{"id":5682,"date":"2016-01-21T00:00:00","date_gmt":"2016-01-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5682\/erfolg-fuer-greenpeace-kampagne-weniger-bienengift-bei-aldi-suisse\/"},"modified":"2019-05-30T07:07:10","modified_gmt":"2019-05-30T05:07:10","slug":"erfolg-fuer-greenpeace-kampagne-weniger-bienengift-bei-aldi-suisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5682\/erfolg-fuer-greenpeace-kampagne-weniger-bienengift-bei-aldi-suisse\/","title":{"rendered":"Erfolg f\u00fcr Greenpeace-Kampagne: weniger Bienengift bei Aldi Suisse"},"content":{"rendered":"<p><b>Pestizide sind eine Gefahr f\u00fcr Mensch, Tier und Umwelt. Das Bienensterben hat nun auch Aldi Suisse alarmiert. Der Grossverteiler will beim Einkauf von Schweizer Obst und Gem\u00fcse auf acht bienengef\u00e4hrliche Gifte verzichten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>R\u00fcckst\u00e4nde in Gew\u00e4ssern, B\u00f6den und Lebensmitteln und ein dramatischer R\u00fcckgang der Artenvielfalt \u2013 das sind zwei der Folgen des hohen Pestizideinsatzes auf dem Acker.\u00a0Seit 1. Januar dieses Jahres fordert Aldi Suisse nun von seinen Schweizer Produzenten, unter anderem die Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid, Sulfoxaflor und Thiamethoxam (von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/wissenschaftler-pestizide-toeten-bienen\/blog\/52554\/\">Syngenta<\/a>) nicht mehr einzusetzen, wie es in einem Greenpeace vorliegenden Schreiben des Konzerns heisst. Anfang Woche hatte Aldi S\u00fcd in Deutschland vorgelegt.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abUnsere Kampagne tr\u00e4gt damit beim Einzelhandel erste Fr\u00fcchte\u00bb, sagt Philippe Schenkel, Umweltwissenschaftler und Leiter der Landwirtschaftskampagne von Greenpeace Schweiz. \u00abAldi Suisse \u00fcbernimmt damit eine wichtige Vorreiterrolle. Andere Grossverteiler sind jetzt gefordert, diesem ersten Schritt zu folgen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Zu viele Pestizide auf dem Acker<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/an-apple-a-day-keeps-the-doctor-away-gift-coc\/blog\/53230\/\">Greenpeace-Analysen<\/a>\u00a0im vergangenen Jahr hatten gezeigt, dass immer noch zu viele Pestizide auf den \u00c4ckern und Plantagen eingesetzt werden.\u00a0Chemisch-synthetische Pestizide sind pr\u00e4sent vom Anbau bis zum Teller. Es ist wichtig, mehr als nur gesetzliche Mindestanforderungen zu erf\u00fcllen und bereits in der Produktion den Einsatz zu reduzieren. Die bienengef\u00e4hrlichen Wirkstoffe aus der Produktion zu verbannen, ist ein wichtiger Anfang.\u00a0<\/p>\n<p>Mit den acht Wirkstoffen, auf die Aldi Schweiz verzichten will, behandeln Landwirte verschiedene Kulturpflanzen wie Kohlrabi, Kr\u00e4uter, Rosen-, Blumen- und Blattkohl, H\u00fclsengem\u00fcse, Peperoni, Auberginen, Zucchetti, Gurken, Erbsen, Spinat, Tomaten, Kartoffeln,\u00a0\u00c4pfel, Aprikosen, Salat und viele mehr.\u00a0<a href=\"http:\/\/bienenschutz.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Bienenreport.pdf\">Greenpeace hatte bereits 2013 gefordert<\/a>, dass genau diese Wirkstoffe verboten werden m\u00fcssen, um dem weltweiten Bienensterben entgegenzuwirken.\u00a0<\/p>\n<p><a title=\"Pestizide k\u00f6nnen krank machen\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/krebs-als-parkinson-zusammenhang-mit-pestizid\/blog\/52858\/\">Doch auch die menschliche Gesundheit ist durch Pestizide tangiert<\/a>,. Gef\u00e4hrliche Stoffe geh\u00f6ren sofort verboten; da hat die Politik bisher versagt. \u00abDeshalb ist es gut, wenn Handelsunternehmen wie Aldi Suisse das selber in die Hand nehmen. Nun muss aber auch die Politik einlenken und den Pestizideinsatz drastisch reduzieren \u2013 f\u00fcr die Gesundheit von Mensch und Tier\u00bb, so Schenkel.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert\u00a0im Sinne des Vorsorgeprinzips konkrete Reduktionsmassnahmen f\u00fcr alle Pestizide im Rahmen des nationalen Aktionsplanes Pestizide.\u00a0Statt weiterhin in eine industrielle Landwirtschaft zu investieren, braucht es die F\u00f6rderung und Weiterentwicklung \u00f6kologischer, chemiefreier Anbaumethoden, die gesunde Lebensmittel sicherstellen und die Fruchtbarkeit der B\u00f6den erhalten.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen finden Sie unter<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\">www.greenpeace.ch<\/a><\/strong><strong>\u00a0<\/strong><strong>oder bei:<\/strong><\/p>\n<p>Philippe Schenkel, Agrarexperte Greenpeace Schweiz, +41 78 790 52 84<\/p>\n<p>Yves Zenger, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, +41 78 682 00 91<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pestizide sind eine Gefahr f\u00fcr Mensch, Tier und Umwelt. 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