{"id":5735,"date":"2015-11-16T00:00:00","date_gmt":"2015-11-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5735\/gruenes-licht-fuer-wiederanfahren-belgischer-riss-reaktoren-kein-freibrief-fuer-beznau\/"},"modified":"2019-05-30T07:08:25","modified_gmt":"2019-05-30T05:08:25","slug":"gruenes-licht-fuer-wiederanfahren-belgischer-riss-reaktoren-kein-freibrief-fuer-beznau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5735\/gruenes-licht-fuer-wiederanfahren-belgischer-riss-reaktoren-kein-freibrief-fuer-beznau\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Wiederanfahren belgischer Riss-Reaktoren: Kein Freibrief f\u00fcr Beznau"},"content":{"rendered":"<p><b>Die belgische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde FANC hat einen h\u00f6chst fahrl\u00e4ssigen Entscheid gef\u00e4llt: Sie gibt gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Wiederanfahren der beiden Reaktoren Doel 3 und Tihange 2. Greenpeace Schweiz kritisiert den Entscheid der FANC und warnt davor, daraus voreilige R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Situation im Schweizer Uralt-AKW Beznau zu ziehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die belgische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde hat heute ihren Entscheid mitgeteilt, dass die beiden Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 wieder ans Netz d\u00fcrfen. Beide Reaktoren stehen seit \u00fcber einem Jahr still. Grund daf\u00fcr sind tausende Risse, die im Reaktordruckbeh\u00e4lter (RDB) entdeckt wurden. Nun teilt die FANC mit, diese Risse (oder \u00abWasserstoff-Flakes\u00bb, wie sie die Aufsichtsbeh\u00f6rde nennt) w\u00fcrden \u00abkein unakzeptables Sicherheitsrisiko f\u00fcr die Reaktoren darstellen\u00bb. Wie dieser Entscheid aber genau zustande gekommen ist, bleibt unklar: \u00abEs bleiben mehr Fragen offen als beantwortet wurden\u00bb, sagt Stefan F\u00fcglister, Atomexperte f\u00fcr Greenpeace. \u00abZwei von Rissen \u00fcbers\u00e4te Reaktordruckbeh\u00e4lter auf dieser Grundlage wieder in Betrieb zu nehmen ist grobfahrl\u00e4ssig.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Beznau ist nicht Doel oder Tihange<br \/><\/strong>Die in Belgien entdeckten Risse f\u00fchrten dazu, dass auch in Schweizer AKW Ultraschallmessungen an den RDB durchgef\u00fchrt wurden. Dabei kamen in Reaktor 1 des AKW Beznau Schwachstellen zutage. Nun w\u00e4re es aber h\u00f6chst verfehlt, aus dem Entscheid der FANC R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Situation in Beznau zu ziehen: \u00abDer Entscheid in Belgien ist kein Freibrief f\u00fcr das Wiederanfahren von Beznau 1\u00bb, betont Stefan F\u00fcglister. Die Situation ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden nur sehr bedingt vergleichbar:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Reaktordruckbeh\u00e4lter in Beznau besteht aus einem anderen Material (unterschiedliche chemische Zusammensetzung der Stahllegierung) als die belgischen RDB<\/li>\n<li>Der Reaktordruckbeh\u00e4lter in Beznau ist 14 bzw. 13 Jahre l\u00e4nger in Betrieb als dessen Pendants in Tihange und Doel<\/li>\n<li>Aufgrund des l\u00e4ngeren Betriebs muss man davon ausgehen, dass der RDB von Beznau st\u00e4rker verspr\u00f6det ist \u2013 was sich negativ auf die Sicherheit auswirkt<\/li>\n<li>Nach wie vor ungekl\u00e4rt ist, ob die Risse in den belgischen Reaktoren aufgrund des laufenden Betriebs gr\u00f6sser werden \u2013 diese zentrale Frage muss auch in Beznau gekl\u00e4rt werden, bevor \u00fcber eine Wiederinbetriebnahme \u00fcberhaupt nachgedacht werden kann<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Greenpeace fordert Berichte zu Beznau<br \/><\/strong>Die genaue Situation in Beznau will die Betreiberin Axpo offenbar so lange geheim halten wie es geht. Man weiss in den F\u00fchrungsetagen wohl, dass ein Wiederanfahren von Beznau 1 kaum gerechtfertigt werden kann. Greenpeace Schweiz fordert, dass der Bericht der Axpo an das ENSI l\u00fcckenlos ver\u00f6ffentlicht wird. Es kann nicht Sache von einigen Ingenieuren sein zu bestimmen was als sicher gilt und der Bev\u00f6lkerung zumutbar ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen:<\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister, Atomexperte f\u00fcr Greenpeace Schweiz, +41 79 773 19 31<br \/>Thomas M\u00e4der, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 74<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die belgische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde FANC hat einen h\u00f6chst fahrl\u00e4ssigen Entscheid gef\u00e4llt: Sie gibt gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Wiederanfahren der beiden Reaktoren Doel 3 und Tihange 2. 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