{"id":5794,"date":"2015-05-27T00:00:00","date_gmt":"2015-05-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5794\/107765-unterschriften-fuer-eine-gerechte-klimapolitik\/"},"modified":"2019-05-30T07:09:54","modified_gmt":"2019-05-30T05:09:54","slug":"107765-unterschriften-fuer-eine-gerechte-klimapolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5794\/107765-unterschriften-fuer-eine-gerechte-klimapolitik\/","title":{"rendered":"107\u2018765 Unterschriften f\u00fcr eine gerechte Klimapolitik"},"content":{"rendered":"<p><b>Die breit abgest\u00fctzte Klima-Allianz hat heute Bundesrat und Parlament ihre Klimapetition \u00fcbergeben. 107\u2018765 Unterzeichnende verlangen, dass die Schweiz ihre Energieversorgung bis 2050 vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Quellen umstellt und Entwicklungsl\u00e4nder bei Klimaschutz und Anpassungsmassnahmen finanziell unterst\u00fctzt werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>An einer Medienkonferenz erinnerte Rupa Mukerji, Co-Autorin des Berichts des Weltklimarats (IPCC) und Mitglied der Helvetas-Gesch\u00e4ftsleitung, dass der Klimawandel l\u00e4ngst Realit\u00e4t ist: \u00abIn Indien ist auf den lebenswichtigen Monsun kein Verlass mehr, Grundwasserspiegel sinken, die Landflucht hat dramatische Formen angenommen.\u00bb Werde jetzt nicht in Klimaschutzmassnahmen investiert, so sei bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mit einem globalen Temperaturanstieg von \u00fcber 4 Grad Celsius zu rechnen. Verkraftbar f\u00fcr den blauen Planeten sind maximal 2 Grad.<\/p>\n<p>Peter Niggli, Gesch\u00e4ftsleiter von Alliance Sud, der Arbeitsgemeinschaft der Schweizer Hilfswerke, unterstrich, dass der Klimawandel jene am h\u00e4rtesten trifft, die vergleichbar wenig dazu beigetragen haben. In internationalen Abmachungen hat sich die Schweiz verpflichtet, gem\u00e4ss Verursacherprinzip ab 2020 j\u00e4hrliche Zahlungen an den globalen Klimaschutz zu leisten. Diese werden sich in der Gr\u00f6ssenordnung von 1 Mrd. CHF bewegen und m\u00fcssen neu und zus\u00e4tzlich geleistet werden, sagte Niggli. Es w\u00e4re fatal, wenn daf\u00fcr Gelder aus der bestehenden Entwicklungshilfe umgeschichtet w\u00fcrden: \u00abEffektive Klimamassnahmen greifen nur, wenn sie in Erg\u00e4nzung zu herk\u00f6mmlicher Entwicklungszusammenarbeit zugunsten von Bildung, Gesundheit und Armutsbek\u00e4mpfung eingesetzt werden.\u00bb<\/p>\n<p>Hart mit der Schweizer Klimapolitik ins Gericht ging Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. Die Schweizer Reduktion der CO\u2082-Emissionen nach 2020, die der Bundesrat im Hinblick auf die Weltklimakonferenz vom Dezember in Paris in Aussicht gestellt hat, sei v\u00f6llig ungen\u00fcgend: \u00abDie EU und selbst die USA sind ambitionierter und wollen doppelt so stark reduzieren wie die Schweiz. Das zeigt, dass der Bundesrat das Ziel der Staatengemeinschaft nicht ernst nimmt, dass die globale Erw\u00e4rmung 2 Grad nicht \u00fcbersteigen soll.\u00bb Vellacott kritisierte die Haltung, dass Klimaschutz in der Schweiz schwierig sei: \u00abEine konsequente Energiewende ist fair, machbar und lohnenswert \u2013 das beste Modernisierungsprogramm f\u00fcr die Schweiz.\u00bb <\/p>\n<p> Die Klima-Allianz ist \u00fcberzeugt, dass die 107\u2018765 Unterzeichnenden der Klima-Petition die Stimme der Schweizer Mehrheit in der Klimapolitik darstellen. Denn eine unl\u00e4ngst ver\u00f6ffentlichte Univox-Umweltstudie kommt zum Schluss, dass 71% der Befragten finden, die Schweiz m\u00fcsse mehr f\u00fcr den Klimaschutz tun. Die Forderung der Klima-Allianz, dass die Schweiz einen fairen Beitrag dazu leistet, damit der globale Temperaturanstieg 2 Grad nicht \u00fcbersteigt, lohnt sich f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, f\u00fcr die Natur und nicht zuletzt f\u00fcr die Wirtschaft.<\/p>\n<p><em>Weiterf\u00fchrende Ausk\u00fcnfte:<br \/> Patrick Hofstetter, WWF, Koordinator der Klima-Allianz, Tel. 076 305 67 37<br \/> J\u00fcrg Staudenmann, Alliance Sud, Dossier Klima\/Umwelt, Tel. 079 152 41 72<\/em><\/p>\n<p><em>Fotos von der \u00dcbergabe der Petition finden sie unter <\/em><em><a href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/\">www.klima-allianz.ch<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Die am 28. Mai 2015 mit 107\u2018765 Unterschriften eingereichte \u00abPetition f\u00fcr eine gerechte Klimapolitik\u00bb (Klima-Petition) zuhanden von Bundesrat und eidgen\u00f6ssischen R\u00e4ten fordert: <br \/> <\/strong><br \/> <em>1. Dass die Schweiz national die Energieversorgung bis 2050 vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Quellen umstellt, um das Klima zu sch\u00fctzen und die Lebensgrundlagen unserer Nachkommen zu sichern. Wir brauchen einen m\u00f6glichst schnellen kompletten Ausstieg aus den fossilen Energien inklusive der fossil betriebenen Mobilit\u00e4t, um ein lebenswertes Klima zu erhalten und die globale Erw\u00e4rmung nicht \u00fcber gef\u00e4hrliche 2\u00b0C steigen zu lassen. Das bedeutet: 40% Reduktion der CO\u2082-Emissionen bis 2020, 60% Reduktion bis 2030 (gegen\u00fcber 1990).<\/em><\/p>\n<p><em>2. Dass die Schweiz international jene Entwicklungsl\u00e4nder finanziell unterst\u00fctzt, die wenig zur Klimaerw\u00e4rmung beigetragen haben, aber besonders darunter leiden. Klimagerechtigkeit bedeutet, dass die Schweiz diesen L\u00e4ndern hilft, die Folgen der Klimaerw\u00e4rmung besser zu verkraften und sich klimavertr\u00e4glich zu entwickeln. Die an der wirtschaftlichen St\u00e4rke gemessene Finanzierung darf nicht auf Kosten der Armutsbek\u00e4mpfung gehen und muss zus\u00e4tzlich zur Entwicklungshilfe budgetiert werden.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Klima-Allianz umfasst 60 Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Entwicklungs- und Sozialpolitik sowie aus Politik und Kirchen:<\/strong><\/p>\n<p><em>ACSI &#8211; AEE Suisse &#8211; Alliance Sud &#8211; Alpeninitiative &#8211; Antenna &#8211; Aqua Viva\u00a0 &#8211; A Rocha Schweiz &#8211; \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr Umweltschutz \u2013 Association Climat Gen\u00e8ve &#8211; Biomasse Schweiz &#8211; Brot f\u00fcr alle &#8211; Bruno Manser Fonds &#8211; CIPRA &#8211; COMUNDO (Bethlehem Mission Immensee, E-CHANGER, Inter-Agire) &#8211; Equiterre &#8211; Erkl\u00e4rung von Bern &#8211; Evangelische Frauen Schweiz -Fastenopfer &#8211; fossil-free.ch &#8211; GIBBeco &#8211; Greenpeace Schweiz &#8211; Gr\u00fcne Partei der Schweiz &#8211; Gr\u00fcnliberale Schweiz GLP &#8211; Hausverein Schweiz &#8211; HEKS &#8211; Helvetas Swiss Intercooperation &#8211; INWO &#8211; Junge Gr\u00fcne Schweiz &#8211; Kleinbauern-Vereinigung &#8211; Mountain Wilderness &#8211; myblueplanet &#8211; myclimate &#8211; Naturfreunde Schweiz &#8211; No\u00e9 21 &#8211; oeku &#8211; \u00d6kozentrum &#8211; PanEco &#8211; Partner Sein &#8211; Pro Natura &#8211; Pro Velo Schweiz &#8211; Schweizerische Energie-Stiftung &#8211; Schweizerischer Gewerkschaftsbund &#8211; Schweizerischer Katholischer Frauenbund &#8211; Schweizerischer Schutzverband gegen Flugemissionen &#8211; SEV Gewerkschaft des Verkehrspersonals &#8211; Solarspar &#8211; Solidar Suisse &#8211;\u00a0 SAH &#8211; SP Schweiz &#8211; Schweizerische Vereinigung f\u00fcr Sonnenenergie &#8211; Stiftung f\u00fcr Konsumentenschutz &#8211; SVS\/BirdLife Schweiz &#8211; Swissaid &#8211; Swissolar \u2013 Swiss Youth for Climate &#8211; Schweizerischer Fachverband f\u00fcr Sonnenenergie &#8211; terre des hommes schweiz &#8211; umverkehR &#8211; Vereinigung B\u00fcndner Umweltorganisationen &#8211; VCS Verkehrsclub der Schweiz &#8211; WWF Schweiz &#8211; Zukunft statt Kohle<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die breit abgest\u00fctzte Klima-Allianz hat heute Bundesrat und Parlament ihre Klimapetition \u00fcbergeben. 107\u2018765 Unterzeichnende verlangen, dass die Schweiz ihre Energieversorgung bis 2050 vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Quellen umstellt und Entwicklungsl\u00e4nder bei&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-5794","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5794\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5794"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=5794"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=5794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}