{"id":5680,"date":"2015-12-22T00:00:00","date_gmt":"2015-12-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5680\/wiederanfahren-von-beznau-2-widerspruechliches-und-verantwortungsloses-vorgehen-von-axpo-und-ensi\/"},"modified":"2019-05-30T07:07:06","modified_gmt":"2019-05-30T05:07:06","slug":"wiederanfahren-von-beznau-2-widerspruechliches-und-verantwortungsloses-vorgehen-von-axpo-und-ensi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5680\/wiederanfahren-von-beznau-2-widerspruechliches-und-verantwortungsloses-vorgehen-von-axpo-und-ensi\/","title":{"rendered":"Wiederanfahren von Beznau 2: Widerspr\u00fcchliches und verantwortungsloses Vorgehen von Axpo und ENSI"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace Schweiz kritisiert die Wiederinbetriebnahme von Block 2 des AKW Beznau scharf. Offensichtlich hat die Betreiberin Axpo von der Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ENSI daf\u00fcr gr\u00fcnes Licht erhalten, ohne dass die bei Ultraschallmessungen entdeckten 77 \u00abAnzeigen\u00bb im Herzst\u00fcck der Anlage genau gepr\u00fcft wurden. Die Ursachen dieser Materialfehler bleiben im Dunkeln.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Wiederinbetriebnahme von Beznau 2 zeugt von einem sehr widerspr\u00fcchlichen Verhalten der Betreiberin Axpo und der Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ENSI: Im Druckbeh\u00e4lter des Reaktors wurden ebenfalls \u00abAnzeigen\u00bb, also Schwachstellen im Material, entdeckt, wie die Axpo am 30. November selbst bekannt gab. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Axpo und ENSI in wenigen Tagen zum Schluss gekommen sind, diese Materialfehler im Stahl seien v\u00f6llig unbedenklich, w\u00e4hrend der Pr\u00fcfprozess f\u00fcr den Block 1 fr\u00fchestens im Juli 2016 abgeschlossen wird. \u00abWas in Beznau 1 zu langwieriegen Untersuchungen f\u00fchrt, wird in Beznau 2 toleriert. Hier herrscht Erkl\u00e4rungsnotstand\u00bb, sagt Florian Kasser, Atomexperte von Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Schon eine Schwachstelle kann fatal sein<br \/><\/strong>Gem\u00e4ss dem ENSI wurden 77 Materialfehler im Herzst\u00fcck von Beznau 2 entdeckt. Das sind zwar weniger als im Reaktor 1; doch die Anzahl der Anzeigen ist nicht der einzige Indikator f\u00fcr den Zustand des Druckbeh\u00e4lters. Auch eine einzige Schwachstelle kann die Widerstandsf\u00e4higkeit dieser zentralen Komponente \u00a0schw\u00e4chen. Zudem werden f\u00fcr die Sicherheit zentrale Fragen nicht beantwortet:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Die Ursachen f\u00fcr die Schwachstellen bleiben im Dunkeln<\/li>\n<li>Die Axpo kann nicht abschliessend beweisen, dass die Schwachstellen im Betrieb nicht wachsen und den Beh\u00e4lter nicht zum Versagen bringen k\u00f6nnen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ohne Antworten auf diese Fragen h\u00e4tte Beznau 2 auf keinen Fall wieder ans Netz d\u00fcrfen.\u00a0Der Druckbeh\u00e4lter ist das Herzst\u00fcck eines Atomkraftwerks und umschliesst die radioaktiven Brennelemente. Das Versagen eines Druckbeh\u00e4lters kann von keinem Sicherheitssystem aufgefangen werden und w\u00fcrde unweigerlich zu einem schweren Atomunfall f\u00fchren. \u00abAngesichts der zentralen Bedeutung des Druckbeh\u00e4lters f\u00fcr die Sicherheit ist die Wiederinbetriebnahme unverst\u00e4ndlich und leichtsinnig\u00bb, sagt Florian Kasser.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen:<\/p>\n<p>Thomas M\u00e4der, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, 044 447 41 74<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz kritisiert die Wiederinbetriebnahme von Block 2 des AKW Beznau scharf. 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