{"id":5814,"date":"2015-03-16T00:00:00","date_gmt":"2015-03-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5814\/diese-kartoffeln-brauchen-keinen-sicherheitstrakt-gegen-die-freisetzung-von-gentechnisch-veraenderten-kartoffeln\/"},"modified":"2019-05-30T07:10:25","modified_gmt":"2019-05-30T05:10:25","slug":"diese-kartoffeln-brauchen-keinen-sicherheitstrakt-gegen-die-freisetzung-von-gentechnisch-veraenderten-kartoffeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5814\/diese-kartoffeln-brauchen-keinen-sicherheitstrakt-gegen-die-freisetzung-von-gentechnisch-veraenderten-kartoffeln\/","title":{"rendered":"Diese Kartoffeln brauchen keinen Sicherheitstrakt: Gegen die Freisetzung von gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG), der auch Greenpeace angeh\u00f6rt, und StopOGM haben heute in mehreren Schweizer St\u00e4dten Bio-Saatkartoffeln verteilt. Damit setzten sie ein Zeichen gegen die geplanten Freisetzungsversuche von Agroscope mit gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln im z\u00fcrcherischen Reckenholz. Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) wird in K\u00fcrze entscheiden, ob die Freisetzungsversuche bewilligt werden oder nicht.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>\u00abDiese Kartoffeln brauchen keinen Sicherheitstrakt!\u00bb Unter diesem Motto starten die SAG und StopOGM unterst\u00fctzt von lokalen Organisationen in mehreren St\u00e4dten eine Verteilaktion mit Bio-Saatkartoffeln \u2013 zum Anbau zu Hause auf dem Balkon oder im Garten. Die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope will auf der sogenannten \u00abProtected Site\u00bb, einem \u00fcberwachten und eingez\u00e4unten Versuchsfeld, gentechnisch ver\u00e4nderte Kartoffeln im Freiland testen, die resistent gegen die Kraut- und Knollenf\u00e4ule sein sollen. Entwickelt wurden die cisgenen Versuchspflanzen von Forschern der niederl\u00e4ndischen Universit\u00e4t Wageningen.<\/p>\n<p>Agroscope rechnet damit, dass sich diese Freisetzungsversuche \u00fcber 5 Jahre hinziehen werden. Die Kosten allein f\u00fcr den Unterhalt der \u00abProtected Site\u00bb sind beachtlich. Pro Jahr werden Fr. 750&#8217;000 veranschlagt. SAG Pr\u00e4sidentin und Biob\u00e4uerin Maya Graf kritisiert: \u00abDie knappen Forschungsgelder in der Schweiz sollten nicht f\u00fcr Versuche eingesetzt werden, die f\u00fcr die Schweiz keine L\u00f6sung bieten. Die Schweiz kann sich nur mit Qualit\u00e4tsprodukten profilieren.\u00bb Und gem\u00e4ss Qualit\u00e4tscharta, wie sie von der Schweizer Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft definiert wurde, bedeutet dies: Qualit\u00e4tsprodukte ohne GVO. Ob Bio oder IP, alle bekannten Schweizer Lebensmittel-Labels garantieren gentechnikfreie Produkte Und der Grossteil der Schweizer Bev\u00f6lkerung lehnt Gentechnik in Lebensmitteln ab.<\/p>\n<p>Die SAG setzt sich f\u00fcr eine Pflanzenz\u00fcchtung ein, die sich an nat\u00fcrlichen, standortgerechten Methoden orientiert und vor allem im Feld im Austausch mit der Umwelt stattfindet. Sinnvoller als teure Versuche, in denen umstrittene Technologien angewendet werden, w\u00e4ren daher Forschungsprojekte, die bei der Z\u00fcchtung robuster oder resistenter Sorten ansetzen. Bei den gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln setzen die Forscher jedoch auf die im Handel verbreiteten Sorten, die eine hohe Krankheitsanf\u00e4lligkeit haben. In den Niederlanden, einem der f\u00fchrenden L\u00e4nder in der Kartoffelz\u00fcchtung, sind bereits bemerkenswerte Erfolge mit neuen, biogez\u00fcchteten Sorten erzielt worden, die nicht nur resistent sind gegen\u00fcber der Kraut- und Knollenf\u00e4ule, sondern auch andere positive Eigenschaften f\u00fcr den biologischen Anbau aufweisen.<\/p>\n<p>Weitere Ausk\u00fcnfte:<\/p>\n<p>&#8211; Paul Scherer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer SAG, Tel: 078 621 48 52<\/p>\n<p>&#8211; Maya Graf, Pr\u00e4sidentin SAG \/ Nationalr\u00e4tin, Tel: 079 778 85 71<\/p>\n<p>&#8211; Luigi D\u2019Andrea, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer StopOGM, information en fran\u00e7ais, Tel: 077 400 70 43<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Informationen und Fotos unter: <a href=\"http:\/\/www.gentechnologie.ch\/\">www.gentechnologie.ch<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>\u00dcber die SAG Die Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG) versteht sich als kritisches Forum zu Fragen der Gentechnologie und steht Organisationen und Einzelmitgliedern offen. Heute wirkt die SAG als Dachorganisation von rund 23 Schweizer Verb\u00e4nden aus den Bereichen Umwelt (darunter Greenpeace), Naturschutz, Tierschutz, Medizin, Entwicklungszusammenarbeit, biologischer Landbau und KonsumentInnenschutz.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG), der auch Greenpeace angeh\u00f6rt, und StopOGM haben heute in mehreren Schweizer St\u00e4dten Bio-Saatkartoffeln verteilt. 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