{"id":56029,"date":"2020-06-09T12:16:47","date_gmt":"2020-06-09T10:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=56029"},"modified":"2025-06-25T14:34:56","modified_gmt":"2025-06-25T12:34:56","slug":"oelunfall-notstand-in-der-russischen-arktis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/56029\/oelunfall-notstand-in-der-russischen-arktis\/","title":{"rendered":"\u00d6lunfall: Notstand in der russischen Arktis"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Auf der Halbinsel Taymyr in der russischen Arktis hat sich am 29. Mai ein schwerer \u00d6lunfall ereignet, als in einer Fabrik der Firma NTEC ein Diesel-Tank explodiert ist. 20&#8217;000 Tonnen Diesel sind ausgelaufen. Die Regierung hat f\u00fcr die Halbinsel die Notlage ausgerufen. Die \u00d6lmasse verschmutzt Fl\u00fcsse, Seen und bewegt sich aufs Meer zu<\/strong>. <strong>Unsere russischen Kolleg*innen bef\u00fcrchten das Schlimmste f\u00fcr das sensible \u00d6kosystem.<\/strong><\/p>\n\n<p>In Russland steigen die Temperaturen durch die Klimaerhitzung stark an. Der Permafrostboden taut auf und sackt ab. Dazu kommt, dass die Anlagen teilweise technisch veraltet sind. Beim Unfall in Norilsk auf der Halbinsel Taymyr ist in einem Tanklager der Firma NTEC der Boden weggebrochen. Der Kraftwerkbetreiber versuchte offenbar, den Vorfall zu vertuschen. Die Regierung hat die Kommunikationshoheit zum Unfall \u00fcbernommen. Das russische Greenpeace-B\u00fcro liefert regelm\u00e4ssig unabh\u00e4ngige Einsch\u00e4tzungen der Situation, ist aber an Corona-Restriktionen gebunden. Unsere Experten vor Ort haben verst\u00f6rende <a href=\"https:\/\/greenpeace.ru\/news\/2020\/06\/02\/do-i-posle-avarija-na-tajmyre-v-kosmosnimkah\/\">Satellitenbilder<\/a> vor und nach dem Unfall ver\u00f6ffentlicht.&nbsp;Sie kommentieren die Umweltkatastrophe wie folgt: \u00abEin \u00e4hnlicher und vergleichbarer Unfall ereignete sich vor 30 Jahren vor der K\u00fcste Alaskas (der Unfall des Tankers Exxon Valdez). Dessen Folgen sind noch immer zu beobachten. Der Unfall kostete die verantwortliche Firma \u00fcber sechs Milliarden Dollar \u2014&nbsp;Kosten f\u00fcr den Schaden und die Arbeit zur Beseitigung der Folgen des Unfalls. Auf der anderen Seite entziehen sich die Unternehmen in Russland oft der finanziellen Haftung f\u00fcr Umweltsch\u00e4den. Greenpeace fordert die Regierung auf, die Bundesgesetze zu \u00e4ndern, um Umweltkatastrophen wie die auf der Taymyr-Halbinsel zu verhindern.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/fHSCr0Grl1M\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"fHSCr0Grl1M\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein \u00f6kologisch hochsensibles Gebiet<\/h2>\n\n<p>Wegen ihrer kurzen Vegetationszeit kann sich die Tundra-Landschaft nur schwer regenerieren. Es d\u00fcrfte viele Jahre dauern, bis sich die Natur dort wieder erholt hat.&nbsp;Greenpeace Russland verlangt ausserplanm\u00e4ssige \u00dcberpr\u00fcfungen aller Einrichtungen in der Arktis, die eine gewisse Menge \u00d6l oder \u00d6lprodukte enthalten: Halten sie die Gesetze ein? Entsprechen sie den besten technischen Umweltstandards? Dar\u00fcber hinaus braucht es unabh\u00e4ngige objektive Berechnungen von Umweltsch\u00e4den.<\/p>\n\n<p>Der Unfall zeigt einmal mehr, wovor Greenpeace schon seit vielen Jahren warnt: Im sensiblen arktischen \u00d6kosystem bedeutet jeder \u00d6lunfall eine Katastrophe. Solange dort nach \u00d6l gebohrt wird, solange \u00d6l dort gelagert wird, ist die Frage nicht, ob, sondern wann der n\u00e4chste Unfall passiert. Unser Plan ist es, dass grosse Teile der Arktis und andere \u00f6kologisch wertvolle Meeresregionen  &#8211; insgesamt mindestens 30 Prozent der globalen Meeresfl\u00e4che \u2013 bis 2030 zu <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/55571\/world-ocean-day-2020\/\">Schutzgebieten<\/a> erkl\u00e4rt werden.<br><\/p>\n<div class=\"action-divider\">\n\t\t\t<p class=\"action-divider-text\"><span class=\"dashicons-before dashicons-heart\"><\/span> Mit deiner Spende erm\u00f6glichst du unseren hartn\u00e4ckigen und unabh\u00e4ngigen Einsatz f\u00fcr die Umwelt.<\/p>\n\t\t<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n\t\t\t<div class=\"wp-block-button is-style-cta\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/spenden\/\" target=\"_self\">Jetzt spenden<\/a><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Halbinsel Taymyr in der russischen Arktis hat sich am 29. 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Greenpeace Russland liefert unabh\u00e4ngige Informationen.<\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":56030,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50,41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-56029","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56029"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121382,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56029\/revisions\/121382"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56029"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=56029"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=56029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}