{"id":5570,"date":"2016-06-01T00:00:00","date_gmt":"2016-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5570\/klima-masterplan-erster-schweizer-plan-zur-umsetzung-des-pariser-abkommens\/"},"modified":"2022-02-28T13:54:55","modified_gmt":"2022-02-28T12:54:55","slug":"klima-masterplan-erster-schweizer-plan-zur-umsetzung-des-pariser-abkommens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5570\/klima-masterplan-erster-schweizer-plan-zur-umsetzung-des-pariser-abkommens\/","title":{"rendered":"Klima-Masterplan: Erster Schweizer Plan zur Umsetzung des Pariser Abkommens"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit der Verabschiedung des wegweisenden Klimaabkommens in Paris im Dezember 2015 hat der Bundesrat noch keinen koh\u00e4renten Plan zu dessen Umsetzung vorgelegt. Die Klimaallianz Schweiz, ein Zusammenschluss von 66 Nichtregierungsorganisationen, legt heute einen ersten, umfassenden Massnahmenplan vor. Darin werden verschiedene politische Instrumente vorgeschlagen, mit welchen die Schweiz die in Paris eingegangenen Verpflichtungen zum Schutz der Menschheit vor der sich anbahnenden Klimakatastrophe erf\u00fcllen kann.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"article-body\">\n<p>Die Kernpunkte des Klima-Masterplans Schweiz sind:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>\u00abZero\u00bb ist das Ziel:<\/strong>\u00a0Die Begrenzung der Klimaerw\u00e4rmung verlangt in jedem Fall die weltweite Reduktion der Emissionen auf netto null. Das heutige, fossile Energiesystem muss durch ein umweltvertr\u00e4gliches, erneuerbares System ersetzt werden. \u00abUm die Chance auf eine 1.5\u00b0C w\u00e4rmere Welt zu wahren, muss diese Null global bereits um 2050 erreicht werden\u00bb, sagt Georg Klingler von Greenpeace. Eine gerechte Verteilung der noch m\u00f6glichen Pro-Kopf- Emissionen verlangt von der Schweiz, bereits bis 2040 keine CO 2 -Emissionen mehr zu emittieren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Ambitionen verdoppeln statt verlangsamen:<\/strong>\u00a0Der Bund muss die aktuell gesetzlich verankerte Reduktionsrate f\u00fcr Emissionen von 2% pro Jahr auf 4% pro Jahr erh\u00f6hen. Mit der vorgeschlagenen 30%-Absenkung bis 2030 w\u00fcrde der Bundesrat stattdessen lediglich eine Reduktion von j\u00e4hrlich 1% in die Wege leiten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Globale Verantwortung wahrnehmen:<\/strong>\u00a0Wohlhabende L\u00e4nder beanspruchen die \u00abAllmende Atmosph\u00e4re\u00bb \u00fcberm\u00e4ssig. \u00abDie Schweiz muss sich darum an Schutzmassnahmen gegen von ihr mitverschuldete Klimafolgen in den \u00e4rmsten L\u00e4ndern beteiligen\u00bb, f\u00fchrt J\u00fcrg Staudenmann von Alliance Sud aus. Die Schweiz muss unabh\u00e4ngig von der Entwicklungszusammenarbeit mindestens 1 Mrd. CHF pro Jahr an die internationale Klimafinanzierung beisteuern.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Emissionsreduktion im Ausland ersetzt Inland-Klimaschutz nicht:\u00a0<\/strong>Auslandreduktionen sind sinnvoll, um unsere enormen Klimawirkungen ausserhalb der Schweiz auf null zu bringen. Weil aber alle Emissionen weltweit und gleichzeitig bis 2050 auf netto null gesenkt werden m\u00fcssen, kann der Zukauf von ausl\u00e4ndischen Emissions-Zertifikaten langfristig die notwendige Vermeidung inl\u00e4ndischer Emissionen nicht ersetzen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Alles und Alle angehen:<\/strong>\u00a0Es braucht konsequente Regeln f\u00fcr alle Sektoren \u2013 namentlich des Verkehrs \u2013, die zum Anstieg der Treibhausgas-Emissionen beitragen. \u00abIntelligente Regulierungen helfen, dass folgenschwere Fehlinvestitionen ausbleiben und Reinvestitionen zur Klimawende beitragen\u00bb, erkl\u00e4rt Patrick Hofstetter vom WWF Schweiz. Verst\u00e4rkte Aufmerksamkeit verdienen dabei Importe, Direktinvestitionen im Ausland sowie institutionelle und andere Anlagen, die \u00fcber den Finanzplatz Schweiz get\u00e4tigt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Links:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Klima-Allianz_Schweiz_Masterplan.pdf\">Masterplan Klima-Allianz Schweiz<\/a>\u00a0(28 Seiten, 1.2 MB)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Klima-Masterplan_Teil_Inland.pdf\">Klima-Masterplan Teil Inland<\/a>\u00a0(175 Seiten, 2.9 MB)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Klima-Masterplan_Teil_Ausland.pdf\">Klima-Masterplan Teil Ausland<\/a>\u00a0(42 Seiten, 0.5 MB)<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p>Patrick Hofstetter, Koordinator Klima-Allianz, Leiter Klima &amp; Energie WWF Schweiz<\/p>\n<p>Georg Klingler, Klimaexperte Greenpeace Schweiz<\/p>\n<p>J\u00fcrg Staudenmann, Verantwortlicher Internationale Umwelt- und Klimapolitik Alliance Sud<\/p>\n<p>Die <a title=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/\" href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Klima-Allianz Schweiz<\/a> umfasst 66 Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Entwicklungs- und Sozialpolitik, sowie aus Politik und Kirchen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Verabschiedung des wegweisenden Klimaabkommens in Paris im Dezember 2015 hat der Bundesrat noch keinen koh\u00e4renten Plan zu dessen Umsetzung vorgelegt. 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