{"id":5821,"date":"2015-04-20T00:00:00","date_gmt":"2015-04-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5821\/globale-geschaefte-globale-verantwortung-schweizer-ngo-koalition-lanciert-konzernverantwortungsinitiative\/"},"modified":"2019-05-30T07:10:39","modified_gmt":"2019-05-30T05:10:39","slug":"globale-geschaefte-globale-verantwortung-schweizer-ngo-koalition-lanciert-konzernverantwortungsinitiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5821\/globale-geschaefte-globale-verantwortung-schweizer-ngo-koalition-lanciert-konzernverantwortungsinitiative\/","title":{"rendered":"Globale Gesch\u00e4fte? Globale Verantwortung!: Schweizer NGO-Koalition lanciert Konzernverantwortungsinitiative"},"content":{"rendered":"<p><b>Wenn Menschenrechte und Umwelt durch wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten im Ausland gef\u00e4hrdet sind, stehen auch Konzerne mit Sitz in der Schweiz in der Pflicht: Mit dieser Botschaft lancierte heute eine breite Koalition &#8211; mit dabei Greenpeace Schweiz &#8211; in Bern ihre Konzernverantwortungsinitiative. Sie soll daf\u00fcr sorgen, dass Schweizer Unternehmen den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt verbindlich in ihre Gesch\u00e4ftspraktiken integrieren.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Katastrophale Arbeitsbedingungen in Kleiderfabriken in Asien oder Osteuropa, missbr\u00e4uchliche Kinderarbeit bei der Kakaoproduktion in Westafrika, t\u00f6dliche Emissionen in Sambia: In solche Missst\u00e4nde sind durch ihre weltweite T\u00e4tigkeit auch Schweizer Konzerne verwickelt. Die Schweiz belegt zwar Platz 20 der globalen Wirtschaftsm\u00e4chte. Gem\u00e4ss einer Studie der Maastricht University, die weltweit \u00fcber 1800 F\u00e4lle von Menschenrechtsverletzungen durch Firmen ausgewertet hat, liegt die Schweiz diesbez\u00fcglich aber auf dem unr\u00fchmlichen 9. Rang. Solche F\u00e4lle sorgten in den letzten Jahren f\u00fcr viel Gespr\u00e4chsstoff, konkrete Massnahmen blieben jedoch aus. Bundesrat und Parlament setzen weiter ausschliesslich auf freiwillige Massnahmen der Konzerne. Mitte M\u00e4rz 2015 hat das Parlament eine Kommissionsmotion f\u00fcr mehr Unternehmensverantwortung nur knapp abgelehnt. Das Problem ist also erkannt, f\u00fcr die verbindliche Umsetzung braucht es aber noch mehr zivilgesellschaftlichen Druck.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Deshalb lanciert eine breite Koalition unterschiedlicher Organisationen &#8211; darunter Greenpeace Schweiz &#8211; heute eine Volksinitiative. Die Konzernverantwortungsinitiative will, dass alle Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zu einer Sorgfaltspr\u00fcfung im Bereich Menschenrechte und Umwelt verpflichtet werden. Dieses Instrument orientiert sich an den 2011 verabschiedeten \u00abUNO-Leitprinzipien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte\u00bb. Demnach muss ein Konzern vorab all seine Gesch\u00e4ftsabl\u00e4ufe und -beziehungen durchleuchten, um m\u00f6gliche Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt zu identifizieren. Anschliessend muss es solch potentiell negative Auswirkungen seiner Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit mit wirksamen Gegenmassnahmen bek\u00e4mpfen. Und als dritten Schritt ist es verpflichtet, transparent \u00fcber allf\u00e4llig verletzte Rechte und die dagegen ergriffenen Vorkehrungen zu berichten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Um zu gew\u00e4hrleisten, dass alle Unternehmen ihre Sorgfaltspr\u00fcfungspflicht wahrnehmen, sollen Schweizer Konzerne auch f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen oder Umweltsch\u00e4den haften, die von ihnen kontrollierte Firmen begehen. Kann ein Unternehmen aber glaubhaft nachweisen, dass es die Sorgfaltspr\u00fcfung umfassend durchgef\u00fchrt und alle n\u00f6tigen Massnahmen getroffen hat, ist es von der Haftung befreit. Die Initiative wirkt also pr\u00e4ventiv und gibt Unternehmen einen wirksamen Anreiz, das Richtige zu tun.<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Cornelio Sommaruga, ehemaliger IKRK-Pr\u00e4sident und Mitglied im Initiativkomitee, sieht die Initiative als wichtigen Schritt f\u00fcr unseren Wirtschaftsstandort: \u00abDie Schweiz hat sowohl als Sitzstaat humanit\u00e4rer Organisationen wie auch als Heimat vieler transnationaler Konzerne eine hohe Verantwortung. Im Interesse der Reputation unseres Landes m\u00fcssen wir auch unsere Unternehmen in die Pflicht nehmen.\u00bb Auch andere Sitzstaaten global agierender Konzerne setzen auf Regulierung ihrer Unternehmen. In Frankreich hat etwa die Nationalversammlung Ende M\u00e4rz einen Gesetzesvorschlag gutgeheissen, der in die gleiche Richtung wie die Konzernverantwortungsinitiative weist. Antoinette Hunziker-Ebneter, Ex-Vorsitzende der Schweizer B\u00f6rse und heute CEO der Forma Futura Invest AG betont: \u00abMit dieser Initiative k\u00f6nnen wir eine neue Basis schaffen, auf der die zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen freiwilligen Initiativen und die staatlich regulierenden Bestrebungen zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt ineinandergreifen. Die Unternehmen erhalten so ein verbindliches Werkzeug, ihre Risiken zu minimieren. Dies st\u00e4rkt ihren Wert genauso wie ihre Wettbewerbskraft.\u00bb<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Die 66 lancierenden Organisationen sammeln ab sofort Unterschriften f\u00fcr die Konzernverantwortungsinitiative. Aktuelle Informationen sind auf <a href=\"http:\/\/www.konzern-initiative.ch\/\">www.konzern-initiative.ch<\/a> zu finden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">F\u00fcr allgemeine Fragen zur Konzernverantwortungsinitiative:\u00a0<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Kampagnensekretariat<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Rahel Ruch, Koordinatorin der Konzernverantwortungsinitiative, <script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('', '16_28_77_39_2A_7E_75_38_73_60_7F_62_77_7F_62_7F_78_7F_3B_78_64_73_6C_78_79_7D_56_7E_75_63_64_38_7A_73_7E_77_64_28_34_7E_75_38_73_60_7F_62_77_7F_62_7F_78_7F_3B_78_64_73_6C_78_79_7D_56_7E_75_63_64_38_7A_73_7E_77_64_2C_79_62_7A_7F_77_7B_34_2B_70_73_64_7E_36_77_2A'));\/\/--><\/script>, \u00a0031 390 93 36 \/ 076 517 02 08<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">F\u00fcr weiterf\u00fchrende Fragen\u00a0:<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Chantal Peyer, Brot f\u00fcr alle, <script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('', '63_5D_02_4C_5F_0B_00_4D_13_13_13_4E_02_05_01_23_11_06_1A_06_13_5D_41_0B_00_4D_13_13_13_4E_02_05_01_23_11_06_1A_06_13_59_0C_17_0F_0A_02_0E_41_5E_05_06_11_0B_43_02_5F'));\/\/--><\/script>, 021 614 77 10 \/ 079 759 39 30<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Daniel Hostettler, Fastenopfer, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_3\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cfe10006-cfe10006-b48770f29bd195a2b9d1e5548f1faa20.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_3', '0D_33_6C_22_31_65_6E_23_7F_68_6B_7D_62_63_68_79_7E_6C_6B_4D_7F_68_61_79_79_68_79_7E_62_65_33_2F_65_6E_23_7F_68_6B_7D_62_63_68_79_7E_6C_6B_4D_7F_68_61_79_79_68_79_7E_62_65_37_62_79_61_64_6C_60_2F_30_6B_68_7F_65_2D_6C_31'));\/\/--><\/script>, 041 227 59 41<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Peter Niggli, Alliance Sud, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_4\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d337990a-d337990a-1998ae6db248ffb8e09f5b45bc8f9dd8.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_4', '08_36_69_27_34_60_6B_26_6C_7D_7B_6D_6B_66_69_61_64_64_69_48_61_64_6F_6F_61_66_26_7A_6D_7C_6D_78_36_2A_60_6B_26_6C_7D_7B_6D_6B_66_69_61_64_64_69_48_61_64_6F_6F_61_66_26_7A_6D_7C_6D_78_32_67_7C_64_61_69_65_2A_35_6E_6D_7A_60_28_69_34'));\/\/--><\/script>, 031 390 93 30 \/ 079 262 69 27<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Dani\u00e8le Gosteli-Hauser, Amnesty International Schweiz, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_5\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0feb6d85-0feb6d85-effe3f5be8441f8fe4dfbe50381f4c43.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_5', 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