{"id":55811,"date":"2020-06-08T06:00:00","date_gmt":"2020-06-08T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=55811"},"modified":"2020-06-09T09:11:51","modified_gmt":"2020-06-09T07:11:51","slug":"weltmeerestag-greenpeace-nimmt-die-schweiz-beim-meeresschutz-in-die-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/55811\/weltmeerestag-greenpeace-nimmt-die-schweiz-beim-meeresschutz-in-die-pflicht\/","title":{"rendered":"Weltmeerestag: Greenpeace nimmt die Schweiz beim Meeresschutz in die Pflicht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong class=\"\">Bisher wird nur wenig getan, um die Artenvernichtung in den Ozeanen aufzuhalten. Die wirtschaftlichen Interessen der Rohstoffbranche und Fischereiindustrie d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger \u00fcber die Gesundheit der Meere (und damit der Menschen) gestellt werden. Greenpeace fordert zum Weltmeerestag, dass die UNO mindestens 30 Prozent der globalen Meeresfl\u00e4che sch\u00fctzt. Die Umweltorganisation erwartet von der Schweiz eine Vorreiterrolle bei der Erarbeitung des derzeit ausgehandelten UNO-Hochseeschutzabkommens.<\/strong><br><br><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n<p>Die Corona-Pandemie macht klar, wie verletzlich wir Menschen alle sind und wie verletzlich die Umwelt insgesamt. Zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie den \u00d6kosystemen generell gibt es keine Trennlinien. Auch die Gesundheit der Meere hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Was wir den Meeren antun, kommt zu uns zur\u00fcck, im Guten wie im Schlechten.&nbsp;Die Realit\u00e4t ist: Die Menschen haben die Meere krank gemacht. \u00dcberfischung, klimabedingte Versauerung, Strudel aus Plastikm\u00fcll, Rohstoffabbau und Unterwasserl\u00e4rm vernichten grossfl\u00e4chig Artenvielfalt und Lebensr\u00e4ume.<\/p>\n\n<p><strong class=\"\">Schutz tut not<\/strong><\/p>\n\n<p>Meeresschutzgebiete sind bitter n\u00f6tig. Sie haben zahlreiche Funktionen, die f\u00fcr ein Leben auf unserem Planeten unentbehrlich sind: Sie sind wichtige R\u00fcckzugsr\u00e4ume f\u00fcr die Tiere im Meer, erhalten und f\u00f6rdern die Artenvielfalt und machen die Ozeane dadurch widerstandsf\u00e4higer gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen gesunde Ozeane mit hoher Artenvielfalt mehr Kohlendioxid aus der Luft binden und so die Klimaerhitzung verlangsamen. Bisher gibt es allerdings keinen globalen, rechtsverbindlichen Vertrag zur Einrichtung, Verwaltung und Durchsetzung von Meeresschutzgebieten auf der Hohen See. Das geltende Seerecht konzentriert sich mehr auf die Nutzung der Ozeane als auf deren Schutz. Unter dem Dach der UNO verhandeln Regierungsvertreter nun \u00fcber einen globalen Ozean-Vertrag \u2013 die n\u00e4chste Verhandlungsrunde soll im Herbst stattfinden. Es soll ein rechtsverbindliches Regelwerk geschaffen werden, das den \u00abSchutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ausserhalb nationaler Hoheitsgew\u00e4sser\u00bb sicherstellt.\u00a0<em class=\"\"><strong class=\"\">\u00abDer Menschheit bietet sich hier eine historische Chance. Doch das Abkommen ist nicht in trockenen T\u00fcchern. Einzelne Staaten haben abermals ihre Opposition erkl\u00e4rt. Eine Gegenstimme reicht, um den Meeresschutz zu Fall zu bringen. Die Schweiz unterst\u00fctzt das Abkommen grunds\u00e4tzlich, hat aber in einigen Schl\u00fcsselthemen Vorbehalte und geh\u00f6rt nicht zu den treibenden Kr\u00e4ften\u00bb, sagt Dr. Iris Menn, Gesch\u00e4ftsleiterin von Greenpeace Schweiz und Meeresbiologin.<\/strong><\/em><\/p>\n\n<p><strong class=\"\">30 Prozent bis 2030<\/strong><\/p>\n\n<p>Greenpeace fordert die Schweiz auf, in Sachen Meeresschutz eine Vorreiterrolle einzunehmen und den zusammen mit Wissenschaftlern anl\u00e4sslich einer weltweiten Schiffsexpedition ausgearbeiteten Greenpeace-Plan\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" class=\"\" href=\"https:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/cp\/39201456\/d9421824a6a-1fdp6tn\" target=\"_blank\">\u00ab30X30 &#8211; In Hot Water &#8211; The Climate Crisis And The Urgent Need For Ocean Protection\u00bb<\/a>\u00a0zu unterst\u00fctzen, wonach bis 2030 mindestens 30 Prozent der globalen Meeresfl\u00e4che unter Schutz zu stellen sind. Das ist ehrgeizig aber machbar \u2014 und n\u00f6tig.<\/p>\n\n<p><strong>Notiz an die Redaktionen:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Vier <strong>Video-Statements <\/strong>von Dr. Iris Menn zur freien Nutzung finden Sie <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/19gdR3E6gxufiF2kR57xMA3YUTrHPNguP\">hier<\/a>.<\/p>\n\n<p><strong>Fotomaterial&nbsp;<\/strong>zum Downloaden finden Sie direkt&nbsp;<a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MDHUK6FD4\">hier<\/a>&nbsp;(Registrierung vorausgesetzt).<\/p>\n\n<p><strong>Videoaufnahmen<\/strong> zum Thema Meer finden Sie auf unserer <a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/\">Foto- und Videodatenbank<\/a> (Registrierung vorausgesetzt).<\/p>\n\n<p><strong>Weitere Informationen und Anfragen f\u00fcr Interviews<\/strong>:<\/p>\n\n<p>Greenpeace-Medienstelle, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher wird nur wenig getan, um die Artenvernichtung in den Ozeanen aufzuhalten. Die wirtschaftlichen Interessen der Rohstoffbranche und Fischereiindustrie d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger \u00fcber die Gesundheit der Meere (und damit der Menschen) gestellt werden. Greenpeace fordert zum Weltmeerestag vom Montag, dass die UNO mindestens 30 Prozent der globalen Meeresfl\u00e4che sch\u00fctzt. Die Umweltorganisation erwartet von der Schweiz eine Vorreiterrolle bei der Erarbeitung des derzeit ausgehandelten UNO-Hochseeschutzabkommens.<\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":55812,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-55811","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55811"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55811\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55812"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55811"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=55811"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=55811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}