{"id":57952,"date":"2020-09-01T12:18:10","date_gmt":"2020-09-01T10:18:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=57952"},"modified":"2020-09-01T14:35:54","modified_gmt":"2020-09-01T12:35:54","slug":"zweimal-nein-rote-karten-fuer-luftwaffe-und-jagdlobby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/57952\/zweimal-nein-rote-karten-fuer-luftwaffe-und-jagdlobby\/","title":{"rendered":"Abstimmung: Sch\u00fctzen statt t\u00f6ten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Am 27. September stimmen wir unter anderem ab \u00fcber den erleichterten Abschuss von Wildtieren sowie die Anschaffung teurer, klimasch\u00e4dlicher Kampfjets. Greenpeace Schweiz hat bei beiden Referenden aus tiefster \u00dcberzeugung die Nein-Parole beschlossen. Es braucht endlich einen umfassenden Schutz von Biodiversit\u00e4t und Klima.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die von der Jagd- und Agrarlobby geforderte Gesetzesrevision des eidgen\u00f6ssischen Jagd- und Schutzgesetzes (JSG) schiesst weit \u00fcber das urspr\u00fcngliche Ziel des pragmatischen Umgangs mit dem Grossraubtier Wolf hinaus. Eine in der letzten Legislatur moderat gestartete Teilrevision des JSG wurde nach schlechter Arbeit des Parlaments zu einem tierfeindlichen Abschussgesetz, das die Biodiversit\u00e4t bzw. den Artenschutz in der Schweiz ernsthaft bedroht.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sch\u00fctzen statt t\u00f6ten<\/strong><\/h2>\n\n<p>Besonders gravierende Punkte im <a href=\"https:\/\/jagdgesetz-nein.ch\/\">missratenen Jagdgesetz<\/a>: K\u00fcnftig soll man bedrohte Tiere t\u00f6ten d\u00fcrfen, noch bevor sie Schaden anrichten. Allein ihre Existenz w\u00fcrde daf\u00fcr ausreichen. Die Jagd- und Agrarlobby spricht technokratisch von \u00abRegulation\u00bb. War es fr\u00fcher der Bund, der den Abschuss bundesrechtlich gesch\u00fctzter Tiere genehmigen musste, sollen in Zukunft die Kantone dar\u00fcber entscheiden d\u00fcrfen. Wildlebende Tiere kennen jedoch keine Kantonsgrenzen, und der Einfluss der Jagd- und Agrarlobby kennt in den Kantonen auch keine Grenzen. Die Liste der gesch\u00fctzten Tiere, die geschossen werden k\u00f6nnten (aktuell Steinbock und Wolf), kann der Bundesrat beliebig erweitern \u2013 ohne Parlamentsbeschluss oder Volksabstimmung. Die parlamentarische Debatte zum Jagdgesetz zeigte, dass das Gesetz viele weitere gesch\u00fctzte Tierarten wie den Biber, den Luchs, den Fischotter oder den Graureiher de Fakto zum Abschuss freigibt. Die Allianz aus Pro Natura, WWF, BirdLife, Gruppe Wolf Schweiz sowie zooschweiz hat mit Greenpeace-Unterst\u00fctzung das Referendum ergriffen. <strong>Wir von Greenpeace Schweiz empfehlen, das barbarische, natur- und tierfeindliche Wildtierabschussgesetz abzulehnen<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Make Peace, not CO<sub>2<\/sub>!<\/strong><\/h2>\n\n<p>Das Parlament hat letzten Dezember einem Rahmenkredit von sechs Milliarden Franken f\u00fcr die Beschaffung neuer Kampfjets zugestimmt. Die Gesellschaft f\u00fcr eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die Gr\u00fcne Partei Schweiz und die SP Schweiz haben das <a href=\"https:\/\/www.kampfjets-nein.ch\/\">Referendum<\/a> ergriffen. Greenpeace Schweiz &#8211; wir haben das Peace in unserem Organisationsnamen &#8211; unterst\u00fctzt dieses. Kampfjets sind teuer, l\u00e4rmig und un\u00f6kologisch. Sie haben in der Welt, so wie wir sie uns vorstellen, keinen Platz. Der Kauf solcher CO<sub>2<\/sub>-Schleudern ist nicht mit unserer Friedensvision und schon gar nicht mit dem Klimaschutz vereinbar.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Un\u00f6kologische Verschwendung<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Klimaerhitzung ist eine der gr\u00f6ssten Herausforderungen. Der Kauf klimasch\u00e4digender Luxus-Flugzeuge ist nicht vereinbar mit den von der Schweiz mitunterzeichneten CO<sub>2<\/sub>-Reduktionszielen des Pariser Klimaschutzabkommens. Die Kampfjets sind ausserdem ein Fass ohne Boden. Die Beschaffung kostet sechs Milliarden Franken, \u00fcber ihre ganze Einsatzzeit gesehen, kosten sie die Schweizer Steuerzahlenden insgesamt 24 Milliarden Franken. Geld, das dann im Klima- und Katastrophenschutz oder im Gesundheitswesen fehlt. Um die luftpolizeilichen Aufgaben wahrnehmen zu k\u00f6nnen, w\u00fcrden leichte, umwelt- und l\u00e4rmfreundlichere Flugzeuge reichen. Solche Alternativen wurden vom Bund jedoch nicht einmal gepr\u00fcft. <strong>Wir von Greenpeace Schweiz empfehlen, die Beschaffung von klimasch\u00e4digenden Luxus-Kampfjets abzulehnen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Stimmen Sie mit uns zusammen am 27. September 2020 bei der Revision des Jagdgesetzes (JSG) und bei der Beschaffung neuer Kampfjets zweimal Nein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27. September stimmen wir unter anderem ab \u00fcber den erleichterten Abschuss von Wildtieren sowie die Anschaffung teurer, klimasch\u00e4dlicher Kampfjets. Greenpeace Schweiz hat bei beiden Referenden aus tiefster \u00dcberzeugung die Nein-Parole beschlossen. 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