{"id":5781,"date":"2015-08-24T00:00:00","date_gmt":"2015-08-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5781\/umweltrating-kompass-fuer-die-schicksalswahl-im-herbst-grosse-bandbreite-innerhalb-der-parteien\/"},"modified":"2019-05-30T07:09:39","modified_gmt":"2019-05-30T05:09:39","slug":"umweltrating-kompass-fuer-die-schicksalswahl-im-herbst-grosse-bandbreite-innerhalb-der-parteien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5781\/umweltrating-kompass-fuer-die-schicksalswahl-im-herbst-grosse-bandbreite-innerhalb-der-parteien\/","title":{"rendered":"Umweltrating: Kompass f\u00fcr die Schicksalswahl im Herbst: Grosse Bandbreite innerhalb der Parteien"},"content":{"rendered":"<p><b>F\u00fcr die Umwelt z\u00e4hlt bei den Eidgen\u00f6ssischen Wahlen jede Stimme, denn oft fallen Parlamentsentscheide sehr knapp aus. Das neue Umweltrating der grossen Umweltverb\u00e4nde zeigt: Gr\u00fcne, SP, GLP und EVP stehen auf der Seite der Umwelt, BDP und CVP immerhin in der H\u00e4lfte der F\u00e4lle auch, FDP und SVP forcieren den Umwelt-Abbau. Die Spannweite ist in vielen Parteien enorm.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Mit den Eidgen\u00f6ssischen Wahlen stehen der Atomausstieg, die Schweizer Klimaziele und die \u00d6kologisierung der Landwirtschaft auf dem Spiel, wie die Umweltallianz heute an einer Medienkonferenz in Bern dargelegt hat. Dank dem neuen Umweltrating wissen die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler, welche Parteien und Kandidierenden sich f\u00fcr diese und weitere Umweltanliegen einsetzen. Besonders gross ist die Bandbreite bei der CVP: Sie reicht von 82% Umweltfreundlichkeit (Barbara Schmid-Federer) bis 22% (Daniel F\u00e4ssler). Gross ist die Vielfalt auch bei der BDP (Rosmarie Quadranti 73%, Urs Gasche 38%) und bei der FDP (Christa Markwalder 53%, Petra G\u00f6ssi 8%).<\/p>\n<p>Kaum interne Unterschiede gibt es bei Gr\u00fcnen, SP, GLP und EVP, die Umweltanliegen durchwegs unterst\u00fctzen und damit eine sichere Wahl sind (Zahlen unten). Selbst ihre am wenigsten umweltfreundlichen Parlamentarier schneiden deutlich besser ab als die umweltfreundlichsten Vertreterinnen in der Mitte und rechts. Die Mitte mit BDP und CVP stimmt im Durchschnitt etwa zur H\u00e4lfte im Sinne von Natur und Umwelt. Die FDP agiert in fast drei Vierteln der Abstimmungen als Umwelt-Abbauerin, und die SVP ist in mehr als 9 von 10 F\u00e4llen ein Umweltproblem. F\u00fcr das Umweltrating haben Greenpeace, Pro Natura, VCS Verkehrs-Club der Schweiz, WWF Schweiz, SVS\/BirdLife Schweiz und die Schweizerische Energiestiftung SES unter anderem die 48 wichtigsten Umwelt-Entscheide im Parlament analysiert.<\/p>\n<p><strong>Knappe Entscheide, wichtige Wahl<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Eidgen\u00f6ssischen Wahlen sind eine Schicksalswahl f\u00fcr die Umwelt\u00bb, sagt Rico Kessler, Leiter Politik von Pro Natura. Die Zusammensetzung des Parlaments ist entscheidend f\u00fcr den Erfolg der umweltpolitischen Jahrhundert-Projekte, denn schon heute gehen die Abstimmungen oft knapp aus. Bei den Sicherheitsanforderungen f\u00fcr AKW hat eine Stimme entschieden, bei der Gr\u00fcnen Wirtschaft war sogar ein Stichentscheid n\u00f6tig. Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, sagt dazu: \u00abDieses Jahr gibt es wohl keine wirksamere Tat f\u00fcr die Umwelt, als umweltvertr\u00e4glich zu w\u00e4hlen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Umweltabbauer im gr\u00fcnen M\u00e4ntelchen<\/strong><\/p>\n<p>Zwar behaupten alle Parteien explizit, sich f\u00fcr die Umwelt einzusetzen. Das Umweltrating zeigt gem\u00e4ss Markus Allemann, Co-Gesch\u00e4ftsleiter Greenpeace, jedoch: \u00abVor den Wahlen gibt man sich gerne gr\u00fcn, nach den Wahlen sind die Versprechen vergessen.\u00bb Die Umweltverb\u00e4nde haben darum konkrete Politiker-Versprechen und Aussagen wie \u00abdie FDP tr\u00e4gt Sorge zur Umwelt\u00bb oder \u00abdie SVP orientiert sich an der Umweltfreundlichkeit\u00bb unter die Lupe genommen \u2013 und entlarvt.<\/p>\n<p>Repr\u00e4sentative Umfragen zeigen, dass W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler von Parteien rechts der Mitte deutlich umweltfreundlicher sind als ihre Parlamentarier. Die Umweltverb\u00e4nde rufen darum alle Stimmb\u00fcrgerinnen und -b\u00fcrger auf, vor der Wahl einer Partei das Umweltrating zu konsultieren. Und wo es bei der bevorzugten Partei eine grosse Bandbreite gibt, heisst der Umwelttipp: umweltfeindliche Kandidierende streichen und umweltfreundlichere doppelt auf die Liste nehmen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr>\n<div>\n<p><strong>So funktioniert das Umweltrating<\/strong><\/p>\n<p>Das Umweltrating besteht aus zwei Teilen. DasAbstimmungsverhalten zeigt, wie die Parlamentsmitglieder bei 48 Umweltgescha\u0308ften der letzten vier Jahre abgestimmt haben (St\u00e4nderat: seit Einf\u00fchrung der elektronischen Abstimmung). Aus diesen Werten ergeben sich auch die Parteien-Durchschnitte. S\u00e4mtliche Kandidierenden wurden zudem zu den zentralen Umweltthemen der n\u00e4chsten Legislaturperiode befragt. Bereits haben \u00fcber 1000 National- und St\u00e4nderatskandidierende ein solches Wahlversprechen abgegeben. Alle Ergebnisse sind auf www.umweltrating.ch zu finden.<\/p>\n<hr>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Umweltrating der Parteien (Abstimmungsverhalten)<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/> <\/strong>Gr\u00fcne: 98% der Abstimmungen im Sinne der Umwelt (Bandbreite:\u00a0 97% &#8211; 100%)<\/p>\n<p>SP: 98% (Bandbreite:\u00a0 93% &#8211; 100%)<\/p>\n<p>GLP: 96% (Bandbreite:\u00a0 88% &#8211; 98%)<\/p>\n<p>EVP: 94% (Bandbreite:\u00a0 92% &#8211; 97%)<\/p>\n<p>BDP: 57% (Bandbreite:\u00a0 38% &#8211; 73%)<\/p>\n<p>CVP: 50% (Bandbreite: 22% &#8211; 82%)<\/p>\n<p>FDP: 28% (Bandbreite:\u00a0 8% &#8211; 53%)<\/p>\n<p>Lega: 14% (Bandbreite: 10% &#8211; 17%)<\/p>\n<p>SVP: 8% (Bandbreite:\u00a0 2% &#8211; 30%)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.umweltrating.ch\/\">www.umweltrating.ch<\/a> finden Sie:<\/p>\n<ul>\n<li>das Abstimmungsverhalten aller Parlamentsmitglieder und die Wahlversprechen der Kandidierenden<\/li>\n<li>eine Umwelt-Etikette f\u00fcr alle Kandidierenden mit den Klassen A (sehr umweltfreundlich) bis F (sehr umweltfeindlich)<\/li>\n<li>das Parteienrating inklusive Grafiken<\/li>\n<li>das Dossier der heutigen Medienkonferenz<\/li>\n<li>Erkl\u00e4rungen zur Methode sowie viele weitere Informationen zum Umweltrating<\/li>\n<li>Einen Faktenchecker zu Aussagen von Politikern und Parteien (Direktlink: <a href=\"http:\/\/www.umweltrating.ch\/eco_check\">www.umweltrating.ch\/eco_check<\/a>).<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Kontakt <\/strong><\/p>\n<p>Rico Kessler, Gesch\u00e4ftsleitungsmitglied und Leiter Politik und Internationales von <br \/> Pro Natura, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/587eba84-587eba84-e72936c3a9401323fe0fae4b2f98eaf4.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', 'C6_F8_A7_E9_FA_AE_A5_E8_A7_B4_B3_B2_A7_A8_A9_B4_B6_86_B4_A3_AA_B5_B5_A3_AD_E8_A9_A5_AF_B4_F8_E4_AE_A5_E8_A7_B4_B3_B2_A7_A8_A9_B4_B6_86_B4_A3_AA_B5_B5_A3_AD_E8_A9_A5_AF_B4_FC_A9_B2_AA_AF_A7_AB_E4_FB_A0_A3_B4_AE_E6_A7_FA'));\/\/--><\/script>, 078 723 24 20<\/p>\n<p>Markus Allemann, Co-Gesch\u00e4ftsleiter Greenpeace Schweiz, <br \/> <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_2\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/318fbd00f265cfcd00e0b623b089aef2.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_2', 'AE_90_CF_81_92_C9_DC_C1_80_CB_CD_CF_CB_DE_C0_CB_CB_DC_C9_EE_C0_C0_CF_C3_CB_C2_C2_CF_80_DD_DB_C5_DC_CF_C3_90_8C_C9_DC_C1_80_CB_CD_CF_CB_DE_C0_CB_CB_DC_C9_EE_C0_C0_CF_C3_CB_C2_C2_CF_80_DD_DB_C5_DC_CF_C3_94_C1_DA_C2_C7_CF_C3_8C_93_C8_CB_DC_C6_8E_CF_92'));\/\/--><\/script>, 079 833 15 69<\/p>\n<p>Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_3\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5cd8b55f-5cd8b55f-b2b48c15bbc5873619b801810a57ff38.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_3', '9F_A1_FE_B0_A3_F7_FC_B1_F9_E8_E8_DF_EB_EB_F0_FC_FE_F3_F3_FA_E9_B1_EC_FE_F2_F0_F7_EB_A1_BD_F7_FC_B1_F9_E8_E8_DF_EB_EB_F0_FC_FE_F3_F3_FA_E9_B1_EC_FE_F2_F0_F7_EB_A5_F0_EB_F3_F6_FE_F2_BD_A2_F9_FA_ED_F7_BF_FE_A3'));\/\/--><\/script>, 044 297 22 33<\/p>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Umwelt z\u00e4hlt bei den Eidgen\u00f6ssischen Wahlen jede Stimme, denn oft fallen Parlamentsentscheide sehr knapp aus. 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