{"id":5608,"date":"2016-05-02T00:00:00","date_gmt":"2016-05-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5608\/beznau-1-weiterhin-zu-viele-fragen-offen\/"},"modified":"2022-02-28T14:35:15","modified_gmt":"2022-02-28T13:35:15","slug":"beznau-1-weiterhin-zu-viele-fragen-offen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5608\/beznau-1-weiterhin-zu-viele-fragen-offen\/","title":{"rendered":"Beznau 1: Weiterhin zu viele Fragen offen"},"content":{"rendered":"<p><b>F\u00fcr Greenpeace Schweiz bleiben nach den heute kommunizierten Erkenntnissen zur Sicherheit von Beznau 1 weiterhin etliche Fragen offen. Die AKW-Betreiberin nimmt Schlussfolgerungen zur Sicherheit der Anlage vorweg, obwohl die \u00dcberpr\u00fcfungen noch im Gang sind.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Axpo hat die Wiederinbetriebnahme von Beznau 1 zum dritten Mal verschoben, wie sie heute an einer Medienkonferenz bekannt gegeben hat. Gleichzeitig behauptet die Betreiberin des \u00e4ltesten AKW der Welt, die Ursachen der Schwachstellen seien gekl\u00e4rt \u2013 wie sie zu dieser Ansicht kommt, bleibt aber weiterhin unklar.<\/p>\n<p>\u00abDie Axpo behauptet, sie kenne die Ursache der Materialfehler \u2013 in Tat und Wahrheit bleibt sie viele Antworten schuldig \u00bb, stellt Stefan F\u00fcglister, Atomexperte f\u00fcr Greenpeace Schweiz, fest. Greenpeace fordert die Axpo zum wiederholten Mal auf, endlich die detaillierten Untersuchungsergebnisse \u00f6ffentlich zu machen und so eine unabh\u00e4ngige Meinungsbildung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Widerspr\u00fcchliche Aussagen<br \/>\n<\/strong>Die Kommunikation der Axpo ist zudem widerspr\u00fcchlich: So behauptet der Energiekonzern beispielsweise, die Schwachstellen seien ausschliesslich herstellungsbedingt. Eine h\u00f6chst fragw\u00fcrdige Aussage, wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, dass gem\u00e4ss dem ENSI in den Herstellungsunterlagen \u2013 soweit sie \u00fcberhaupt vorhanden sind \u2013 keine Angaben zu solchen Materialfehlern gemacht werden. Dass die Materialfehler zur weiteren Schw\u00e4chung des Druckbeh\u00e4lters w\u00e4hrend dem Betrieb beitragen k\u00f6nnen, unterschl\u00e4gt die Axpo ebenfalls, obwohl sie es nicht ausschliessen kann.<\/p>\n<p>Verwirrend ist auch die Aussage, der Reaktordruckbeh\u00e4lter gen\u00fcge internationalen Sicherheitsstandards, obwohl die \u00dcberpr\u00fcfungen noch voll im Gang sind. Erschwerend kommt hinzu, dass der franz\u00f6sische Hersteller des Druckbeh\u00e4lters (AREVA) heute Defizite bei der Qualit\u00e4tssicherung meldet. \u00abDie Axpo \u00fcbt sich weiterhin in Zweckoptimismus\u00bb, ist Stefan F\u00fcglister \u00fcberzeugt. \u00abSie darf aber die Schlussfolgerungen aus dem Pr\u00fcfungsprozess nicht vorweg nehmen.\u00bb<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><strong><br \/>\nWegweiser zum \u00e4ltesten AKW der Welt in sieben Schweizer St\u00e4dten<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace haben gestern Abend und heute Morgen in sieben Schweizer St\u00e4dten (Z\u00fcrich, Bern, Luzern, Basel, Neuch\u00e2tel, Winterthur, Lausanne) grosse Wegweiser zum \u00e4ltesten AKW der Welt auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen angebracht. Daf\u00fcr kamen Schablonen und Kreidespray zum Einsatz. Fotos der Aktion finden Sie unter\u00a0<a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/22591621\/87389de1b9b5-o6lj3k\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Link.<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Greenpeace Schweiz bleiben nach den heute kommunizierten Erkenntnissen zur Sicherheit von Beznau 1 weiterhin etliche Fragen offen. 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