{"id":59084,"date":"2020-10-09T12:00:00","date_gmt":"2020-10-09T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=59084"},"modified":"2020-10-08T14:58:46","modified_gmt":"2020-10-08T12:58:46","slug":"fischklau-vor-westafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/59084\/fischklau-vor-westafrika\/","title":{"rendered":"Fischklau vor Westafrika"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine Greenpeace-Untersuchung deckt auf: Multinationale Industriefischer haben w\u00e4hrend COVID-19-Pandemie wiederholt die westafrikanischen K\u00fcsten gepl\u00fcndert. Mit dem gefangenen Fisch werden europ\u00e4ische und asiatische Haustiere und Zuchtfische gef\u00fcttert.<\/strong><\/p>\n\n<p>W\u00e4hrend die Regierungen im Senegal, in Mauretanien und Gambia nach der COVID-19-Pandemie Nahrungsmittel an lokale Gemeinschaften verteilt haben, enth\u00fcllt ein neuer Greenpeace-Bericht, wie dieselben Regierungen weiterhin die systematische Pl\u00fcnderung der Ozeane durch ausl\u00e4ndische Fischereiflotten zulassen.<\/p>\n\n<p>Der Greenpeace-Bericht mit dem Titel \u00abSeasick: as COVID-19 locks down West Africa, its waters remain open to plunder\u00bb basiert auf Beobachtungen von M\u00e4rz 2020 bis Ende Juli, einem Zeitraum, in dem in diesen L\u00e4ndern COVID-19-Pandemie-Sperren eingef\u00fchrt wurden.<\/p>\n\n<p>Auf der Grundlage von Daten des Automatischen Identifikationssystems (AIS), das weltweit f\u00fcr Schiffe verwendet wird, best\u00e4tigt die Greenpeace-Untersuchung, dass mindestens acht Industriefischer im beobachteten Zeitraum fragw\u00fcrdige Aktivit\u00e4ten aus\u00fcbten. Alle Schiffe trugen den Namen Fu Yuan Yu. In manchen F\u00e4llen bedienten sich die Schiffcrews anscheinend eines alten Tricks, um ihren Standort durch Manipulation ihrer AIS-Daten zu verschleiern.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tierfutter f\u00fcr Europa und Asien<\/strong><\/h2>\n\n<p>\u00abWestafrikas abnehmende Fischbest\u00e4nde sollten verwaltet und gesichert werden, in erster Linie, um die Menschen in der Region zu ern\u00e4hren, erst recht in einer Zeit drohender Ern\u00e4hrungsunsicherheit und einer globalen Biodiversit\u00e4tskrise\u00bb, sagt Dr. Aliou Ba, politischer Berater f\u00fcr die Ozeankampagne bei Greenpeace Afrika. \u00abDie Weltwirtschaft befindet sich in einer Rezession. Westafrika bleibt davon nicht verschont. Gleichzeitig nutzt die Fischmehl- und Fisch\u00f6lindustrie die Lage aus, pl\u00fcndert auf Kosten der lokalen Bev\u00f6lkerung die Fischbest\u00e4nde, um Nahrung f\u00fcr Haustiere, Schweine und Fische (Aquakulturen) in Europa und Asien zu produzieren. Die westafrikanischen Regierungen m\u00fcssen zusammenarbeiten, um diese Fabriken f\u00fcr immer zu schliessen\u00bb. Greenpeace fordert unter anderem die Ver\u00f6ffentlichung der vollst\u00e4ndigen Liste der Schiffe mit Fanglizenzen in allen L\u00e4ndern der Subregionalen Fischereikommission (Sub Regional Fishery Commission, SRFC), einen offiziellen Status f\u00fcr Fischverarbeiterinnen sowie eine Reform des senegalesischen Verfahrens zur Erteilung von Fanglizenzen, um die Transparenz und Einbeziehung des handwerklichen Sektors in den Entscheidungsprozess zu verbessern. Schliesslich fordert Greenpeace alle Regierungen in der Region der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) auf, einen nachhaltigen regionalen Bewirtschaftungsplan f\u00fcr die Fischerei zu verabschieden, mit einem dringenden Schwerpunkt auf den schwindenden pelagischen Best\u00e4nden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Greenpeace-Untersuchung deckt auf: Multinationale Industriefischer haben w\u00e4hrend COVID-19-Pandemie wiederholt die westafrikanischen K\u00fcsten gepl\u00fcndert. Mit dem gefangenen Fisch werden europ\u00e4ische und asiatische Haustiere und Zuchtfische gef\u00fcttert.<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":59087,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-59084","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59084"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59084\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59084"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=59084"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=59084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}