{"id":5655,"date":"2016-02-03T00:00:00","date_gmt":"2016-02-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5655\/petition-glyphosat-verbieten-jetzt-eingereicht\/"},"modified":"2022-02-28T14:33:23","modified_gmt":"2022-02-28T13:33:23","slug":"petition-glyphosat-verbieten-jetzt-eingereicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5655\/petition-glyphosat-verbieten-jetzt-eingereicht\/","title":{"rendered":"Petition \u00abGlyphosat verbieten &#8211; jetzt!\u00bb eingereicht"},"content":{"rendered":"<p><b>25&#8217;340 Menschen fordern mit Greenpeace, den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten f\u00fcr Umweltschutz AefU sowie der Stiftung f\u00fcr Konsumentenschutz SKS ein Verbot des gef\u00e4hrlichen Pestizids Glyphosat in der Schweiz. Die drei Organisationen haben heute bei den Parlamentsdiensten in Bern eine entsprechende Petition eingereicht.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Schweiz. J\u00e4hrlich werden 300 Tonnen davon verspr\u00fcht; auf \u00c4ckern und Gr\u00fcnfl\u00e4chen, in Obstplantagen, auf Bahnd\u00e4mmen und in Privatg\u00e4rten. Obwohl das Totalherbizid laut der internationalen Agentur f\u00fcr Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (IARC) \u00abwahrscheinlich krebserregend\u00bb ist, hat die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) im November die weitere Zulassung von Glyphosat empfohlen. Der Kniefall der EFSA vor der Pestizidindustrie ist unverst\u00e4ndlich. Ihre Unabh\u00e4ngigkeit steht in Zweifel. Ein grosser Teil des EFSA-Berichtes scheint aus unver\u00f6ffentlichten Studien der Hersteller selber kopiert worden zu sein. Dr. med. Peter K\u00e4lin, Pr\u00e4sident AefU, Leukerbad, sagt: \u00abDer Disput zwischen der EFSA und der WHO zeigt es: Auch die Toxikologie ist keine exakte Wissenschaft.\u00a0Die AefU wollen das Resultat dieser Auseinandersetzung nicht abwarten: Besteht der Verdacht auf ein Krebsrisiko, dann hat das Vorsorgeprinzip zu gelten und Glyphosat muss verboten werden.\u00bb<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngige wissenschaftliche Untersuchungen machen deutlich, dass glyphosathaltige Produkte gef\u00e4hrlich sind. Untersuchungen der Universit\u00e4t Leipzig bringen das Totalherbizid beispielsweise mit schweren Erkrankungen beim Menschen und bei Tieren<a title=\"\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> in Verbindung, unter anderem mit Missbildungen bei Ferkeln<a title=\"\" href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Josianne Walpen von der Stiftung f\u00fcr Konsumentenschutz macht klar: \u00abR\u00fcckst\u00e4nde des wahrscheinlich krebserregenden Glyphosates auf Lebens- und Futtermitteln, aber auch im Urin von Menschen und Tieren k\u00f6nnen nicht toleriert werden. Zum Schutze der KonsumentInnen muss hier ein Umdenken stattfinden.\u00bb<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Monaten werden die Beh\u00f6rden der Schweiz wie auch der EU \u00fcber die weitere Zulassung von Glyphosat entscheiden (Liste der zugelassenen Produkte: <a href=\"http:\/\/www.blw.admin.ch\/psm\/wirkstoffe\/?lang=de&amp;item=199\">http:\/\/www.blw.admin.ch\/psm\/wirkstoffe\/?lang=de&amp;item=199<\/a>). \u00abWeitere Bewilligungen auf Basis von unvollst\u00e4ndigen Hersteller-Angaben sind ein unverantwortliches Experiment an Umwelt, Mensch und Tier. Es ist Zeit zu handeln\u00bb, sagt Philippe Schenkel, Umweltwissenschaftler und Leiter der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p>Die drei Organisationen fordern vom Bundesrat und vom Eidgen\u00f6ssischen Parlament, dass der Glyphosat-Verkauf und Einsatz in Privatg\u00e4rten, in der Landwirtschaft und von Bundesbetrieben verboten wird. Zudem muss die Exposition und Wirkung von Glyphosat und anderen Pestiziden auf Menschen und Umwelt regelm\u00e4ssig \u00fcberpr\u00fcft und publiziert werden. Im Sinne des Vorsorgeprinzips braucht es ausserdem konkrete Reduktionsmassnahmen f\u00fcr alle Pestizide.\u00a0Nicht die Intensiv-Landwirtschaft der Agrokonzerne, sondern \u00f6kologische, chemiefreie Anbaumethoden, die Menschen und Tiere sch\u00fctzen, m\u00fcssen gef\u00f6rdert und weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p>Bilder der \u00dcbergabe mit Banner und \u00abGlyphosat-Fass\u00bb auf Anfrage. Weitere Informationen erhalten Sie unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\">www.greenpeace.ch<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.aefu.ch\/aktuell\/#c29678\">www.aefu.ch,<\/a> <a href=\"http:\/\/www.konsumentenschutz.ch\/\">www.konsumentenschutz.ch<\/a> oder bei:<\/p>\n<p>Philippe Schenkel, Greenpeace Schweiz, +41 78 790 52 84<\/p>\n<p>Dr. med. Peter K\u00e4lin, Pr\u00e4sident \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr Umweltschutz, +41 79 636 51 15<\/p>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div id=\"ftn1\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.ichnfm.org\/library\/GMOglyphosate-residues-in-animals-and-humans.pdf\">http:\/\/www.ichnfm.org\/library\/GMOglyphosate-residues-in-animals-and-humans.pdf<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn2\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Interview mit Prof. Monika Kr\u00fcger vgl. <a href=\"http:\/\/www.aefu.ch\/aktuell\/#c28538\">http:\/\/www.aefu.ch\/aktuell\/#c28538<\/a><\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Die kalifornische EPA will Glyphosat auf die Liste f\u00fcr Krebs f\u00f6rdernde Substanzen tun. Monsanto geht dagegen vor. Siehe <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/aefu.ch\/\">https:\/\/www.facebook.com\/aefu.ch\/<\/a> u. <a href=\"http:\/\/clinicalnews.org\/2016\/01\/25\/monsanto-sues-california-over-roundup\/\">http:\/\/clinicalnews.org\/2016\/01\/25\/monsanto-sues-california-over-roundup\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25&#8217;340 Menschen fordern mit Greenpeace, den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten f\u00fcr Umweltschutz AefU sowie der Stiftung f\u00fcr Konsumentenschutz SKS ein Verbot des gef\u00e4hrlichen Pestizids Glyphosat in der Schweiz. 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