{"id":5620,"date":"2016-05-29T00:00:00","date_gmt":"2016-05-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5620\/hoehere-erdbebengefahr-fuer-schweizer-akw-erfordert-zuegigeres-vorgehen\/"},"modified":"2022-02-28T14:34:10","modified_gmt":"2022-02-28T13:34:10","slug":"hoehere-erdbebengefahr-fuer-schweizer-akw-erfordert-zuegigeres-vorgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5620\/hoehere-erdbebengefahr-fuer-schweizer-akw-erfordert-zuegigeres-vorgehen\/","title":{"rendered":"H\u00f6here Erdbebengefahr f\u00fcr Schweizer AKW erfordert z\u00fcgigeres Vorgehen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Schweizer Atomkraftwerke sind st\u00e4rker durch Erdbeben gef\u00e4hrdet als nach Fukushima behauptet. Trotz dieser Erkenntnis kommt die Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ENSI den AKW-Betreibern entgegen, so dass diese Nachr\u00fcstungen auf die lange Bank schieben k\u00f6nnen. Greenpeace Schweiz kritisiert diese Verz\u00f6gerungstaktik scharf und fordert ein z\u00fcgigeres Vorgehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ENSI hat heute an einer Medienkonferenz in Brugg Erkenntnisse aus einer Neubeurteilung der Erdbebengef\u00e4hrdung der Schweizer AKW vorgestellt. Der beunruhigende, aber an und f\u00fcr sich wenig \u00fcberraschende Befund: Die Atomkraftwerke sind st\u00e4rker erdbebengef\u00e4hrdet, als dies noch in einem Zwischenbericht nach Fukushima behauptet wurde. \u00abDie Betreiber m\u00fcssen nun schleunigst Massnahmen ergreifen und ihre AKW gegen schwere Erdbeben absichern\u00bb, fordert Florian Kasser, Atom-Experte von Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Verz\u00f6gerungstaktik zum Schutz der Betreiber<br \/>\n<\/strong>Doch anstatt solche Nachr\u00fcstungen schnell einzufordern, schl\u00e4gt das ENSI ein gem\u00fctliches Tempo an: Bis 2020 erhalten die AKW-Betreiber Zeit, um bloss\u00a0die Sicherheitsnachweise zu erbringen. Bis dann die Werke tats\u00e4chlich nachger\u00fcstet w\u00e4ren, w\u00fcrden wohl noch einmal etwa f\u00fcnf Jahre ins Land ziehen. \u00abDas ENSI sch\u00fctzt mit dieser Verz\u00f6gerungstaktik eindeutig die Betreiber\u00bb, h\u00e4lt Kasser fest.<\/p>\n<p><strong>Nachr\u00fcstungen werden auf die lange Bank geschoben<br \/>\n<\/strong>Die AKW-Betreiber haben ein grosses Interesse daran, Investitionen in die Sicherheit auf die lange Bank schieben zu k\u00f6nnen. Um mit den heute schon defizit\u00e4ren Werken nicht noch gr\u00f6ssere L\u00f6cher in die Kassen der kriselnden Energie-Konzerne zu reissen, sollen s\u00e4mtliche Kosten vermieden werden. \u00abDie Verliererin ist\u00a0einmal mehr die Bev\u00f6lkerung in der Schweiz und dem grenznahen Ausland, die noch \u00fcber viele Jahre einem untragbaren Risiko ausgesetzt wird\u00bb, sagt Atom-Experte Kasser.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer Atomkraftwerke sind st\u00e4rker durch Erdbeben gef\u00e4hrdet als nach Fukushima behauptet. 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