{"id":5967,"date":"2014-03-04T00:00:00","date_gmt":"2014-03-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5967\/greenpeace-kletterer-entrollen-banner-am-uralt-akw-beznau-zeitgleiche-aktionen-gegen-schrottreaktoren-in-sechs-laendern-europas\/"},"modified":"2019-05-30T07:14:13","modified_gmt":"2019-05-30T05:14:13","slug":"greenpeace-kletterer-entrollen-banner-am-uralt-akw-beznau-zeitgleiche-aktionen-gegen-schrottreaktoren-in-sechs-laendern-europas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5967\/greenpeace-kletterer-entrollen-banner-am-uralt-akw-beznau-zeitgleiche-aktionen-gegen-schrottreaktoren-in-sechs-laendern-europas\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Kletterer entrollen Banner am Uralt-AKW Beznau: Zeitgleiche Aktionen gegen Schrottreaktoren in sechs L\u00e4ndern Europas"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit dem fr\u00fchen Morgen protestieren rund 100 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten gegen das Uralt-Atomkraftwerk Beznau. Unter anderem entrollten zwei Kletterer am Reaktor Beznau 2 ein Banner mit der Forderung \u00abThe End\u00bb. Ein Gleitschirm \u00fcberflog die Anlage mit einem Protestbanner. Sie verlangen die sofortige Stilllegung der mit 45 Jahren \u00e4ltesten Anlage der Welt. Deren altersbedingten Sicherheitsdefizite sind nicht mehr zumutbar und stellen eine Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in weiten Teilen Europas dar.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><strong>Drei der sieben \u00e4ltesten Reaktoren Europas befinden sich in der Schweiz. Atomare Gefahrenherde befinden sich aber auch im Ausland und so finden zurzeit in f\u00fcnf weiteren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern Aktionen gegen die \u00e4ltesten Reaktoren Europas statt: Frankreich, Schweden, Belgien, Spanien und Niederlande.<\/strong><\/p>\n<p>Die insgesamt 240 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten verlangen mit ihren Aktionen bei den AKW Beznau (CH), Bugey (F), Oskarshamns (S), Tihange (B), Garo\u00f1a (E) und Borssele (NL) die sofortige Stilllegung dieser Risiko-Reaktoren.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaft spricht Klartext: Je \u00e4lter, desto gef\u00e4hrlicher<\/strong><\/p>\n<p>Ein neuer europaweiter Bericht des \u00d6ko-Instituts in Darmstadt zeigt deutlich, dass die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls sowie die Anzahl potenzieller Komplikationen im Zuge der Alterung der Atomkraftwerke zunehmen. Trotz Nachr\u00fcstungen und Reparaturen verschlechtere sich der Gesamtzustand von AKW langfristig, stellt die heute ver\u00f6ffentlichte Studie \u00abAlternde Atomreaktoren: Eine neue \u00c4ra des Risikos\u00bb fest.<\/p>\n<p>Bei den meisten Reaktoren, f\u00fcr die eine Verl\u00e4ngerung der Laufzeit beantragt wird, wird auch die Leistungskapazit\u00e4t erh\u00f6ht \u2013 damit werden die bereits abgenutzten Systeme und Komponenten st\u00e4rker belastet.\u00a0 Die wachsenden Mengen abgebrannter Brennelemente und hoch radioaktiver Abf\u00e4lle, die unter veralteten Sicherheitssystemen an vielen AKW-Standorten gelagert werden, stellen ein zus\u00e4tzliches Risiko dar.<\/p>\n<p>\u00abEine Laufzeitverl\u00e4ngerung heisst nichts anderes, als dass die grossen Energiekonzerne die Zitrone auspressen und die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung aufs Spiel setzen\u00bb, sagt der Atomexperte von Greenpeace Schweiz Florian Kasser. \u00abDies wird dadurch beg\u00fcnstigt, dass die wirtschaftlichen Risiken und Kosten falsch eingesch\u00e4tzt werden, dass die Haftung nicht streng genug reguliert ist und dass die Entscheidungsfindung oft unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit stattfindet\u00bb, so Kasser.<\/p>\n<p>In Europa bem\u00fchen sich Energieunternehmen derzeit um Laufzeit-Verl\u00e4ngerungen f\u00fcr nicht weniger als 46 alte Atomkraftwerke. Die Alterung von Reaktoren ist in fast allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit Atomenergie ein dr\u00e4ngendes Problem: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Ungarn, Grossbritannien, Niederlande, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ukraine.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen und Bilder kontaktieren Sie bitte die Medienstelle von Greenpeace Schweiz (vor Ort): Medienstelle Greenpeace Schweiz, 044 447 41 54<\/p>\n<p>Video aus Sicht der Kletterer: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GkanJkVOG5g&amp;feature=youtu.be\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GkanJkVOG5g&amp;feature=youtu.be<\/a><\/p>\n<p>Laufend Bilder der Aktion beim AKW Beznau:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/photo.greenpeace.org\/C.aspx?VP3=ViewBox_VPage&amp;ALID=27MZIF3SFEGN&amp;CT=Album\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/photo.greenpeace.org\/C.aspx?VP3=ViewBox_VPage&amp;ALID=27MZIF3SFEGN&amp;CT=Album<\/a><\/p>\n<p>Die Studie \u00abAlternde Atomreaktoren: Eine neue \u00c4ra des Risikos\u00bb und ein Briefing dazu <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Reports-Atom\/Alternde-Reaktoren---neue-Risikoaera\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">finden Sie hier.<\/a><\/p>\n<p>Verfolgen Sie die heutigen Aktionen auf Twitter bei @greenpeace_ch<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem fr\u00fchen Morgen protestieren rund 100 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten gegen das Uralt-Atomkraftwerk Beznau. 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