{"id":5808,"date":"2015-02-26T00:00:00","date_gmt":"2015-02-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5808\/leuthards-klimaentscheid-nichts-als-warme-luft\/"},"modified":"2019-05-30T07:10:19","modified_gmt":"2019-05-30T05:10:19","slug":"leuthards-klimaentscheid-nichts-als-warme-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5808\/leuthards-klimaentscheid-nichts-als-warme-luft\/","title":{"rendered":"Leuthards Klimaentscheid: Nichts als warme Luft"},"content":{"rendered":"<p><b>Die heute von Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard pr\u00e4sentierten Klimaschutzangebote der Schweiz an die Uno wurden von der Klima-Allianz analysiert und als v\u00f6llig ungen\u00fcgend bewertet: In 14 von 16 Bewertungskriterien entspricht der bundesr\u00e4tliche Vorschlag nicht dem, was eine gerechte und zielf\u00fchrende Klimapolitik verlangt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Wenn sich alle L\u00e4nder so bescheidene Ziele setzen, besteht keine Chance, die Erw\u00e4rmung des Weltklimas unter 2 Grad zu halten. \u00abEs ist an wohlhabenden L\u00e4ndern wie der Schweiz, mehr zu tun\u00bb, sagt J\u00fcrg Staudenmann von Alliance Sud, \u00abdie Leidtragenden der Klimaerw\u00e4rmung sind bereits heute die Menschen in den Entwicklungsl\u00e4ndern\u00bb. Die Schweiz kann und muss ihre Vorgaben auch im eigenen Interesse dringend nachbessern. Dies bekr\u00e4ftigen bis heute bereits \u00fcber 34\u2018000 Unterzeichnende der laufenden Klima-Petition.<\/p>\n<p>Beim Reduktionsziel setzt die Schweiz auf nicht definierte Auslandsprojekte und geht keine internationelen Verpflichtungen ein, wie gross deren Anteil im Vergleich zu Treibhausgas-Reduktionen im Inland ist. Das widerspricht den Entscheidungen an der Klimakonferenz in Lima. Denn dadurch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die im Ausland realisierten Reduktionen auch vom Gastland angerechnet und somit doppelt geltend gemacht werden.<\/p>\n<p>Das an der Medienkonferenz genannte Ziel f\u00fcr die Reduktion der CO\u2082-Emissionen im Inland um mindestens 30% bis 2030 bedeutet, dass die Schweiz ihre Emissionen ab 2020 um nur noch 1 Prozent j\u00e4hrlich senken will. Zur Erinnerung: Heute sind es 2% und f\u00fcr eine 2-Grad-kompatible-Klimapolitik w\u00e4ren mindestens 3% n\u00f6tig. \u00abDamit bremst die Schweiz ihre Klimaschutzbem\u00fchungen und f\u00e4llt auch deutlich hinter die EU oder sogar die USA zur\u00fcck, welche beide eine Absenkung von 2% pro Jahr vorsehen\u00bb, stellt Patrick Hofstetter, Koordinator der Klima-Allianz und Klimaexperte des WWF Schweiz fest und folgert: \u00abDas ist aus Sicht der \u00fcber 50 Organisationen der Klima-Allianz absolut ungen\u00fcgend und v\u00f6llig inakzeptabel.\u00bb Dieser R\u00fcckgang der Absenkrate ist katastrophal f\u00fcr den schweizerischen Beitrag zum internationalen Klimaschutz. Aber auch f\u00fcr alle Unternehmen, die sich bereits auf mehr Klimaschutz eingestellt haben.<\/p>\n<p>Bei der internationalen Klimafinanzierung verpflichtet sich die Schweiz in der heute vorgestellten Eingabe an die Uno zu gar nichts. Somit bleibt weiterhin offen, ob und wie die Schweiz bereit ist, ein verursachergerechtes System einzuf\u00fchren, wonach die Emittenten von CO2 f\u00fcr dessen Auswirkungen bezahlen m\u00fcssen. J\u00fcrg Staudenmann, Alliance Sud: \u00abBesonders stossend ist, dass nach wie vor unklar bleibt, wie die Schweiz ihren fairen Anteil an die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung der \u00e4rmsten L\u00e4nder f\u00fcr Anpassungsmassnahmen an die Folgen des Klimawandels und den Aufbau einer klimavertr\u00e4glichen Infrastruktur leisten wird.\u00bb Sp\u00e4testens Ende Jahr an der Klimakonferenz in Paris wird die Schweiz hierzu mehr sagen m\u00fcssen. Andernfalls tr\u00e4gt sie Mitverantwortung f\u00fcr ein m\u00f6gliches Scheitern des neuen internationalen Klimaschutzabkommens.<\/p>\n<p>Insgesamt ist das Fazit der Klima-Allianz klar: Der Vorschlag des UVEK f\u00fcr die k\u00fcnftige Klimapolitik ist praktisch in allen Punkten ungen\u00fcgend. Das vorgelegte Paket muss zur\u00fcck in den Bundesrat und bis zur Klimakonferenz in Paris wesentlich nachgebessert werden.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/bd96fc51-bd96fc51-150227_indc_checkliste_fin.pdf\">Analyse und Bewertung der bundesr\u00e4tlichen Vorschl\u00e4ge<\/a><\/em><\/p>\n<p>Klima-Petition: <a title=\"Klimapetition\" href=\"http:\/\/www.klima-allianz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.klima-allianz.ch<\/a><\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p>J\u00fcrg Staudenmann, Klimaexperte Alliance Sud, Tel. 079 152 41 72<\/p>\n<p>Patrick Hofstetter, Koordinator Klima-Allianz, Leiter Klima &amp; Energie WWF Schweiz, Tel. 076 305 67 37<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heute von Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard pr\u00e4sentierten Klimaschutzangebote der Schweiz an die Uno wurden von der Klima-Allianz analysiert und als v\u00f6llig ungen\u00fcgend bewertet: In 14 von 16 Bewertungskriterien entspricht der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-5808","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5808"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5808\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5808"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=5808"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=5808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}