{"id":5718,"date":"2015-10-14T00:00:00","date_gmt":"2015-10-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5718\/vernissage-greenpeace-photo-award-sam-dzong-ein-dorf-zieht-um\/"},"modified":"2022-02-28T14:33:00","modified_gmt":"2022-02-28T13:33:00","slug":"vernissage-greenpeace-photo-award-sam-dzong-ein-dorf-zieht-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5718\/vernissage-greenpeace-photo-award-sam-dzong-ein-dorf-zieht-um\/","title":{"rendered":"Vernissage Greenpeace Photo Award: SAM DZONG \u2013 EIN DORF ZIEHT UM"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine Ausstellung im COALMINE Forum f\u00fcr Dokumentarfotografie mit Manuel Bauer.<br \/>\nDie COALMINE in Winterthur pr\u00e4sentiert vom 30. Oktober bis 18. Dezember 2015 den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2014 in Zusammenarbeit mit Greenpeace und in Medienpartnerschaft mit \u00abGEO\u00bb.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Als Folge der globalen Klimaerw\u00e4rmung fehlt dem nepalesischen Dorf Sam Dzong mit seinen 85 Einwohnern das Wasser. Nun m\u00fcssen die Bewohner ihre seit Generationen angestammte Heimat an der tibetischen Grenze verlassen und sich mit all ihrem Hab und Gut ein neues Zuhause suchen \u2013 ein moderner Exodus. Das Projekt \u00abSam Dzong \u2013 Ein Dorf zieht um\u00bb von Manuel Bauer (*1966, lebt und arbeitet in Winterthur) ist wesentlich mehr als eine fotografische Dokumentation.<\/p>\n<p>Als der Fotograf Manuel Bauer 2008 zum ersten Mal nach Mustang fand, wollte er eigentlich bloss das lange f\u00fcr Reisende gesperrte ehemalige K\u00f6nigreich besuchen. Doch eines Nachts standen drei M\u00e4nner aus dem entlegenen Dorf Sam Dzong vor seiner T\u00fcr. Sie hatten erfahren, dass in Mustang ein Mann weilte, der den Dalai Lama im Unterhemd gesehen habe. Also musste er wichtig sein und f\u00fcr sie \u2013 Buddhisten tibetischer Abstammung \u2013 der richtige, um ihre Verzweiflung anzuh\u00f6ren: dass die Wasserknappheit ihre Felder seit mehreren Jahren verdorren liess. Das Wort \u00abKlimawandel\u00bb fehlte in ihrem Wortschatz. Dieser bewirkt, dass die einst ergiebigen Quellen mehr und mehr austrocknen, mit der Konsequenz, dass die Bauern ihre Felder nicht mehr w\u00e4ssern und ihre Familien nicht mehr ern\u00e4hren k\u00f6nnen. Sie sind der \u00abKollateralschaden\u00bb einer Entwicklung, die irgendwo in weiter Ferne stattfindet.<\/p>\n<p>Peter Pfrunder, Direktor der Fotostiftung Schweiz und Leiter der internationalen Jury des Greenpeace Photo Award 2014, schreibt: \u00abManuel Bauers Projekt ist wesentlich mehr als eine fotografische Dokumentation. Berichterstattung und aktives Handeln sind darin eng aneinandergekoppelt, und der Fotograf ist teilnehmender Beobachter im besten Sinn: Seinen Recherchen und Bildern ist es zu verdanken, dass er die Wassernot der Dorfbewohner und die verzweifelte Suche nach einem Ausweg als leicht verst\u00e4ndliche, dramatische, aber auch ber\u00fchrende Geschichte erz\u00e4hlen kann. Bereits bisher konnte er damit beachtliche Unterst\u00fctzung und materielle Hilfe mobilisieren. Das Vertrauen der portr\u00e4tierten Menschen, die gekonnte Veranschaulichung komplexer Zusammenh\u00e4nge sowie eine tiefe Faszination f\u00fcr die Sch\u00f6nheiten von Natur und Kultur \u2013 all dies zeichnet Manuel Bauers Fotoarbeit aus. Sam Dzong wird darin zu einem exemplarischen Fall, einer Metapher f\u00fcr viele \u00e4hnliche Klima-Notf\u00e4lle auf der ganzen Welt.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Die Partnerschaft \u2013 Greenpeace Photo Award<\/strong><br \/>\nDie COALMINE pr\u00e4sentiert den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2014 in Zusammenarbeit mit Greenpeace. Greenpeace sucht einen neuen Blick auf \u00f6kologische Themen. In Medienpartnerschaft mit dem Reportagemagazin GEO wurde der diesj\u00e4hrige Greenpeace Photo Award zum Thema Umwelt \u00f6ffentlich ausgeschrieben. Nicht fertige Fotoarbeiten wurden gesucht, sondern noch nicht ver\u00f6ffentlichte Fotoprojekte.<\/p>\n<p>Aus den \u00fcber hundert eingereichten Arbeiten von professionellen Fotoschaffenden aus der Schweiz und Deutschland wurden von einer Jury (Peter Pfrunder, Direktor der Fotostiftung Schweiz, Ingo Taubhorn, Kurator Deichtorhallen Hamburg, und Ruth Eichhorn, Bildchefin GEO) acht Projekte nominiert und auf www.photo-award.org der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. \u00dcber 6000 Besucherinnen und Besucher haben sich an der Abstimmung beteiligt. Die meisten Stimmen erhielt Manuel Bauer. Sein Projekt gewann den Publikumspreis von 8000 Euro.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wurden von der Jury zwei Jurypreise \u00e0 je 10 000 Euro an Uwe H. Martin und Dmitrij Leltschuk verliehen. Beide Projekte werden in der COALMINE vom 22. Januar bis 24. M\u00e4rz 2016 ausgestellt. Die von Greenpeace finanzierten Preise werden von den Fotografen f\u00fcr die Umsetzung ihrer Projekte verwendet. 2016 werden die Jurypreise in GEO ver\u00f6ffentlicht, der Publikumspreis erscheint im Greenpeace-Magazin.<\/p>\n<p>Vernissage: Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18.30 Uhr<br \/>\nDienstag, 10. November 2015, 18.00 Uhr<br \/>\nVortrag: Manuel Bauer spricht \u00fcber Sam Dzong und seine Arbeit<\/p>\n<p><strong><br \/>\nWeitere Ausk\u00fcnfte unter:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20135754\/d9421824a6a-nw98ue\">www.coalmine.ch<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/1708.seu.cleverreach.com\/c\/20135755\/d9421824a6a-nw98ue\">photo-award.org\/<\/a><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/fotoausstellung-manuel-bauer\/blog\/54434\/\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/fotoausstellung-manuel-bauer\/blog\/54434\/<\/a>\u00a0<\/strong>(Interview mit Manuel Bauer)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Ausstellung im COALMINE Forum f\u00fcr Dokumentarfotografie mit Manuel Bauer. Die COALMINE in Winterthur pr\u00e4sentiert vom 30. Oktober bis 18. 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