{"id":56317,"date":"2020-06-15T15:57:24","date_gmt":"2020-06-15T13:57:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=56317"},"modified":"2022-07-26T09:55:48","modified_gmt":"2022-07-26T07:55:48","slug":"die-zulassung-von-pestiziden-muss-jetzt-grundlegend-ueberarbeitet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/56317\/die-zulassung-von-pestiziden-muss-jetzt-grundlegend-ueberarbeitet-werden\/","title":{"rendered":"Die Zulassung von Pestiziden muss jetzt grundlegend \u00fcberarbeitet werden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Schon seit Jahren kritisieren die Umweltschutzorganisationen die mangelnde Unabh\u00e4ngigkeit des Zulassungsprozesses und die zu geringe Beachtung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt bei der Beurteilung der Pestizide. Auch ein unabh\u00e4ngiger Bericht zeigte 2019 Schwachstellen beim Verfahren und die mangelnde Unabh\u00e4ngigkeit auf.&nbsp; Der Bundesrat muss nun endlich aufzeigen und \u00f6ffentlich machen, wie er die Unabh\u00e4ngigkeit der Zulassungsstelle von Pestiziden k\u00fcnftig gew\u00e4hrleistet.<\/strong><\/p>\n\n<p>BirdLife Schweiz, Pro Natura, Greenpeace Schweiz und WWF Schweiz sind der Ansicht, dass die Aspekte des Naturschutzes und der Umwelt beim Zulassungsverfahren von Pestiziden zu wenig Gewicht haben. Der Bericht des f\u00fcr die Untersuchung beauftragten Wirtschaftspr\u00fcfers KPMG h\u00e4lt dazu fest, dass Beurteilungsexperten, die auch die negativen Auswirkungen von Pestiziden auf Nichtzielorganismen wie Bienen oder Fr\u00f6sche und auf die Umwelt beurteilen sollten, zuk\u00fcnftig von Agroscope unabh\u00e4ngig sein sollen. Agroscope ist dem Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) unterstellt. Dies f\u00fchrt zu einer Machtkonzentration beim BLW. Der KPMG-Bericht schl\u00e4gt eine neutrale Zulassungsstelle vor.<\/p>\n\n<p>Weiter ist nicht haltbar, dass das jetzige Zulassungsverfahren keine angemessene und zeitgerechte Reaktion bei (neuen) Risikoerkenntnissen erlaubt. Die \u00dcberpr\u00fcfung der schon zugelassenen Wirkstoffe dauert ewig. Zudem m\u00fcssen die Entscheidungsgrundlagen, die zu einer Zulassung von Pestiziden f\u00fchren, transparent und f\u00fcr Erkenntnisse aus dem Vollzug offen und zug\u00e4nglich sein. \u00dcberhaupt muss der Bundesrat eine Antwort geben auf die Frage, wie die begrenzte Kontrollierbarkeit von Risikomanagement-Massnahmen im Vollzug behoben wird.<\/p>\n\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n\n<p>Weitere Ausk\u00fcnfte:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, BirdLife Schweiz, Tel. 044 457 70 26, N 079 810 04 80<\/li><li>Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft WWF Schweiz, <a href=\"mailto:eva.wyss@wwf.ch\">eva.wyss@wwf.ch<\/a>, N 079 352 09 47<\/li><li>Marcel Liner, Projektleiter Landwirtschaftspolitik, Pro Natura, N 079 730 76 64<\/li><li>Alexandra Gavilano, Landwirtschaftscampaignerin Greenpeace Schweiz,\u00a0<a href=\"mailto:alexandra.gavilano@greenpeace.org\">alexandra.gavilano@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 38<\/li><\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit Jahren kritisieren die Umweltschutzorganisationen die mangelnde Unabh\u00e4ngigkeit des Zulassungsprozesses und die zu geringe Beachtung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt bei der Beurteilung der Pestizide. 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