{"id":57614,"date":"2020-08-20T13:42:00","date_gmt":"2020-08-20T11:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=57614"},"modified":"2020-08-21T10:28:04","modified_gmt":"2020-08-21T08:28:04","slug":"havarierter-frachter-vor-mauritius-auseinandergebrochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/57614\/havarierter-frachter-vor-mauritius-auseinandergebrochen\/","title":{"rendered":"Schiffbruch der Wakashio: Katastrophe im Paradies"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Am 25. Juli l\u00e4uft der von einem japanischen Reeder betriebene und unter panamaischer Flagge fahrende Frachter Wakashio auf einem Korallenriff vor <\/strong><a href=\"https:\/\/la1ere.francetvinfo.fr\/reunion\/wakashio-reserve-blue-bay-mangrove-ile-maurice-danger-862780.html\"><strong>Mauritius<\/strong><\/a><strong> auf Grund.<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>\u00dcber 1000 Tonnen \u00d6l sind bislang aus den Tanks ausgelaufen. Die \u00d6lpest verschmutzt das Meeresschutzgebiet Blue-Bay und die Mangroven im S\u00fcdosten der Insel. Hunderte Fischarten und Meeress\u00e4uger sind von der Katastrophe bedroht. Der \u00d6lstreifen treibt auf die Ile aux Aigrettes und ihr unsch\u00e4tzbares Naturerbe zu. Dadurch ist eine hochsensible Flora und Fauna gef\u00e4hrdet. Str\u00e4nde sind bereits von klebrigem \u00d6l bedeckt.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die mauritische Wirtschaft ist in hohem Masse vom Tourismus abh\u00e4ngig. Die Havarie der Wakashio wird diesen Sektor zus\u00e4tzlich belasten, der bereits durch die globale Pandemie geschw\u00e4cht ist. Trotz der Gefahr engagiert sich die Bev\u00f6lkerung zu Tausenden: Die Menschen versuchen, die K\u00fcste zu s\u00e4ubern und das ausgetretene \u00d6l selbst einzufangen. Gleichzeitig w\u00e4chst der Unmut gegen\u00fcber der Regierung, die f\u00fcr ihre abwartende Haltung kritisiert wird.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/32c05370-gp1su9jw_pressmedia-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57738\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/32c05370-gp1su9jw_pressmedia-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/32c05370-gp1su9jw_pressmedia-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/32c05370-gp1su9jw_pressmedia-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/32c05370-gp1su9jw_pressmedia-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/32c05370-gp1su9jw_pressmedia-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/32c05370-gp1su9jw_pressmedia-510x287.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><div class=\"credit icon-left\"> \u00a9 Greenpeace<\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Das Auseinanderbrechen der Wakashio bringt neue Sorgen mit sich. Die mauritische Regierung hat beschlossen, den Bug der Wakashio abzuschleppen, um ihn etwa 15 Kilometer vor der K\u00fcste entfernt im Meer zu versenken. Greenpeace Afrika und Greenpeace Japan sind emp\u00f6rt ob dieser Entscheidung. \u00abUnter allen verf\u00fcgbaren Optionen hat die mauritische Regierung die schlimmste gew\u00e4hlt. Der Untergang des Frachters w\u00fcrde die Artenvielfalt gef\u00e4hrden und das Meer mit grossen Mengen an Schwermetallen verseuchen. Damit w\u00e4ren auch andere Gebiete, zum Beispiel die franz\u00f6sische Insel La R\u00e9union, bedroht. Die mauritische Bev\u00f6lkerung hat in keiner Weise davon profitiert, dass die Wakashio ihre Gew\u00e4sser durchquerte. Nun muss sie den Preis f\u00fcr diese Katastrophe zahlen. Eine noch schlimmere Umweltverschmutzung versch\u00e4rft die Gefahr f\u00fcr den Tourismus als wirtschaftlichen Kernsektor und die Fischerei als Ern\u00e4hrungsgrundlage f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung\u00bb, heisst es in der <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/africa\/en\/press\/11982\/greenpeace-warns-against-the-sinking-of-mv-wakashio-into-the-indian-ocean\/\">Medienmitteilung<\/a> vom 19. August 2020. Die Entscheidung wird als \u00abtypische Ausflucht der \u00d6lindustrie\u00bb kritisiert, die das Problem so kosteng\u00fcnstig wie m\u00f6glich verschwinden lassen will.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine lange Reihe von \u00d6lunf\u00e4llen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die \u00d6lkatastrophe der Wakashio ist leider kein Einzelfall. Im Juni gelangten <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/fr\/story-fr\/56190\/urgence-arctique-russe\/\">im Norden Russlands 20\u2019000 Tonnen \u00d6lprodukte in den Fluss Ambarnaja<\/a>. Und im <a href=\"https:\/\/www.tdg.ch\/un-vieux-petrolier-abandonne-risque-dexploser-316133194155\">Jemen<\/a> bedroht ein verlassener Frachter \u00fcber 8\u00a0Millionen Menschen sowie das einzigartige \u00d6kosystem des Roten Meeres. Der als schwimmendes Lager benutzter Tanker ist mit 1,1 Millionen Barrel beladen. Seit der Explosion der \u00d6lplattform Deepwater Horizon vor zehn Jahren kam es zu mindestens 15 mittleren bis schweren Unf\u00e4llen, bei denen 750\u2019000 Tonnen \u00d6l in die Umwelt gelangt sind.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-blue-overlay caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/7d91b5c3-gp1su9nv_pressmedia-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57736\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/7d91b5c3-gp1su9nv_pressmedia-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/7d91b5c3-gp1su9nv_pressmedia-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/7d91b5c3-gp1su9nv_pressmedia-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/7d91b5c3-gp1su9nv_pressmedia-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/7d91b5c3-gp1su9nv_pressmedia-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2020\/08\/7d91b5c3-gp1su9nv_pressmedia-510x287.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n<p>\u00abEs gibt keine absolute Sicherheit bei der Produktion, Bef\u00f6rderung und Lagerung von Erd\u00f6l. Diese \u00d6lkatastrophe ist kein Schicksalsschlag, sondern das Ergebnis unserer erd\u00f6lgest\u00fctzten Wirtschaft. Als Antwort darauf m\u00fcssen wir den Energiewandel beschleunigen\u00bb, wird Happy Khambule, Energie- und Klima-Campaigner von Greenpeace Afrika, in einer <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/africa\/en\/press\/11864\/greenpeace-africa-response-to-mauritius-oil-spill\/\">Medienmitteilung vom 7. August 2020<\/a> zitiert. Die \u00d6lpest vor Mauritius mahnt uns, dringend auf eine weltweite Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe umzustellen. Dies hilft dem Klima, der Biodiversit\u00e4t, den Meeren und allen Menschen, deren \u00dcberleben direkt davon abh\u00e4ngt. \u00abEinmal mehr werden uns die Risiken vor Augen gef\u00fchrt, die Erd\u00f6l mit sich bringt: Versch\u00e4rfung der Klimakrise, Zerst\u00f6rung der Ozeane und der biologischen Vielfalt sowie Bedrohung der Lebensgrundlagen rund um unwiederbringliche Lagunen Afrikas\u00bb, so Happy Khambule.<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\">F\u00fcr den wirksamen Schutz der Meere ben\u00f6tigen wir endlich ein umfassendes, internationales Regelwerk: Deshalb macht sich Greenpeace f\u00fcr einen globalen Ozeanvertrag stark. 30% der Meere wollen wir bis 2030 unter Schutz stellen, denn nur so ist Schutz und Erholung f\u00fcr die Meere m\u00f6glich. <br><br>Weltweit unterst\u00fctzen bereits mehr als 3 Millionen Menschen unseren Plan f\u00fcr den Schutz der Meere. Unterzeichne noch heute unsere Petition und hilf mit, die Ozeane zu sch\u00fctzen!<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/act\/schuetzen-wir-die-meere\/\">unterzeichne unsere petition<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Urlaubsparadies Mauritius k\u00e4mpft gegen eine Umwelt-Katastrophe. Ein Frachter lief auf Grund und hatte \u00d6l verloren. Das Schiff zeriss es in zwei Teile.<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":57617,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[119],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-57614","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meer","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57614"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57614\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57617"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57614"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=57614"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=57614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}