{"id":5728,"date":"2015-11-04T00:00:00","date_gmt":"2015-11-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5728\/20-jahre-erfahrung-gentech-landwirtschaft-verursacht-nur-weitere-probleme\/"},"modified":"2019-05-30T07:08:18","modified_gmt":"2019-05-30T05:08:18","slug":"20-jahre-erfahrung-gentech-landwirtschaft-verursacht-nur-weitere-probleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5728\/20-jahre-erfahrung-gentech-landwirtschaft-verursacht-nur-weitere-probleme\/","title":{"rendered":"20 Jahre Erfahrung: Gentech-Landwirtschaft verursacht nur (weitere) Probleme"},"content":{"rendered":"<p><b>Vor 20 Jahren hatten US-Bauern die ersten Gentech-Pflanzen ausges\u00e4t. Die Agrochemie-Branche versprach weltweite Ern\u00e4hrungssicherheit. Inzwischen gibt es wissenschaftliche Belege daf\u00fcr, dass die Gentechnik den Herausforderungen der globalen Ern\u00e4hrungs- und Agrarsysteme nicht gewachsen sind. Die Versprechungen der Gentechnik-Industrie haben sich als Mythen entpuppt. Die Schweiz tut gut daran, den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen auch nach 2017 zu verbieten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Vor zwei Jahrzehnten waren auf US-Feldern die ersten Gentech-Pflanzen angebaut worden. Seither gaben Monsanto, Syngenta und Bayer in Bezug auf diese Technologie die schillerndsten Versprechen ab. Nun, zwei Jahrzehnte sp\u00e4ter, zeigt sich, dass die Gentechnik keine davon erf\u00fcllen kann. Einige der im Labor demonstrierten Vorz\u00fcge liessen sich auf dem Feld nicht umsetzen, andere waren der Komplexit\u00e4t realer landwirtschaftlicher \u00d6kosysteme und den tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnissen von B\u00e4uerInnen nicht gewachsen. In der Analyse \u00abZwei Jahrzehnte des Versagens \u2013 die gebrochenen Versprechen der Agro-Gentechnik\u00bb<a title=\"\" name=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> r\u00e4umt Greenpeace mit den Mythen der Gentechnik auf.<\/p>\n<p>Die Gentechnik zementiert nur das gescheiterte Modell der industriellen Landwirtschaft \u2013 mit ihren Monokulturen und dem Grosseinsatz von Pestiziden, die zum Verlust der biologischen Vielfalt f\u00fchren, ihrer schlechten Kohlenstoffbilanz, dem grossen wirtschaftlichen Druck, den sie Kleinb\u00e4uerInnen auferlegt, und ihrer Unf\u00e4higkeit, sichere, gesunde und gehaltvolle Nahrungsmittel dort bereitzustellen, wo sie ben\u00f6tigt werden. Gentech-Lebensmittel zielen an den Bed\u00fcrfnissen der KonsumentInnen vorbei. Die aktuell angesagte Technik, die Cisgenese, ist genauso problematisch wie die Transgenese der ersten Generation gentechnisch ver\u00e4nderter Pflanzen. Die Gentechnik geh\u00f6rt eindeutig der agrarindustriellen Vergangenheit an und hat in einer \u00f6kologisch gepr\u00e4gten, fair gestalteten Zukunft keinen Platz.<\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderung von Alternativen n\u00f6tig<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt eine sichere Alternative zu Gentechnik \u2013 eine, die zudem erfolgreicher ist: Smart Breeding oder MAS (Markergest\u00fctzte Selektion)<a title=\"\" name=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> ist eine Anwendung der Biotechnologie \u2013 ohne Gentechnik. Sie setzt auf den klassischen Z\u00fcchtungsansatz, funktioniert schnell und effektiv. Sie ist zwar kein Wundermittel, aber eine echte, allerdings bisher weitgehend unbemerkte Revolution in der Pflanzenzucht. MAS hat bereits bei einer breiten Palette an Nutzpflanzen mit n\u00fctzlichen Eigenschaften hervorgebracht. Beispielsweise wurden durch diese Art von Z\u00fcchtung bestimmte Sorten von Gerste, Bohnen, Chili, Salat, Hirse, Reis, Soja, Tomaten und Weizen gegen Pilzkrankheiten resistent.\u00a0 Zu neueren MAS-Sorten z\u00e4hlen auch Kulturpflanzen, die eine erh\u00f6hte Widerstandsf\u00e4higkeit gegen D\u00fcrre oder \u00dcberschwemmungen haben oder in B\u00f6den mit hohem Salzgehalt gedeihen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Konzerne, die der Welt versprechen, mit Gentechnik die Ern\u00e4hrungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten, vernichten mit Gentechnik und Pestiziden in Wahrheit die Artenvielfalt und gef\u00e4hrden die Gesundheit von Mensch und Tier. Statt weiterhin in eine Intensiv-Landwirtschaft zu investieren, braucht es die F\u00f6rderung und Weiterentwicklung \u00f6kologischer, chemiefreier Anbaumethoden, also auch einen Forschungsschub im biologischen Landbau.\u00a0Das Moratorium f\u00fcr den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen in der Schweiz l\u00e4uft Ende 2017 aus. Die Schweiz tut gut daran, diesen ganz zu verbieten und weiterhin auf diesen entscheidenden Qualit\u00e4tsvorteil der gentechfreien Landwirtschaft zu setzen.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\">www.greenpeace.ch<\/a> oder bei:<\/strong><\/p>\n<p>Philippe Schenkel, Agrarexperte Greenpeace Schweiz, +41 78 790 52 84<\/p>\n<p>Yves Zenger, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, +41 78 682 00 91<\/p>\n<p>Mail: <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c3ee741b-c3ee741b-8721f277f988581651c934e3266953bb.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', 'F6_91_84_99_D8_93_95_97_93_86_98_93_93_84_91_B6_93_9B_97_B8_D8_93_9B_97_98_84_99_A0'));\/\/--><\/script><\/p>\n<div><br clear=\"all\"><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<div id=\"ftn1\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9e2f29ef-9e2f29ef-gp_20_jahre_deutsch_03_11.pdf\">www.greenpeace.orghttps:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9e2f29ef-9e2f29ef-gp_20_jahre_deutsch_03_11.pdf<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn2\">\n<p><a title=\"\" name=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/smart-breeding-revolution-in-der-pflanzenzuch\/blog\/51117\/\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/smart-breeding-revolution-in-der-pflanzenzuch\/blog\/51117\/<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 20 Jahren hatten US-Bauern die ersten Gentech-Pflanzen ausges\u00e4t. 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