{"id":5753,"date":"2015-09-29T00:00:00","date_gmt":"2015-09-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5753\/das-sind-die-energiewende-bremser-und-foerderer-im-staenderat\/"},"modified":"2019-05-30T07:08:54","modified_gmt":"2019-05-30T05:08:54","slug":"das-sind-die-energiewende-bremser-und-foerderer-im-staenderat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5753\/das-sind-die-energiewende-bremser-und-foerderer-im-staenderat\/","title":{"rendered":"Das sind die Energiewende-Bremser und -F\u00f6rderer im St\u00e4nderat"},"content":{"rendered":"<p><b>Der St\u00e4nderat hat die Energiestrategie 2050 substantiell verw\u00e4ssert. Das Umweltrating der grossen Umweltverb\u00e4nde hat das Abstimmungsverhalten der Kantonsvertreter unter die Lupe genommen und zeigt auf: FDP und SVP haben sich im St\u00e4nderat noch mehr als Umwelt-Abbauer etabliert \u2013 stark verd\u00fcstert hat sich das Bild, das die CVP abgibt. Einzelpersonen weichen erfreulicherweise stark von den Parteidurchschnitten nach oben ab. Die Energiewende vorangetrieben haben BDP, GLP, SP und Gr\u00fcne.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Umweltorganisationen haben das im August publizierte Umweltrating f\u00fcr den St\u00e4nderat um die wichtigsten Abstimmungen zur Energiestrategie erg\u00e4nzt. Dabei zeigt sich wie bereits im Nationalrat, dass FDP und SVP grossmehrheitlich wenig von einer richtigen Energiewende halten.\u00a0<\/p>\n<p><strong>CVP-St\u00e4nder\u00e4te treten auf Bremse<br \/><\/strong>Anders als im Nationalrat war im St\u00e4nderat leider auch eine deutliche Mehrheit der CVP auf der bremsenden Seite, was zu zahlreichen Verw\u00e4sserungen der Vorlage f\u00fchrte. Dies steht nicht nur im Gegensatz zum Verhalten im Nationalrat, sondern widerspricht auch der CVP-Eigenwerbung als <a href=\"http:\/\/www.cvp.ch\/themen\/umwelt-und-energie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abeinzige b\u00fcrgerliche Partei, die sich konsequent f\u00fcr Umweltschutz und erneuerbare Energien einsetzt.\u00bb<\/a> Graziella Regazzoni, Projektleiterin Energiewende bei Greenpeace Schweiz ist entt\u00e4uscht, dass die Mehrheit der CVP-St\u00e4nder\u00e4te von dem nach Fukushima bekundeten Ausstiegswillen abger\u00fcckt sind: \u00abOffenbar hat die CVP-St\u00e4nder\u00e4te auf halbem Weg der Mut verlassen, Atomausstieg und Energiewende konsequent umzusetzen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Aufsteiger BDP und GLP<br \/><\/strong>Entt\u00e4uschend ist auch das Verhalten von FDP und SVP: Beide haben mit ihren Energie-Entscheiden ihr Umweltrating auf tiefem Niveau noch einmal verschlechtert \u2013 die FDP um 5,9 und die SVP gar um 6,6 Prozentpunkte. Verbessert haben sich hingegen BDP und GLP.Die BDP, beziehungsweise ihr einziger St\u00e4nderatsvertreter Werner Luginb\u00fchl, macht \u00fcber 5 Prozentpunkte wett und hat sich mit nunmehr fast 48 Prozent Umweltfreundlichkeit diesbez\u00fcglich klar von der CVP abgesetzt.Mit einem Plus von fast 6 Prozentpunkten hat die GLP mit einem Gesamtscore von 94 Prozent zur SP (96 Prozent) aufgeschlossen. Die Sozialdemokraten wie auch die Gr\u00fcnen sind dabei auf \u00a0sehr hohem Niveau stabil geblieben.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Individuelle Unterschiede im St\u00e4nderat besonders gross<br \/><\/strong>W\u00e4hrend SP, Gr\u00fcne und GLP konsequent f\u00fcr Umweltanliegen in der Energiestrategie stimmten und die SVP konsequent dagegen, ist die Bandbreite bei FDP und CVP noch gr\u00f6sser als im Nationalrat. So erreichen die CVP-St\u00e4nder\u00e4te H\u00e4berli, Imoberdorf und Baumann extreme 0 Prozent \u2013 stimmten also ausnahmslos gegen die zentralen Punkte der Energiewende, die CVP-St\u00e4nder\u00e4te Seydoux (JU) und Graber (LU) hingegen respektable 80 beziehungsweise 70 Prozent. Bei der FDP umfasst die Bandbreite sogar das ganze Spektrum von 0 (Schmid, GR und Hefti, GL) bis 100 Prozent (Comte, NE) \u2013 also von Vollbremsung bis umfassender Unterst\u00fctzung. Auch der parteilose, aber in der SVP-Fraktion politisierende Thomas Minder (SH) erreicht 60 Prozent.<\/p>\n<p>Das individuell gepr\u00e4gte Stimmverhalten zeigt: Beim St\u00e4nderat als Personenwahl lohnt sich f\u00fcr umweltbewusste W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler ein Blick ins Umweltrating der St\u00e4nder\u00e4te des eigenen Kantons. Eine ausf\u00fchrliche Liste der Bremser und F\u00f6rderer ist dieser Medienmitteilung angeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>\u00abUmweltwirksam w\u00e4hlen lohnt sich beim St\u00e4nderat sogar noch mehr als beim Nationalrat\u00bb, betont Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz. Denn in der kleinen Kammer hat eine einzelne Stimme f\u00fcr Natur- und Umweltschutz noch mehr Gewicht. Eine detaillierte Wahlhilfe \u2013 nun unter Ber\u00fccksichtigung der Energiewende-Abstimmungen im St\u00e4nderat \u2013 gibt es auf <a href=\"http:\/\/www.umweltrating.ch\/\">www.umweltrating.ch<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.umweltallianz.ch\/fileadmin\/user_upload\/Medien\/MM_Print_Energiestrategie_Staenderat_Bremser_und_Foerderer_2015.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die vollst\u00e4ndige Medienmitteilung mit ausf\u00fchrlicheren Angaben zum Abstimmungsverhalten der St\u00e4nder\u00e4tinnen und -r\u00e4te finden Sie hier<\/a>.<\/p>\n<div>\n<hr>\n<p><strong>So wurde das Energiewende-Rating erstellt<br \/><\/strong>Das Umweltrating von Pro Natura, Greenpeace Schweiz, WWF Schweiz, VCS, der Schweizerischen Energiestiftung und BirdLife hat das Abstimmungsverhalten der St\u00e4nder\u00e4te in der zu Ende gehenden Legislatur (seit Einf\u00fchrung der elektronischen Stimmabgabe) bewertet. Auf umweltrating.ch werden die 10 Abstimmungen im Rahmen der Energiestrategie auch ins bisherige St\u00e4nderats-Rating eingef\u00fcgt.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.umweltrating.ch\/\">www.umweltrating.ch<\/a> finden Sie:<\/p>\n<p>&#8211; das aktualisierte Abstimmungsverhalten aller Parlamentsmitglieder (auch Nationalrat) und die Wahlversprechen der Kandidierenden<br \/> &#8211; eine Umwelt-Etikette f\u00fcr alle Kandidierenden mit den Klassen A (sehr umweltfreundlich) bis F (sehr umweltfeindlich)<br \/> &#8211; das Parteienrating inklusive Grafiken <br \/> &#8211; Erkl\u00e4rungen zur Methode sowie viele weitere Informationen zum Umweltrating<br \/> &#8211; einen Faktenchecker zu Aussagen von Politikern und Parteien (Direktlink: <a href=\"http:\/\/www.umweltrating.ch\/eco_check\">www.umweltrating.ch\/eco_check<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n<p>Graziella Regazzoni, Projektleiterin Energiewende Greenpeace Schweiz, 044 447 41 95<br \/>Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, 044 297 22 33<br \/>Michael Casanova, Projektleiter Gew\u00e4sserschutz- und Energiepolitik Pro Natura, 061 317 92 29<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der St\u00e4nderat hat die Energiestrategie 2050 substantiell verw\u00e4ssert. 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