstadt-vor-bundesgericht\/","title":{"rendered":"Greenpeace zieht f\u00fcr Herausgabe von Radioaktivit\u00e4tsdaten des AKW Leibstadt vor Bundesgericht"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace Schweiz will genau Bescheid wissen \u00fcber die radioaktive Abluftfahne des Atomkraftwerks Leibstadt. Die Bev\u00f6lkerung hat das international verbriefte Recht auf diese Informationen. Die Umweltorganisation legt deshalb beim Bundesgericht Beschwerde ein dagegen, dass der AKW-Betreiber die detaillierten Daten unter Verschluss h\u00e4lt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Anwohnerinnen und Anwohner des AKW Leibstadt sollen genau wissen, wie viel Radioaktivit\u00e4t aus dem Abluftkamin in die Umwelt gelangt. Um dieses Anliegen zu erreichen, legt Greenpeace Schweiz beim Bundesgericht Beschwerde ein gegen einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom Juni 2016. \u00abRadioaktive Strahlung kann die Gesundheit sch\u00e4digen. Darum hat die Bev\u00f6lkerung das Recht auf detaillierte Information\u00bb, sagt Florian Kasser, Atomexperte von Greenpeace Schweiz. Bei der Beschwerde st\u00fctzt sich die Umweltorganisation unter anderem auf die Aarhus-Konvention, welche die Schweiz ratifiziert hat (siehe Kasten).<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentlichkeitsbeauftragter st\u00fctzt Transparenz-Forderung<br \/><\/strong>Gest\u00fctzt auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz (BG\u00d6) hatte Greenpeace Schweiz 2014 Einsicht in detaillierte, hochaufgel\u00f6ste Radioaktivit\u00e4tsdaten des AKW Leibstadt verlangt. Die Organisation wollte wissen, wie die Emissionen \u00fcber ein Jahr hinweg verlaufen und wie hoch die Emissionsspitzen sind. Diese Daten wurden bis anhin nicht \u00f6ffentlich gemacht.<\/p>\n<p>Der \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte des Bundes hat im Oktober 2015 das Gesuch in einer Empfehlung gest\u00fctzt. Dieser folgte die Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ENSI mit einer formellen Verf\u00fcgung. Gegen den ENSI-Entscheid hat das AKW Leibstadt Ende 2015 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben.<\/p>\n<p><strong>Widerspr\u00fcchliche Feststellungen der St. Galler Richter<br \/><\/strong>Im Juni 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen die Beschwerde von Leibstadt gutgeheissen. Als eines der zentralen Argumente f\u00fchrte das Gericht an, bei detaillierten Emissionsdaten handle es sich um Personendaten, deren Ver\u00f6ffentlichung den Ruf von Leibstadt sch\u00e4digen k\u00f6nnte. Diese potenzielle Rufsch\u00e4digung gewichteten die Richter h\u00f6her als den Transparenz-Anspruch der Bev\u00f6lkerung. Nach Meinung von Greenpeace h\u00e4lt diese Interessensabw\u00e4gung vor dem Gesetz und der Aarhus-Konvention nicht stand. Pikanterweise hielt das Gericht auch fest, eine Geheimhaltung der Daten k\u00f6nne den Ruf des AKW-Betreibers ebenfalls sch\u00e4digen. \u00abDiese widerspr\u00fcchliche Feststellung zeigt, dass die Argumentation von Leibstadt auf sehr wackligen Beinen steht\u00bb, meint Greenpeace-Atomexperte Kasser.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Aarhus-Konvention: Internationales Abkommen f\u00fcr Transparenz im Umweltbereich<\/p>\n<p><\/strong>Greenpeace Schweiz st\u00fctzt die Beschwerde beim Bundesgericht unter anderem auf die Tatsache, dass die Schweiz die Aarhus-Konvention ratifiziert hat. Diese Konvention, die weltweit \u00fcber 40 Staaten unterzeichnet haben, garantiert der Bev\u00f6lkerung Zugang zu Informationen \u00fcber die Umweltbelastung von Infrastrukturen und Unternehmungen. Der Text der Konvention h\u00e4lt unmissverst\u00e4ndlich fest, dass der Transparenzanspruch der \u00d6ffentlichkeit bez\u00fcglich Schadstoffen \u00fcber kommerziellen Interessen von Unternehmungen steht. Weil radioaktive Emissionen zweifellos die Gesundheit von Menschen sch\u00e4digen k\u00f6nnen, besteht Greenpeace auf den Zugang zu detaillierten Daten des AKW Leibstadt.<\/p>\n<hr>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen:<\/p>\n<p>Florian Kasser, Atomexperte Greenpeace Schweiz, 076 345 26 55, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/1c1774e704e64332227dea452e015875.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', 'E1_DF_80_CE_DD_86_93_8E_CF_84_82_80_84_91_8F_84_84_93_86_A1_93_84_92_92_80_8A_CF_8F_80_88_93_8E_8D_87_DF_C3_86_93_8E_CF_84_82_80_84_91_8F_84_84_93_86_A1_93_84_92_92_80_8A_CF_8F_80_88_93_8E_8D_87_DB_8E_95_8D_88_80_8C_C3_DC_87_84_93_89_C1_80_DD'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>Thomas M\u00e4der, Medienverantwortlicher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_2\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/57875c95b6fc2e74d8009bdd274dbda2.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_2', '5C_62_3D_73_60_3B_2E_33_72_39_3F_3D_39_2C_32_39_39_2E_3B_1C_2E_39_38_39_3D_31_72_2F_3D_31_33_34_28_62_7E_3B_2E_33_72_39_3F_3D_39_2C_32_39_39_2E_3B_1C_2E_39_38_39_3D_31_72_2F_3D_31_33_34_28_66_33_28_30_35_3D_31_7E_61_3A_39_2E_34_7C_3D_60'));\/\/--><\/script><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz will genau Bescheid wissen \u00fcber die radioaktive Abluftfahne des Atomkraftwerks Leibstadt. 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