{"id":57394,"date":"2020-08-02T08:00:00","date_gmt":"2020-08-02T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=57394"},"modified":"2022-07-26T09:53:56","modified_gmt":"2022-07-26T07:53:56","slug":"agrarlobby-stoppen-es-braucht-einen-wandel-in-der-agrarpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/57394\/agrarlobby-stoppen-es-braucht-einen-wandel-in-der-agrarpolitik\/","title":{"rendered":"Agrarlobby stoppen! Es braucht einen Wandel in der Agrarpolitik"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00dcberd\u00fcngung, umweltgef\u00e4hrdende Pestizide, schwindende Biodiversit\u00e4t:<br>Es ist nicht nachhaltig, wie die intensive Landwirtschaft den Boden und die<br>Gew\u00e4sser in der Schweiz beansprucht. Die Umweltorganisationen WWF<br>Schweiz, Pro Natura, Greenpeace und BirdLife starten heute deshalb ihre<br>Kampagne \u00abAgrarlobby stoppen\u00bb und richten einen \u00f6ffentlichen Appell an<br>alle AkteurInnen. Das Ziel ist eine zukunftsgerichtete Agrarpolitik. \u00dcber<br>diese ber\u00e4t das Parlament in den kommenden Monaten. Im neuen Gesetz<br>m\u00fcssen die massiven Umweltdefizite korrigiert und dadurch die<br>Ern\u00e4hrungssicherheit f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen sichergestellt werden.<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00abDas Parlament hat jetzt bei der Beratung der Agrarpolitik der kommenden<br>Jahre (AP 22+) die M\u00f6glichkeit, Umweltanliegen in den Vordergrund zu stellen\u00bb,<br>sagt Eva Wyss, Landwirtschaftsexpertin beim WWF Schweiz: \u00abNun kann die<br>Politik das ins Zentrum stellen, was wirklich wichtig ist: den Schutz der Natur,<br>und damit unsere Ern\u00e4hrungssicherheit.\u00bb <\/p>\n\n<p>Die einflussreiche Agrarlobby gibt vor, f\u00fcr die Schweizer Bauernfamilien<br>einzustehen. In Wahrheit st\u00fctzt sie die Interessen des Agrobusiness. Denn<br>Pestizidhersteller, Futtermittel-Importeure &amp; Co. sind die gr\u00f6ssten Profiteure der<br>Steuermilliarden an die Landwirtschaft.<\/p>\n\n<p>Die Lobby verteidigt eine auf hohe Produktion getrimmte Landwirtschaft, die<br>V\u00f6gel und Insekten schadet und unsere Gew\u00e4sser mit Pestiziden vergiftet. \u00abDie<br>Lebewesen leiden nicht nur unter dem Gift, das die Landwirtschaft ausbringt,<br>sondern auch unter schwindenden Lebensr\u00e4umen\u00bb, sagt Patrik Peyer,<br>Projektleiter Landwirtschaft bei BirdLife Schweiz.<\/p>\n\n<p>Ausserdem \u00fcberd\u00fcngt die Landwirtschaft unser Land. Die Landwirtschaft h\u00e4lt<br>auf zu kleiner Fl\u00e4che zu viele Tiere und belastet mit der G\u00fclle unsere B\u00f6den,<br>Seen und W\u00e4lder. Dazu Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und<br>Klima bei Greenpeace: \u00abWeil die Schweiz die vielen Tiere nicht mit den eigenen<br>Ressourcen ern\u00e4hren kann, ist sie auf Importfutter angewiesen\u200b. Eine nicht an<br>den Standort angepasste Landwirtschaft \u2013 dazu geh\u00f6ren Massentierhaltung und<br>Monokulturen zum Anbau von Futtermitteln \u2013 zerst\u00f6rt im In- und Ausland wichtige \u00d6kosysteme.\u00bb Die Agrarlobby verhindert bisher den Kurswechsel hin zu<br>einer zukunftsf\u00e4higen, also \u00f6kologischen Landwirtschaft konsequent. Dabei<br>beweisen tausende innovative B\u00e4uerinnen und Bauern schon heute, dass sich<br>Produktion und \u00d6kologie gut in Einklang bringen lassen.<\/p>\n\n<p>\u00abDie Anreize sind heute v\u00f6llig falsch\u00bb, sagt Marcel Liner, Landwirtschaftsexperte<br>bei Pro Natura: \u00abEs kann nicht sein, dass Steuermilliarden eine Landwirtschaft<br>am Leben erhalten, die Umweltziele nicht erf\u00fcllt, die Gesundheit der Menschen<br>aufs Spiel setzt und die Biodiversit\u00e4t gef\u00e4hrdet.\u00bb<\/p>\n\n<p>Auf der Kampagnenseite \u200b<a href=\"http:\/\/www.agrarlobby-stoppen.ch\u200b\">www.agrarlobby-stoppen.ch\u200b<\/a> ist ein Appell f\u00fcr eine<br>zukunftsf\u00e4hige Landwirtschaft aufgeschaltet, dem sich bereits B\u00e4uerinnen und<br>Bauern, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Sport und Politik<br>angeschlossen haben. Marcel Liner betont die Dringlichkeit: \u00abWir rufen die<br>Bev\u00f6lkerung auf, jetzt gemeinsam ein Zeichen zu setzen und den Appell zu<br>unterzeichnen. Wir m\u00fcssen unsere Natur sch\u00fctzen!\u00bb<\/p>\n\n<p>Medienschaffende finden auf dieser Website weiterf\u00fchrende Infos und<br>Bildmaterial zum Download.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<\/h2>\n\n<p><strong>Kontakt f\u00fcr Fragen zur Kampagne<\/strong><br>Jonas Schmid, WWF Schweiz, <a href=\"mailto:jonas.schmid@wwf.ch\">jonas.schmid@wwf.ch<\/a>, 079 241 60 57<\/p>\n\n<p><br><strong>Kontakte f\u00fcr Fachfragen<\/strong><br>Eva Wyss, Landwirtschaftsexpertin WWF, WWF Schweiz, <a href=\"mailto:eva.wyss@wwf.ch\">eva.wyss@wwf.ch<\/a>,<br>079 352 09 47<\/p>\n\n<p>Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik bei Pro Natura, <a href=\"mailto:marcel.liner@pronatura.ch\">marcel.liner@pronatura.ch<\/a><br>079 730 76 64<\/p>\n\n<p>Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima bei Greenpeace Schweiz,<br><a href=\"mailto:alexandra.gavilano@greenpeace.org\">alexandra.gavilano@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 38<\/p>\n\n<p>Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, BirdLife Schweiz, <a href=\"mailto:patrik.peyer@birdlife.ch\">patrik.peyer@birdlife.ch<\/a>,<br>079 810 04 80<\/p>\n\n<p>Die Plakatsujets stehen hier zum Download zur Verf\u00fcgung:<br><a href=\"http:\/\/www.agrarlobby-stoppen.ch\/medien\/\">www.agrarlobby-stoppen.ch\/medien\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberd\u00fcngung, umweltgef\u00e4hrdende Pestizide, schwindende Biodiversit\u00e4t:<br \/>\nEs ist nicht nachhaltig, wie die intensive Landwirtschaft den Boden und die Gew\u00e4sser in der Schweiz beansprucht. 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