{"id":5855,"date":"2014-10-14T00:00:00","date_gmt":"2014-10-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5855\/5-stillgelegte-akw-sind-sicherer-als-55-mio-jodtabletten\/"},"modified":"2019-05-30T07:11:23","modified_gmt":"2019-05-30T05:11:23","slug":"5-stillgelegte-akw-sind-sicherer-als-55-mio-jodtabletten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5855\/5-stillgelegte-akw-sind-sicherer-als-55-mio-jodtabletten\/","title":{"rendered":"5 stillgelegte AKW sind sicherer als 55 Mio. Jodtabletten"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Gesch\u00e4ftsstelle Kaliumiodid-Versorgung hat heute \u00fcber die anstehende Verteilung von jeweils zw\u00f6lf Jodtabletten an 4.6 Millionen Menschen informiert, die in der N\u00e4he eines Atomkraftwerkes wohnen. Wor\u00fcber aber die Beh\u00f6rden ungern sprechen: Bei der Jodvorsorge handelt es sich lediglich um einen Tropfen auf den heissen Stein. Auf die Folgen eines Atomunfalls weiss der Katastrophenschutz bis heute keine Antwort: Vollschutz bietet nur die Ausschaltung des Gefahrenherds \u2013 der AKW.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>\u00abIm Notfall gut gesch\u00fctzt\u00bb: So beginnt die heute verschickte Medienmitteilung zur Jodtabletten-Verteilung und ist f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung damit klar irref\u00fchrend. \u00abDie Jodtabletten helfen ausschliesslich gegen das gef\u00e4hrliche Isotop Jod-131 und damit nur gegen Schilddr\u00fcsenkrebs\u00bb, sagt Florian Kasser, Atomexperte von Greenpeace Schweiz. \u00abZus\u00e4tzlich gibt es aber bei einem Atomunfall noch zahlreiche weitere gesundheitsgef\u00e4hrdende Stoffe, die freigesetzt werden\u00bb. Jodtabletten sch\u00fctzen ausserdem nur, wenn rechtzeitig vor dem Einatmen des radioaktiven Jod-131 eingenommen werden. Ob das bei einer Notsituation klappt, ist h\u00f6chst ungewiss. \u00abRichtiger Schutz sieht ganz anders aus: Nur die Abschaltung aller AKW bietet einen wirksamen Schutz gegen Atomunf\u00e4lle\u00bb, sagt Kasser.\u00a0<\/p>\n<p>Problematisch ist auch die Tatsache, dass viele Menschen in den deutschen und franz\u00f6sischen Grenzgebieten der Schweizer AKW von der Verteilung ausgeschlossen sind. \u00abDas ist absurd, denn die Gefahren der Schweizer Altreaktoren und die schnelle Ausbreitung der radioaktiven Wolke nach einem Atomunfall machen nicht an diesen willk\u00fcrlichen Verwaltungsgrenzen halt\u00bb, so Kasser. Um das grundlegende Problem zu beheben ist das eidgen\u00f6ssische Parlament gefordert, welches in der Wintersession \u00fcber das Kernenergiegesetzt ber\u00e4t und eine verbindliche Laufzeitbeschr\u00e4nkung f\u00fcr alle AKW beschliessen muss.<\/p>\n<p><strong><br \/><strong>F\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte:<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><span>Florian Kasser, Atomexperte Greenpeace Schweiz, 076 345 26 55<\/span><br \/><span>Marco F\u00e4hndrich, Medienbeauftragter Greenpeace Schweiz, \u00a0044 447 41 54<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gesch\u00e4ftsstelle Kaliumiodid-Versorgung hat heute \u00fcber die anstehende Verteilung von jeweils zw\u00f6lf Jodtabletten an 4.6 Millionen Menschen informiert, die in der N\u00e4he eines Atomkraftwerkes wohnen. 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