{"id":5624,"date":"2016-03-13T00:00:00","date_gmt":"2016-03-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5624\/950-seiten-beznau-bericht-vollstaendig-eingeschwaerzt-gericht-soll-klarheit-zum-zustand-des-akw-ermoeglichen\/"},"modified":"2019-05-30T07:05:42","modified_gmt":"2019-05-30T05:05:42","slug":"950-seiten-beznau-bericht-vollstaendig-eingeschwaerzt-gericht-soll-klarheit-zum-zustand-des-akw-ermoeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5624\/950-seiten-beznau-bericht-vollstaendig-eingeschwaerzt-gericht-soll-klarheit-zum-zustand-des-akw-ermoeglichen\/","title":{"rendered":"950 Seiten Beznau-Bericht vollst\u00e4ndig eingeschw\u00e4rzt: Gericht soll Klarheit zum Zustand des AKW erm\u00f6glichen"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace Schweiz will die unertr\u00e4gliche Geheimniskr\u00e4merei um den Zustand des AKW Beznau endlich beenden. Daf\u00fcr zieht die Umweltorganisation vor Bundesverwaltungsgericht. Dieses soll die Herausgabe eines Berichts zum Zustand des Herzst\u00fccks des \u00e4ltesten AKW der Welt verf\u00fcgen \u2013 so wie das der \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte des Bundes empfiehlt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Beim Stromkonzern Axpo mag man offenbar Versteckspiele. Wie andere Strombarone auch, portierte die Axpo beispielsweise jahrelang den Mythos vom rentablen Atomstrom. Nach der Enth\u00fcllung des Lobby-Plans der Alpiq gibt nun Axpo-Verwaltungsrat Roland Eberle gegen\u00fcber Radio SRF implizit zu, was Greenpeace schon lange sagt: <a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/21967945\/87389de1b9b5-o40ull\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dass im AKW Beznau Steuergeld verdunstet wird<\/a>. Greenpeace Schweiz fordert, dass die Axpo ihre Zahlen endlich vollumf\u00e4nglich auf den Tisch legt.<\/p>\n<p><strong>Zustand von Beznau aufzeigen<br \/><\/strong>Noch wichtiger ist aber Transparenz bei der Sicherheit. Im Moment wissen nur die Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ENSI und die Axpo selbst, in welchem Zustand sich der Reaktordruckbeh\u00e4lter des AKW Beznau befindet. \u00abDiese Frage ist von immensem \u00f6ffentlichen Interesse \u2013 seit vergangenes Jahr zus\u00e4tzlich rund 1000 Schwachstellen in jenem Herzst\u00fcck des Reaktors gefunden wurden noch viel mehr\u00bb, sagt Greenpeace-Atomexperte Florian Kasser. Doch der Axpo ist es bisher gelungen, einen Bericht unter Verschluss zu halten, der die Verspr\u00f6dung des Druckbeh\u00e4lters dokumentiert, also die Abnutzung des Herzst\u00fccks. Greenpeace Schweiz hatte, gest\u00fctzt auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz (BG\u00d6), die Herausgabe des Dokuments verlangt.\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentlichkeitsbeauftragter verlangt Transparenz<br \/><\/strong>Nach Intervention der Axpo verweigerte das ENSI die Herausgabe des Dokuments \u2013 950 Seiten bleiben vollst\u00e4ndig eingeschw\u00e4rzt. Daran \u00e4nderte auch nichts, dass der Eidgen\u00f6ssische Datenschutz- und \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte (ED\u00d6B) die Position der Umweltorganisation st\u00fctzte. Greenpeace Schweiz hat sich deshalb jetzt entschieden, gegen den Entscheid des ENSI Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen. Die \u00d6ffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen, wie stark das \u00e4lteste AKW der Welt ihre Sicherheit gef\u00e4hrdet. Und sie hat auch ein Recht darauf zu wissen, wie viel Steuergeld die Axpo in besagtem AKW verdunsten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Kontakt:<br \/>Florian Kasser, Atom-Experte Greenpeace Schweiz, 076 345 26 55<br \/>Thomas M\u00e4der, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74<\/p>\n<hr>\n<h3><strong>Chronologie<\/strong>\u00a0 \u00a0<\/h3>\n<p><strong>Februar 2015:<\/strong> Greenpeace Schweiz beantragt den Bericht zum Zustand des Reaktordruckbeh\u00e4lters von Beznau 1. Gem\u00e4ss Gesetz hat das ENSI 30 Tage Zeit, um Stellung zu nehmen<\/p>\n<p><strong>August 2015:\u00a0<\/strong>Das ENSI verweigert den Zugang zu 950 Seiten \u2013 diese seien vollst\u00e4ndig eingeschw\u00e4rzt. Lediglich rund 50 Seiten werden zugestellt<\/p>\n<p><strong>Dezember 2015:<\/strong>\u00a0Der \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte (ED\u00d6B) st\u00fctzt Greenpeace: Das ENSI muss den Bericht entschw\u00e4rzen \u2013 mit Ausnahme von Fabrikationsgeheimnissen<\/p>\n<p><strong>Januar 2016:<\/strong>\u00a0Die Axpo sperrt sich gegen die Herausgabe des Berichts \u2013 ohne Begr\u00fcndung<\/p>\n<p><strong>Februar 2016:<\/strong>\u00a0Das ENSI stellt sich vollst\u00e4ndig auf die Seite der Axpo und verhindert mittels einer Verf\u00fcgung die Ver\u00f6ffentlichung<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rz 2016:<\/strong>\u00a0Greenpeace legt beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein gegen die ENSI-Verf\u00fcgung<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz will die unertr\u00e4gliche Geheimniskr\u00e4merei um den Zustand des AKW Beznau endlich beenden. Daf\u00fcr zieht die Umweltorganisation vor Bundesverwaltungsgericht. 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