{"id":5894,"date":"2014-08-24T00:00:00","date_gmt":"2014-08-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5894\/energiewende-stand-2014-sonne-wind-und-co-ersetzen-akw-mu%cc%88hleberg\/"},"modified":"2019-05-30T07:12:15","modified_gmt":"2019-05-30T05:12:15","slug":"energiewende-stand-2014-sonne-wind-und-co-ersetzen-akw-mu%cc%88hleberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5894\/energiewende-stand-2014-sonne-wind-und-co-ersetzen-akw-mu%cc%88hleberg\/","title":{"rendered":"Energiewende, Stand 2014: Sonne, Wind und Co. ersetzen AKW Mu\u0308hleberg"},"content":{"rendered":"<p><b>Im Jahr 2014 produzieren die neuen Erneuerbaren Energiequellen gleich viel Strom wie das AKW Mu\u0308hleberg. In der Energiewende steckt Dynamik und die Schweizer Volkswirtschaft wa\u0308chst schneller als der Energieverbrauch. Der Energiewende-Index der Umweltallianz zeigt aber auch: die Energiewende braucht sta\u0308rkeren politischen Ru\u0308ckenwind. Das Parlament in Bern kann sich dabei auf eine positive Haltung der Bevo\u0308lkerung in den Kantonen abstu\u0308tzen, wie eine Analyse der kantonalen Abstimmungen zeigt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Umweltallianz beurteilt ja\u0308hrlich den Stand der Energiewende: faktenbasiert, aufwa\u0308ndig mit 18 Indikatoren. Mit dem von Ernst Basler + Partner fachlich unterstu\u0308tzten Energiewende- Index haben die Organisationen das dazu notwendige Instrumentarium erarbeitet. Der Index dient der Langfrist-Kontrolle, ob die Schweiz mit der Energiewende auf Kurs ist.<\/p>\n<p><strong>Momentaufnahme 2014:<\/strong> Die hochgerechnete Jahresproduktion an Strom der neuen Erneuerbaren (Biomasse, Sonne und Wind) betra\u0308gt 2\u2018738 GWh und bewegt sich auf der Ho\u0308he der durchschnittlichen Produktion des AKW Mu\u0308hleberg (2\u2018900 GWh). Die Emissionen der Stromerzeugung haben sich zudem genauso positiv entwickelt wie die Stromausgaben der Haushalte. Bei der Versorgungssicherheit (wenig Stromausfa\u0308lle) ist die Schweiz unter den Top 3 in Europa und die Energieintensita\u0308t der Schweizer Volkswirtschaft entwickelt sich positiv (fortschreitende Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch). Doch das alles genu\u0308gt noch nicht! Der Index besagt, dass die Energiewende la\u0308uft \u2013 aber noch nicht so schnell, wie sie sollte und ko\u0308nnte. Wir sind noch nicht auf Kurs. Faktoren wie Emissionen der Energienutzung (Verkehr!) oder die Emissionen fu\u0308r Konsum (Importe) haben sich gar verschlechtert.<\/p>\n<p><strong>Boomender Zubau bei den Erneuerbaren<\/strong><\/p>\n<p>Die Biomasse (Holz, Landwirtschaft, Abfall) wird 2014 hochgerechnet 1\u2018848 GWh Strom produzieren, die Photovoltaik 782 GWh und die Windkraft 108 GWh. Zusammen kommen sie auf 2\u2018738 GWh und versta\u0308rken die \u201ealte\u201c erneuerbare Energie, die Wasserkraft.<br \/>Der Ausbau der Photovoltaik ist DER Renner bei den neuen Erneuerbaren Energiequellen. Dies trifft sich gut, denn die Solarenergie und die Wasserkraft passen zusammen. Gemeinsam ko\u0308nnen sie die ganzja\u0308hrige Versorgungssicherheit garantieren \u2013 ohne Ausland- Abha\u0308ngigkeiten und CO2-Emissionen durch Erdgas-Anlagen. Zudem: Eine fertig installierte Kleinanlage kostet heute viermal weniger als im Jahr 2004. Daher wird die Schweiz die als negativ bezeichnete Fo\u0308rderkosten-Entwicklung in Deutschland NICHT wiederholen.<\/p>\n<p><strong>Positive Signale aus kantonalen Volksabstimmungen<\/strong><\/p>\n<p>Von den acht kantonalen Volksentscheidungen 2013\/2014 im Umfeld der Energiewende sind sechs im Sinne der erneuerbaren Energien und zu Gunsten einer naturvertra\u0308glichen Wende ausgefallen. In den Kantonen GR, ZH, SG, NE und SO hat sich das Volk fu\u0308r einen massvollen Ausbau der erneuerbaren und gegen fossile Energien (GR) ausgesprochen. Dabei werden der Nutzen fu\u0308r die Energiewende und die Kosten fu\u0308r den Naturschutz durchaus gegeneinander abgewogen, wie das Beispiel Schaffhausen zeigt. Am Beispiel des befu\u0308rwortenden Entscheids der Zu\u0308rcher Stimmbu\u0308rger\/innen fu\u0308r Energiezonen mit ho\u0308herem Anteil an erneuerbarer Energie wird offenkundig, dass ein konzeptionelles Vorgehen, das Planungsgrundlagen schafft, Zustimmung finden.<\/p>\n<p>Die Gemeindeversammlung von La Punt-Chamues-ch (Schutz eines Kleingewa\u0308ssers) oder Schaffhausen (Rheinfall) zeigen den Weg. Die wenigen noch unberu\u0308hrten Ta\u0308ler und Gewa\u0308sser bleiben wie sie sind: unberu\u0308hrt. Anlagen fu\u0308r erneuerbare Energien sollen zugebaut werden, aber am richtigen Ort und die \u201eSchulreise-Schweiz\u201c (Rheinfall) bleibt so wie sie ist.<\/p>\n<p><strong>Forderungen an die Politik<\/strong><\/p>\n<p>In der Wintersession 2014 nimmt der Nationalrat die Debatte der bundesra\u0308tlichen Energiestrategie 2050 auf. Diese bringt zwar noch nicht die volle Energiewende, doch ist sie ein erster wichtiger Schritt fu\u0308r eine vernu\u0308nftige Energiepolitik.<\/p>\n<p>So verleiht die Politik der Energiewende Ru\u0308ckenwind:<\/p>\n<ul>\n<li>Ru\u0308ckhalt fu\u0308r die Energiewende in der Bevo\u0308lkerung (Umfragen, kantonale Abstimmungen) zur Kenntnis nehmen und als Wa\u0308hlerauftrag verstehen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Verbindliche Effizienzziele ins Gesetz nehmen. Gesparte Energie ist am gu\u0308nstigsten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Einfu\u0308hrung eines Effizienz-Instrumentes fu\u0308r kleine und mittlere Verbraucher (weisse Zertifikate, Stromsparbonus).<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Deckel der KEV so anheben, dass der kumulierte Gesamtzubau von 24 TWh erneuerbarem Strom bis sp\u00e4testens im Jahre 2034 realisiert werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Dreckstromabgabe auf Produktion von Atom-und Fossilstrom (InlandundImporte).<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Stopp der unverha\u0308ltnisma\u0308ssigen Zersto\u0308rung von noch unverbauten Kleingewa\u0308ssern sowie keine Beeintra\u0308chtigung von Biotopen von nationaler Bedeutung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Begrenzung der Laufzeiten der AKW um das Atomrisiko zu eliminieren. Unverzu\u0308gliche Abschaltung der AKW u\u0308ber 40 Jahre.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fu\u0308r weitere Fragen:<\/strong><br \/>Elmar Grosse Ruse, Projektleiter Klima &amp; Energie WWF Schweiz, 076 745 23 41<br \/>Markus Allemann, Co-Gescha\u0308ftsleiter Greenpeace Schweiz, 079 833 15 69<br \/>Urs Leugger-Eggimann, Zentralsekreta\u0308r Pro Natura, 079 509 35 49<\/p>\n<p><strong>Suisse Romande:<\/strong> Catherine Martinson, Leiterin Regionalarbeit WWF Schweiz, 079 360 56 75<\/p>\n<p>Referate, Definition Energiewende, kant. Abstimmungen etc.: <a href=\"http:\/\/www.umweltallianz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.umweltallianz.ch<\/a><\/p>\n<p>Index: <a href=\"http:\/\/www.energiewende-index.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.energiewende-index.ch<\/a><\/p>\n<p>Die Umweltallianz (Greenpeace, Pro Natura, VCS und der WWF) wird fu\u0308r die Begleitung der Energiewende erga\u0308nzt durch Equiterre, Schweizerische Energiestiftung und SVS\/BirdLife Schweiz.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2014 produzieren die neuen Erneuerbaren Energiequellen gleich viel Strom wie das AKW Mu\u0308hleberg. In der Energiewende steckt Dynamik und die Schweizer Volkswirtschaft wa\u0308chst schneller als der Energieverbrauch. 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