{"id":5936,"date":"2014-04-28T00:00:00","date_gmt":"2014-04-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5936\/syngenta-generalversammlung-bienenschuetzer-fordern-ende-der-giftproduktion\/"},"modified":"2022-02-28T14:28:36","modified_gmt":"2022-02-28T13:28:36","slug":"syngenta-generalversammlung-bienenschuetzer-fordern-ende-der-giftproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5936\/syngenta-generalversammlung-bienenschuetzer-fordern-ende-der-giftproduktion\/","title":{"rendered":"Syngenta-Generalversammlung: Bienensch\u00fctzer fordern Ende der Giftproduktion"},"content":{"rendered":"<p><b>Basel\/Br\u00fcssel, 29. April 2014 \u2013 An den heutigen Generalversammlungen von Syngenta und Bayer verlangte eine europaweite Allianz zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft, dass die agrochemischen Konzerne ihre Rolle beim globalen Bienensterben eingestehen und aufh\u00f6ren, die durch die in der EU und der Schweiz verordneten Gesetze gegen die bienensch\u00e4dlichen Neonicotinoid-Pestizide, zu torpedieren.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"p1\">Nachdem eintreffende Aktion\u00e4re mit Flugbl\u00e4ttern und Brosch\u00fcren \u00fcber die andauernde Best\u00e4uber- und Landwirtschaftskrise begr\u00fcsst wurden, sprechen Vertreter der Allianz zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft [1] die Pr\u00e4sidenten der Unternehmen innerhalb der Generalversammlungen direkt an. Michel Demar\u00e9 (Syngenta) und Marijn Dekkers (Bayer) werden mit ihrer Rolle im Zusammenhang mit dem Bienensterben konfrontiert und aufgefordert, die Vermarktung von bienensch\u00e4dlichen Pestiziden einzustellen. Anstatt die destruktiven, chemieintensiven Methoden der industriellen Landwirtschaft zu f\u00f6rdern, verlangen Imker zusammen mit Greenpeace und anderen Organisationen von ihnen, dass sie eine \u00f6kologische Landwirtschaft erm\u00f6glichen. [2]<\/p>\n<p class=\"p2\">In seiner Ansprache anl\u00e4sslich der Generalversammlung von Syngenta sagte Francesco Panella, Leiter der Delegation und Pr\u00e4sident der BeeLife European Beekeeping Coordination: \u00ab\u00a0Es ist beleidigend, wie Syngenta, Bayer und BASF versuchen, Imker wie uns zu \u00fcberzeugen, dass das Bienensterben durch die Varroamilbe, eine schlechte Ern\u00e4hrung oder irgendeinen anderen Faktor ausserhalb ihrer eigenen Verantwortung verursacht wird. Gleichzeitig verkaufen sie weiterhin Bienenkiller-Pestizide und greifen EU-Bestimmungen an, die dem Schutz der Bienen dienen. Das ist heuchlerisch, eigenn\u00fctzig und kurzsichtig. Es ist Zeit, vom aktuellen chemieintensiven Landwirtschaftsparadigma zu einem zu wechseln, das mit Biodiversit\u00e4t und Bienenschutz im Einklang steht.\u00a0\u00bb<\/p>\n<p class=\"p2\">Ebenfalls an der Syngenta-Generalversammlung anwesend, f\u00fcgt Marianne K\u00fcnzle, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace Schweiz, hinzu: \u00ab\u00a0F\u00fcr diese Agrochemie-Konzerne sind die schlimmsten Bienengifte die absoluten Kassenschlager. Entsprechend bek\u00e4mpfen sie das befristete europaweite Teil-Verbot . Sie repr\u00e4sentieren das scheiternde System einer chemieintensiven Monokulturen-Landwirtschaft, die zu einem Verlust der Artenvielfalt und lebenswichtiger \u00f6kologischer Funktionen wie der Bienenbest\u00e4ubung f\u00fchrt. Doch immer mehr Menschen stellen sich gegen dieses chemieintensive Landwirtschaftsmodell und fordern eine Umstellung hin zu \u00f6kologischen Praktiken, die auf gesunde Lebensmittel f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen setzen. Greenpeace und die Allianz zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft stehen heute hier, in ihrem Namen. Wir fordern Bayer, Syngenta und BASF auf, ihre Angriffe auf die von der EU und der Schweiz verordneten Neonicotinoid-Teilverbote einzustellen und ihr Gesch\u00e4ftsmodell, das inakzeptable Sch\u00e4den an Bienen, Menschen und dem Planeten verursacht, einzustellen.\u00a0\u00bb<\/p>\n<p class=\"p2\">Um die Teilverbote zu torpedieren, greifen die Agrochemie-Konzerne gerne zu aufgebauschten Zahlen und paniksch\u00fcrenden Argumenten \u2013 darunter Behauptungen zu drastischen Ertragseinbr\u00fcchen und folgenschweren Arbeitsplatzverlusten in Europa. Um diese faule PR-Strategie zu entlarven, ver\u00f6ffentlicht Greenpeace heute den Bericht \u00abCorporate Science Fiction\u00bb, eine kritische Beleuchtung der Strategien, die Bayer und Syngenta anwenden, um die wissenschaftliche, politische und \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber die Neonicotinoid-Pestizide zu beeinflussen. [3]<\/p>\n<p class=\"p2\"><strong>Weitere Informationen sowie den Report auf Englisch finden Sie auf: <\/strong><span class=\"s1\"><strong>www.greenpeace.ch\/CorporateScienceFiction<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><strong>Marianne K\u00fcnzle<\/strong> &#8211; Landwirtschafts-Kampagne Greenpeace Schweiz<\/p>\n<p class=\"p3\"><strong>Francesco Panella<\/strong> &#8211; Imker und Pr\u00e4sident von BeeLife European Beekeeping Coordination (IT\/FR): +39 335 627 94 01<\/p>\n<p class=\"p3\"><strong>Natalie Favre<\/strong> &#8211; Greenpeace Schweiz Mediensprecherin<\/p>\n<p class=\"p4\">\n<p class=\"p5\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p class=\"p5\"><strong>\u00a0[1] <\/strong>Die Allianz zurm Schutz der Bienen und der Landwirtschaft (Alliance to Save the Bees and Agriculture) setzt sich aus mehr als 50 europ\u00e4ischen Imker- und Bauernvereinigungen, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, Konsumenten und Slowfood-Gruppierungen wie auch unabh\u00e4ngigen Forschungsinstituten zusammen (Vgl. <span class=\"s1\">http:\/\/publiceye.ch\/en\/about-the-public-eye-awards\/nominating-organisations\/#syngenta<\/span>).<\/p>\n<p class=\"p5\">Sie wurde f\u00fcr die Nominierung von Bayer, Syngenta und BASF f\u00fcr den Public Eye Award 2014 gegr\u00fcndet (Vgl. Informationen zum Beekiller-Fall unter <span class=\"s1\">http:\/\/publiceye.ch\/en\/case\/syngenta-bayer-basf<\/span>).<\/p>\n<p class=\"p5\"><strong>[2] <\/strong>Eine \u00f6kologische Landwirtschaft stellt eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und eine gesunde Ern\u00e4hrung f\u00fcr heute und morgen sicher, indem die Erde, Wasser und das Klima gesch\u00fctzt werden, Biodiversit\u00e4t gef\u00f6rdert und die Umwelt nicht mit chemischen Substanzen und genetisch ver\u00e4nderten Organismen kontaminiert wird.<\/p>\n<p class=\"p5\">\u00a0<strong>[3] <\/strong>Greenpeace 2014: \u00abCorporate Science Fiction &#8211; A critical assessment of a Bayer and Syngenta funded HFFA report on neonicotinoid pesticides\u00bb ver\u00f6ffentlicht unter <span class=\"s1\">www.greenpeace.ch\/CorporateScienceFiction<\/span><span class=\"s2\">.<\/span><\/p>\n<p class=\"p6\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Basel\/Br\u00fcssel, 29. 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