{"id":5896,"date":"2014-08-25T00:00:00","date_gmt":"2014-08-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5896\/energiestrategie-2050-urek-n-verpasst-atomausstieg\/"},"modified":"2022-02-28T14:30:47","modified_gmt":"2022-02-28T13:30:47","slug":"energiestrategie-2050-urek-n-verpasst-atomausstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5896\/energiestrategie-2050-urek-n-verpasst-atomausstieg\/","title":{"rendered":"Energiestrategie 2050: UREK-N verpasst Atomausstieg"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Kommission f\u00fcr Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates hat heute im Rahmen der Beratungen der Energiestrategie 2050 das Kernenergie-Gesetz revidiert. Sie hat es verpasst, eine l\u00e4ngst f\u00e4llige Laufzeitbeschr\u00e4nkung f\u00fcr die Schweizer Altreaktoren zu beschliessen. Damit w\u00fcrde das Atomexperiment bis ins Jahr 2050 und noch l\u00e4nger fortgesetzt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Florian Kasser, Atomexperte von Greenpeace Schweiz, sagt dazu:\u00a0\u00abDie Perspektive, in der Schweiz 60-j\u00e4hrige oder noch \u00e4ltere Atomkraftwerke zu haben, ist inakzeptabel. Diese Vorlage setzt die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung aufs Spiel\u00bb. Damit der Atomausstieg endlich seinen Namen verdient, fordert Greenpeace Schweiz vom Nationalrat eine Kehrtwende: \u00abDie Laufzeit jedes Atomkraftwerks muss unbedingt verbindlich begrenzt werden; Beznau und M\u00fchleberg geh\u00f6ren sofort abgeschaltet\u00bb.<\/p>\n<p>Der heute pr\u00e4sentierte Vorschlag ist f\u00fcr Greenpeace aus folgenden Gr\u00fcnden klar unzureichend:<\/p>\n<p><strong>&#8211; Das Langzeitbetriebskonzept ist zu unkonkret.<\/strong>\u00a0Die Sicherheit soll zwar steigen, aber es bleibt v\u00f6llig offen, wie dies umgesetzt werden soll. Dies k\u00f6nnte weiterhin dazu f\u00fchren, dass notwendige Nachr\u00fcstungen nicht in Angriff genommen werden, wie dies zurzeit im AKW M\u00fchleberg der Fall ist.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Der unbefristete Weiterbetrieb zementiert das Sicherheitsproblem.<\/strong>\u00a0Die Anlagen wurden f\u00fcr 40 Jahre Betrieb konzipiert. Der Bundesrat hat seine Strategie aufgrund eines 50-j\u00e4hrigen Betriebs entworfen und auch die UREK-N hatte im letzten Jahr diese Forderung unterst\u00fctzt. Die Vorlage erm\u00f6glicht nun einen unbefristeten und riskanten Weiterbetrieb bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Die Energiekommission behandelt alle f\u00fcnf Atomkraftwerke gleich.\u00a0<\/strong>Damit verkennt sie, dass die Atomkraftwerke Beznau I+II und M\u00fchleberg auf einem deutlich tieferen Sicherheitsniveau liegen als G\u00f6sgen und Leibstadt und dass die Nachr\u00fcstungen altersbedingte Defizite niemals beheben werden. Die Altreaktoren in Beznau und M\u00fchleberg erhalten sogar einen Freibrief bis zu ihrem 50. Betriebsjahr. Beznau wird am 1. September 45 Jahre alt sein und ist bereits jetzt die dienst\u00e4lteste Anlage der Welt.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0<strong>Die Planungssicherheit fehlt.\u00a0<\/strong>Eine Strategie ohne Atomausstieg schafft keine Planungssicherheit. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz brauchen aber klare, langfristige Rahmenbedingungen, um den Durchbruch zu schaffen.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Medienkontakt:<\/strong>\u00a0Marco F\u00e4hndrich, Medienbeauftragter Klima &amp; Energie Greenpeace Schweiz<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kommission f\u00fcr Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates hat heute im Rahmen der Beratungen der Energiestrategie 2050 das Kernenergie-Gesetz revidiert. 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