{"id":55689,"date":"2020-06-04T17:06:45","date_gmt":"2020-06-04T15:06:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=55689"},"modified":"2020-06-04T17:20:50","modified_gmt":"2020-06-04T15:20:50","slug":"konzernlobby-setzt-sich-im-parlament-durch-es-kommt-zur-volksabstimmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/55689\/konzernlobby-setzt-sich-im-parlament-durch-es-kommt-zur-volksabstimmung\/","title":{"rendered":"Konzernlobby setzt sich im Parlament durch, es kommt zur Volksabstimmung"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Einigungskonferenz schl\u00e4gt dem National- und St\u00e4nderat die Verabschiedung des Alibi-Gegenvorschlags vor. Konzerne wie Glencore und Syngenta sollen nicht f\u00fcr angerichtete Sch\u00e4den geradestehen m\u00fcssen, sondern bloss einmal im Jahr eine Hochglanzbrosch\u00fcre ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n\n<p>Die Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz, breite Teile der Wirtschaft wie Coop, Migros, der Nahrungsmittel-Verband fial und ein betr\u00e4chtlicher Teil der Westschweizer Wirtschaft hatten sich hinter einen griffigen Gegenvorschlag des Nationalrats gestellt, welcher zum R\u00fcckzug der Initiative gef\u00fchrt h\u00e4tte. Der Alibi-Gegenvorschlag hingegen bringt keinerlei Verbesserungen, soll aber den Stimmberechtigten vorgaukeln, dass es die Konzernverantwortungsinitiative nicht mehr brauche. National- und St\u00e4nderat werden n\u00e4chste Woche entscheiden, ob sie den Alibi-Gegenvorschlag best\u00e4tigen. Die Abstimmung \u00fcber die Konzernverantwortungsinitiative wird voraussichtlich im November stattfinden.<\/p>\n\n<p>Dick Marty kommentiert den heutigen Entscheid: \u00ab<em>Der Alibi-Gegenvorschlag ist wirkungslos. Wir wissen alle, dass gerade die skrupellosesten Grosskonzerne noch so gerne Hochglanzbrosch\u00fcren ver\u00f6ffentlichen. Erst wenn Menschenrechtsverletzungen auch Konsequenzen haben und sie daf\u00fcr geradestehen m\u00fcssen, werden alle Konzerne anst\u00e4ndig wirtschaften.\u00bb<\/em>&nbsp;Und weiter:&nbsp;<em>\u00abDie grosse Unterst\u00fctzung \u2013 gerade auch aus Wirtschaftskreisen \u2013 stimmt mich optimistisch. Ich bin sehr zuversichtlich, denn unsere Initiative fordert eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Wenn Konzerne das Trinkwasser vergiften oder ganze Landstriche zerst\u00f6ren, sollen sie daf\u00fcr geradestehen.\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p>Alt St\u00e4nderat Peter Bieri (CVP, ZG) engagiert sich zusammen mit knapp zweihundert weiteren b\u00fcrgerlichen Politiker\/innen im B\u00fcrgerlichen Komitee f\u00fcr Konzernverantwortung (<a href=\"http:\/\/www.buergerliches-komitee.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.buergerliches-komitee.ch<\/a>). Er kommentiert:&nbsp;<em>\u00abIch bedauere, dass trotz der Kompromissbereitschaft der Initianten eine gemeinsame griffige L\u00f6sung mit einem indirekten Gegenvorschlag nicht zustande gekommen ist. F\u00fcr den guten Ruf des Wirtschaftsstandorts Zug w\u00e4re es von vitalem Interesse, dass unsere hier ans\u00e4ssigen Rohstoffkonzerne auf die Einhaltung der Menschenrechte und die Schonung der Umwelt rechtlich verpflichtet w\u00fcrden.\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p>Auch CVP-Nationalrat Stefan M\u00fcller-Altermatt wird sich jetzt in diesem Komitee engagieren:&nbsp;<em>\u00abIch habe mich wie viele Parlamentarier\/innen aus der CVP f\u00fcr einen Kompromiss stark gemacht. Dieser ist nun gescheitert. Jetzt unterst\u00fctze ich die Konzernverantwortungsinitiative. Es ist offensichtlich, dass es verbindliche Regeln f\u00fcr alle Konzerne mit Sitz in der Schweiz braucht. Nur so verhalten sich alle anst\u00e4ndig und missbrauchen die Schweiz nicht f\u00fcr skrupellose Gesch\u00e4fte.\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p>Dietrich Pestalozzi, Verwaltungsratspr\u00e4sident der Pestalozzi AG, setzt sich zusammen mit einem Wirtschaftskomitee aus rund 190 Unternehmer\/innen (<a href=\"http:\/\/www.verantwortungsvolle-unternehmen.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.verantwortungsvolle-unternehmen.ch<\/a>) f\u00fcr die Konzernverantwortungsinitiative ein:&nbsp;<em>\u00abVerantwortung zu \u00fcbernehmen ist f\u00fcr mich als Schweizer Unternehmer eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Damit sich k\u00fcnftig alle transnationalen Konzerne anst\u00e4ndig verhalten, braucht es die Konzernverantwortungsinitiative mit ihren klaren Regeln.\u00bb<\/em><\/p>\n\n<p><strong>Breite Unterst\u00fctzung<\/strong><br>Bereits heute geniesst die Initiative sehr breite Unterst\u00fctzung:<\/p>\n\n<p>120 Menschenrechts-, Umwelt-, Entwicklungs- und Konsumentenorganisationen<br><a href=\"http:\/\/www.konzern-initiative.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.konzern-initiative.ch<\/a><\/p>\n\n<p>Wirtschaftskomitee aus \u00fcber 190 Unternehmer\/innen<br><a href=\"http:\/\/www.verantwortungsvolle-unternehmen.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.verantwortungsvolle-unternehmen.ch<\/a><\/p>\n\n<p>\u00dcber 190 Politiker\/innen aus BDP, CVP, EVP, FDP, GLP und SVP im \u00abB\u00fcrgerlichen Komitee f\u00fcr Konzernverantwortung\u00bb<br><a href=\"http:\/\/www.buergerliches-komitee.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.buergerliches-komitee.ch<\/a><\/p>\n\n<p>Die Schweizer Bischofskonferenz, die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, die Schweizerische Evangelische Allianz (durch ihre AG Interaction), der Verband Freikirchen Schweiz sowie zahlreiche weitere kirchliche Akteure<br><a href=\"http:\/\/www.kirchefuerkonzernverantwortung.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.kirchefuerkonzernverantwortung.ch<\/a><\/p>\n\n<p>350 Lokalkomitees mit Tausenden Freiwilligen<br><a href=\"http:\/\/www.konzern-initiative.ch\/lokalkomitees\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.konzern-initiative.ch\/lokalkomitees<\/a><\/p>\n\n<p><strong>Das fordert die Initiative<\/strong><br>Die Initiative will Konzerne mit Sitz in der Schweiz verpflichten, die Menschenrechte nicht zu verletzen und die Umwelt nicht zu zerst\u00f6ren. Damit sich alle Konzerne an das neue Gesetz halten, sollen Verst\u00f6sse in Zukunft Konsequenzen haben. Konzerne sollen deshalb f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen geradestehen, welche ihre Tochterfirmen verursachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einigungskonferenz will Alibi-Gegenvorschlag: Hochglanzbrosch\u00fcren sollen Stimmberechtigte t\u00e4uschen, Konzerne aber bei Menschenrechtsverletzungen oder Umweltzerst\u00f6rung nicht daf\u00fcr geradestehen m\u00fcssen. Jetzt ist klar: Es kommt zur Volksabstimmung! <\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[72],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-55689","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-konzernverantwortung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55689","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55689"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55689\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55689"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55689"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55689"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=55689"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=55689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}