{"id":59193,"date":"2020-10-14T14:41:05","date_gmt":"2020-10-14T12:41:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=59193"},"modified":"2022-07-26T09:53:08","modified_gmt":"2022-07-26T07:53:08","slug":"sauberes-trinkwasser-hat-fuer-die-kommission-des-nationalrats-keine-prioritaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/59193\/sauberes-trinkwasser-hat-fuer-die-kommission-des-nationalrats-keine-prioritaet\/","title":{"rendered":"Sauberes Trinkwasser hat f\u00fcr die Kommission des Nationalrats keine Priorit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Aller alarmierenden Befunde aus der Wissenschaft zum Trotz: Eine Mehrheit der Wirtschaftskommission des Nationalrats will das Trinkwasser nicht wirksamer vor Pestiziden und N\u00e4hrstoffen sch\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><em><strong>Die vom St\u00e4nderat vorgeschlagene Verbesserung des Trinkwasserschutzes wurde zunichte gemacht.&nbsp;<\/strong><\/em><br>&nbsp;<\/li><li><em><strong>Ein Absenkpfad auf N\u00e4hrstoffe ist richtig, die daf\u00fcr n\u00f6tigen Instrumente aber bei Weitem nicht ambitioniert genug.&nbsp;<\/strong><\/em><br>&nbsp;<\/li><li><em><strong>Der Stillstand, den die Agrarlobby verteidigt, bringt Insekten und V\u00f6gel noch st\u00e4rker in Bedr\u00e4ngnis und beeintr\u00e4chtigt die Wasserqualit\u00e4t.<\/strong><\/em><\/li><\/ul>\n\n<p>Mehr als eine Million Menschen in der Schweiz trinken Wasser, welches den gesetzlichen Anforderungen f\u00fcr Trinkwasser nicht entspricht. Warum? Weil das Wasser mehr R\u00fcckst\u00e4nde von Pestiziden enth\u00e4lt, als gesetzlich erlaubt ist. Der Schutz des Trinkwassers m\u00fcsste ganz oben auf der politischen Priorit\u00e4tenliste stehen.&nbsp;\u00abOhne Verbesserung des Vorsorgeprinzips, werden wir weitere katastrophale Situationen wie im Fall Chlorothalonil nicht vermeiden k\u00f6nnen\u00bb, sagt Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft vom WWF Schweiz. Doch statt die Menschen und die Natur besser vor sch\u00e4dlichen Einwirkungen durch Pestizide zu sch\u00fctzen, hat die Mehrheit der Kommission des Nationalrats heute Verbesserungen zum Schutz des Trinkwassers zunichte gemacht.<\/p>\n\n<p>Auch bei den N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcssen schl\u00e4gt die Mehrheit der Kommission eine absolute Minimall\u00f6sung vor. Die Schweiz weist jedoch enorme Stickstoff- und Phosphor-\u00dcbersch\u00fcsse auf. \u00abMit 97&#8217;344 Tonnen Stickstoff\u00fcberschuss pro Jahr seit nunmehr 20 Jahren geh\u00f6rt die Schweiz zu den fl\u00e4chenbezogen gr\u00f6ssten Emittenten Europas\u00bb, sagt Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft bei Greenpeace Schweiz. Die \u00dcbersch\u00fcsse gef\u00e4hrden die Artenvielfalt und belasten die Luft- und Wasserqualit\u00e4t sowie das Klima. Die Folgen f\u00fcr die Umwelt und f\u00fcr uns Menschen sind gravierend.<\/p>\n\n<p><strong>Absenkpfad reicht niemals aus<\/strong><\/p>\n\n<p>Angesichts dieser Tatsachen h\u00e4tte sich die Kommission nebst dem unbestrittenen Absenkpfad f\u00fcr Pestizide f\u00fcr einen ambitionierten Absenkpfad f\u00fcr N\u00e4hrstoffe aussprechen m\u00fcssen. Das Ergebnis ist jedoch inakzeptabel: im Gesetz werden keine Ziele verankert, es wird kein Monitoring zur Beurteilung der Zielerreichung aufgenommen und es gibt keine Massnahmen im Fall einer Zielverfehlung. Sogar die von den Kantonen geforderten Lenkungsabgaben fanden keine Mehrheit. Dieser Absenkpfad wird nicht ausreichen, um die massiven Probleme anzugehen.<\/p>\n\n<p>\u00abEs br\u00e4uchte eigentlich eine Reduktion von mindestens 40 Prozent, damit die Tragf\u00e4higkeit der \u00d6kosysteme ber\u00fccksichtigt und das aktuelle Umweltrecht respektiert sind\u00bb, erkl\u00e4rt Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft bei BirdLife Schweiz.<\/p>\n\n<p>\u00abDie Agrarlobby hat bereits in der Kommission des St\u00e4nderates verhindert, dass die Agrarpolitik AP22+ beraten wird und sich f\u00fcr eine Sistierung der bundesr\u00e4tlichen Vorlage ausgesprochen. Nun zeigt sie ein weiteres Mal, dass sie kein Interesse an einer zukunftsf\u00e4higen, \u00f6kologischen Reform der Schweizer Landwirtschaft hat\u00bb, sagt Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik bei Pro Natura. Die Agrarlobby verteidigt einen Stillstand, der Insekten und V\u00f6gel noch st\u00e4rker in Bedr\u00e4ngnis bringt und die Wasserqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigt. Ein Alarmzeichen unter vielen: Im letzten Jahr ist das Rebhuhn in der Schweiz ausgestorben, da es infolge der intensiven Landwirtschaft keinen Lebensraum mehr vorfand.<\/p>\n\n<p>Jetzt muss der Nationalrat die Vorlage unbedingt korrigieren.<\/p>\n\n<p><strong>Kontakte<\/strong><\/p>\n\n<p>Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft, WWF Schweiz,&nbsp;<a href=\"mailto:eva.wyss@wwf.ch\">eva.wyss@wwf.ch<\/a>, 079 352 09 47<\/p>\n\n<p>Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik, Pro Natura,&nbsp;<a href=\"mailto:marcel.liner@pronatura.ch\">marcel.liner@pronatura.ch<\/a>, 061 317 92 40<\/p>\n\n<p>Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima, Greenpeace Schweiz,\u00a0<a href=\"mailto:alexandra.gavilano@greenpeace.org\">alexandra.gavilano@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 38<\/p>\n\n<p>Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, BirdLife Schweiz,&nbsp;<a href=\"mailto:patrik.peyer@birdlife.ch\">patrik.peyer@birdlife.ch<\/a>, 079 810 04 80&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aller alarmierenden Befunde aus der Wissenschaft zum Trotz: Eine Mehrheit der Wirtschaftskommission des Nationalrats will das Trinkwasser nicht wirksamer vor Pestiziden und N\u00e4hrstoffen sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-59193","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59193\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59193"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=59193"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=59193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}