{"id":5689,"date":"2015-11-22T00:00:00","date_gmt":"2015-11-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5689\/erdoel-und-erdgas-lobby-wirbt-mit-klimaschutz-lauterkeitsbeschwerden-eingereicht\/"},"modified":"2019-05-30T07:07:18","modified_gmt":"2019-05-30T05:07:18","slug":"erdoel-und-erdgas-lobby-wirbt-mit-klimaschutz-lauterkeitsbeschwerden-eingereicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5689\/erdoel-und-erdgas-lobby-wirbt-mit-klimaschutz-lauterkeitsbeschwerden-eingereicht\/","title":{"rendered":"Erd\u00f6l- und Erdgas-Lobby wirbt mit Klimaschutz: Lauterkeitsbeschwerden eingereicht"},"content":{"rendered":"<p><b>\u00d6lheizungen und Erdgas w\u00fcrden das Portemonnaie schonen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Mit solchen nach Auffassung von Greenpeace Schweiz irref\u00fchrenden Aussagen verzerren die Erd\u00f6l-Vereinigung und der Verband der Schweizerischen Gasindustrie den Wettbewerb mit den erneuerbaren Energien und heizen den Klimawandel zus\u00e4tzlich an. Um dies zu stoppen hat Greenpeace heute zwei Beschwerden bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission eingereicht. Gleichzeitig wird die Politik aufgefordert, auf Produkte aus \u00d6l und Gas Warnhinweise \u00fcber deren klimasch\u00e4digende Wirkung einzuf\u00fchren.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Schweiz sieht sich beim Klimaschutz gerne als Vorreiter: Sie ist aber nicht bei den Klimazielen und bei den erneuerbaren Energien, sondern beim Heizen mit Erd\u00f6l Europameisterin. Dies auch weil die Erd\u00f6l-Vereinigung mit ihrer \u00abInformationsstelle Heiz\u00f6l\u00bb aus Sicht von Greenpeace systematisch irref\u00fchrende und falsche Aussagen f\u00fcr die Bewerbung von \u00d6lheizungen verbreitet. Sie tut dies in einer Reihe von Produkten auf der Homepage erdoel.ch, \u00fcber Ratgeberbrosch\u00fcren und Anzeigen bis hin zu Medien-Orientierungen. Dabei wird suggeriert, dass \u00d6lheizungen per se sauber und umweltfreundlich seien und dass der Ersatz einer alten \u00d6lheizung durch eine neue generell die g\u00fcnstigste Variante sei.<\/p>\n<p>Dem ist aber eindeutig nicht so: Mehrere unabh\u00e4ngige Quellen zeigen, dass \u00d6lheizungen nicht die g\u00fcnstigste Option sind. Zudem ist unbestritten, dass die erheblichen CO2-Emissionen von \u00d6lheizungen alles andere als positiv f\u00fcr Umwelt und Klima sind. Das ist durch die Wissenschaft best\u00e4tigt: Aus den neusten Datens\u00e4tzen der \u00d6kobilanzdatenbank ecoinvent und der in der Schweiz \u00fcblichen Bewertungs-Methodik ist klar ersichtlich, dass \u00d6lheizungen sowohl was die Verursachung von CO2-Emissionen als auch was die Gesamtumweltbelastung angeht jeweils am schlechtesten abschneiden. Aus diesem Grund fordern namhafte ETH-Professoren einen verbindlichen Ausstieg aus \u00d6lheizungen im Kanton Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Auch der Verband der Schweizerischen Gasindustrie missbraucht nach Auffassung von Greenpeace den Klimaschutz f\u00fcr die Bewerbung von Erdgas als einen an sich umweltfreundlichen, die Natur sch\u00fctzenden Energietr\u00e4ger. Auch hier gilt, dass die CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung von Erdgas anfallen, nach dem aktuellen Stand der Klima-Forschung weltweit klar mit Sch\u00e4den an Natur und Mensch in Verbindung gebracht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Georg Klingler, Klima-Experte von Greenpeace Schweiz, ist offensichtlich, dass die Lauterkeitskommission diese Unart von Werbung nicht l\u00e4nger dulden darf. \u00abW\u00e4hrend ab n\u00e4chster Woche die Weltgemeinschaft in Paris eine L\u00f6sung f\u00fcr die dringende Eind\u00e4mmung der Klimaerw\u00e4rmung sucht, heizt die Erd\u00f6l- und Erdgaslobby das Klima unversch\u00e4mt weiter an und gibt sich dabei noch umweltfreundlich: Das ist inakzeptabel und hat mit einem fairen Wettbewerb nichts am Hut\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Nicht nur Rauchen, auch das Klima anheizen kann t\u00f6ten<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im Jahr 2007 hatte Greenpeace Schweiz gegen die Erd\u00f6l-Vereinigung eine Lauterkeitsbeschwerde eingereicht und dabei Recht erhalten. Weil der Klimaschutz nun erneut f\u00fcr Werbezwecke missbraucht wird und sich die Erd\u00f6l- und Gaslobby \u00fcber die Entscheide der Schweizerischen Lauterkeitskommission hinwegsetzt, fordert Greenpeace die Politik auf, wie bei der Tabakpr\u00e4vention auch bei der Klimaerw\u00e4rmung obligatorische Warnhinweise einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00abFossile Energien zerst\u00f6ren nicht nur die Umwelt, sondern schaden auch der Gesundheit der Menschen und verursachen immer mehr Hitzetote\u00bb, sagt Georg Klingler. \u00abAus diesem Grund ist es nichts als vern\u00fcnftig, wenn der irref\u00fchrenden Werbung der Erd\u00f6l- und Gaslobby mit sachlichen Warnhinweisen \u00fcber die Folgen der Klimaerw\u00e4rmung begegnet wird\u00bb.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><em>Hinweise<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Hier ein paar Beispiele, wie solche Warnhinweise aussehen k\u00f6nnten:\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20628229\/ba2558f6e33-ny8l0a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">photo.greenpeace.org\/collection\/27MZIFJ67MVW2<\/a><\/p>\n<p>Die Beschwerden werden auf Anfrage gerne zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p><em><strong>F\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte:<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Georg Klingler, Klima-Experte Greenpeace Schweiz, 079 785 07 38<br \/>Marco F\u00e4hndrich, Medienbeauftragter Greenpeace Schweiz, 079 374 59 73<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6lheizungen und Erdgas w\u00fcrden das Portemonnaie schonen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Mit solchen nach Auffassung von Greenpeace Schweiz irref\u00fchrenden Aussagen verzerren die Erd\u00f6l-Vereinigung und der Verband der Schweizerischen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-5689","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5689","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5689"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5689\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5689"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5689"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5689"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=5689"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=5689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}