{"id":5660,"date":"2016-02-16T00:00:00","date_gmt":"2016-02-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5660\/greenpeace-aktivistinnen-installieren-an-mammut-fassade-ein-basislager\/"},"modified":"2019-05-30T07:06:36","modified_gmt":"2019-05-30T05:06:36","slug":"greenpeace-aktivistinnen-installieren-an-mammut-fassade-ein-basislager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5660\/greenpeace-aktivistinnen-installieren-an-mammut-fassade-ein-basislager\/","title":{"rendered":"Greenpeace-AktivistInnen installieren an Mammut-Fassade ein Basislager"},"content":{"rendered":"<p><b>15 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs L\u00e4ndern (Schweiz, Frankreich, \u00d6sterreich, Ungarn, Slowakei und Slowenien) haben an der Fassade des Mammut-Hauptsitzes in Seon\/AG ein Portaledge (Biwak) angebracht. Sie sind gewillt, da zu bleiben. Hintergrund ihres Basislagers mit Verhandlungstisch ist die Tatsache, dass Mammut trotz mehreren Gespr\u00e4chen und Protesten durch Outdoor-Begeisterte weltweit nach wie vor auf PFC setzt. Diese sch\u00e4dlichen, in der Natur kaum abbaubaren Substanzen passen nicht zu einem Konzern, der nach eigenen Angaben \u00abvon und f\u00fcr die Natur lebt.\u00bb Die Umweltsch\u00fctzerInnen rufen Mammut dazu auf, PFC vollst\u00e4ndig aus der Produktion zu verbannen und die Detox- Verpflichtung von Greenpeace umzusetzen. Medien sind eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Da Mammut nach wie vor nicht auf giftige Chemikalien verzichtet, haben Greenpeace-Kletterer an der Fassade des Konzerns in Seon\/AG heute ihr Basecamp installiert \u2013 inklusive Verhandlungstisch. Mit den Mammut-Verantwortlichen hatten zuvor wiederholt ergebnislose Gespr\u00e4che stattgefunden. Gleichzeitig w\u00fcnschten sich in den letzten Wochen viele Outdoor-Begeisterte von Mammut weltweit PFC-freie Kleidung. Die AktivistInnen laden den Konzern ein, am mitgebrachten Verhandlungstisch gemeinsam eine L\u00f6sung zu finden und ein Detox-Commitment zur Eliminierung der sch\u00e4dlichen PFC aus der ganzen Produktionskette zu unterzeichnen. Sie backen dort oben Kuchen, kochen Kaffee und sind gewillt, da zu \u00fcbernachten. Und sie werden sicherlich die eine oder andere \u00dcberraschung parat haben. Weitere Aktivit\u00e4ten, etwa eine PFC-Infoshow, finden vor dem Haupteingang statt.<\/p>\n<p>\u00abDie Mammut-Angestellten sind eingeladen, bei einem Teller Suppe \u00fcber die Kampagne und die Forderungen der AktivistInnen zu diskutieren\u00bb, sagt Julia Bangerter, Leiterin der Detox-Kampagne von Greenpeace Schweiz. \u00abZwischen Mammut und der Natur stimmt die Chemie nicht. An die Mammut-Gesch\u00e4ftsleitung appellieren wir, in der Branche eine Vorbildrolle wahrzunehmen und ihre Verantwortung gegen\u00fcber Mensch, Tier und Umwelt nicht nur st\u00e4ndig zu betonen, sondern effektiv umzusetzen: PFC-Chemikalien haben in der Natur, in der Nahrung und im Trinkwasser nichts zu suchen.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abMammut lebt von und f\u00fcr die Natur.\u00bb (<a title=\"\" name=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>) Mammut verspricht auf der Firmen-Website, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Ein Greenpeace-Produktetest vom Januar <a title=\"\" name=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>(2) zeigt jedoch ein anderes Bild: Eine der h\u00f6chsten Konzentrationen von giftigen langkettigen PFOA wurde in einem Mammut-Schuh gemessen. Auch ein Rucksack enthielt diese Substanz. In Jacken, Hosen sowie einem Schlafsack und einem Seil von Mammut wies Greenpeace weitere PFC nach.<\/p>\n<p>Viele Outdoor-Marken wie Mammut ersetzen langkettige PFC mit kurzkettigen und preisen dies als L\u00f6sung des Problems an. Mehr als 200 Wissenschaftler (<a title=\"\" name=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>) fordern allerdings, alle PFC aus der Produktion von Konsumg\u00fctern wie Kleidung zu verbannen. Die k\u00fcrzeren, fl\u00fcchtigeren PFC w\u00fcrden sich ebenso in der Natur anreichern wie die langkettigen. 2015 hatten Greenpeace-Probenahmen belegt, dass PFC sich weit \u00fcber den Globus verteilen. Sie wurden unter anderem auch im Schweizer Nationalpark gefunden (<a title=\"\" name=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>). Sie gelangen ins Trinkwasser und sind sogar im Blut nachweisbar.<\/p>\n<p>Andere Firmen liefern bereits PFC-freie Top-Qualit\u00e4t f\u00fcr alle Outdoor-Bereiche. Gerade hat der italienische Profi-Kletterer David Bacci mit PFC-freier Kleidung die anspruchsvollen Cerro Torre und Fitz Roy in Patagonien bestiegen. Und die britische Marke P\u00e0ramo hat sich verpflichtet, s\u00e4mtliche gef\u00e4hrlichen Chemikalien aus ihrer Kleidung zu verbannen \u2013 zwei Belege, dass es technisch hochstehende L\u00f6sungen ohne PFC bereits gibt. Greenpeace und viele Outdoor-Begeisterte rufen das Unternehmen dazu auf, eine Leaderrolle in der Outdoor-Branche zu \u00fcbernehmen. Weltweit setzen \u00fcber dreissig Firmen ihr Commitment bereits um. PFC k\u00f6nnen jetzt schon durch umweltvertr\u00e4glichere, qualitiativ hochwertige Alternativen ersetzt werden.<\/p>\n<p>Mit der Detox-Kampagne fordert Greenpeace mit Einbezug von KonsumentInnen die Bekleidungsindustrie seit 2011 auf, alle gef\u00e4hrlichen Chemikalien inklusive PFC aus der Produktions- und Lieferkette von Konsumg\u00fctern zu verbannen.\u00a0<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\">www.greenpeace.ch<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.detox-outdoor.org\/\">detox-outdoor.org\/<\/a>.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kommen Sie vorbei und verfolgen Sie die Aktion live vor Ort.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fotos und Video von der Aktion k\u00f6nnen Sie fortlaufend hier herunterladen: <\/strong><a href=\"http:\/\/photo.greenpeace.org\/collection\/27MZIFJ6KEGOW\">http:\/\/photo.greenpeace.org\/collection\/27MZIFJ6KEGOW<\/a><\/p>\n<p> <strong>Kontakte vor Ort:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Julia Bangerter, Leiterin Detox-Kampagne Greenpeace Schweiz, +41 79 735 24 23<\/p>\n<p>Yves Zenger, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, +41 78 682 00 91<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div><br clear=\"all\"><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<div id=\"ftn1\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.mammut.ch\/CH\/de_CH\/cr\">http:\/\/www.mammut.ch\/CH\/de_CH\/cr<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn2\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Chemie\/Gefaehrliche-Chemikalien-in-Outdoor-Ausruestung--Greenpeace-Produktetest-2016\/\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Chemie\/Gefaehrliche-Chemikalien-in-Outdoor-Ausruestung&#8211;Greenpeace-Produktetest-2016\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn3\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> <a href=\"http:\/\/ehp.niehs.nih.gov\/1509934\/\">http:\/\/ehp.niehs.nih.gov\/1509934\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn4\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Chemie\/Detox-Outdoor\/\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Chemie\/Detox-Outdoor\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs L\u00e4ndern (Schweiz, Frankreich, \u00d6sterreich, Ungarn, Slowakei und Slowenien) haben an der Fassade des Mammut-Hauptsitzes in Seon\/AG ein Portaledge (Biwak) angebracht. 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