{"id":5987,"date":"2014-01-22T00:00:00","date_gmt":"2014-01-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5987\/tote-eisbaeren-beim-wef-gazproms-riskantes-geschaeft-mit-arktischem-oel\/"},"modified":"2019-05-30T07:14:41","modified_gmt":"2019-05-30T05:14:41","slug":"tote-eisbaeren-beim-wef-gazproms-riskantes-geschaeft-mit-arktischem-oel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5987\/tote-eisbaeren-beim-wef-gazproms-riskantes-geschaeft-mit-arktischem-oel\/","title":{"rendered":"Tote Eisb\u00e4ren beim WEF: : Gazproms riskantes Gesch\u00e4ft mit arktischem \u00d6l"},"content":{"rendered":"<p><b>In Davos sind heute Nachmittag vier Eisb\u00e4ren in einer \u00d6lpest verendet. An der Stelle, wo sie leblos liegen, prangt ein Schild mit der Aufschrift \u00abGazprom was here\u00bb. Mit dieser symbolischen Aktion \u2013 die \u00d6lpest ist aus Zuckerr\u00fcbenmelasse und die Eisb\u00e4ren sind verkleidete Aktivisten und Aktivistinnen \u2013 f\u00fchrt Greenpeace den Teilnehmern des World Economic Forum vor Augen, wie die Folgen einer \u00d6lkatastrophe in der Arktis aussehen k\u00f6nnten und macht Investoren und Gesch\u00e4ftspartner aufmerksam, dass Investitionen in Gazproms Arktis-Experiment nicht nur f\u00fcr die Umwelt, sondern auch f\u00fcr ihre Gesch\u00e4fte zu riskant sind.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Als erstes Unternehmen der Welt hat Gazprom im Dezember 2013 begonnen in der Arktis \u00d6l zu f\u00f6rdern. Dabei wird Gazprom mit extremen klimatischen Bedingungen konfrontiert, auf die der Konzern nicht vorbereitet ist. Darunter fallen Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius, Eisbedeckung, heftige St\u00fcrme und Dunkelheit. Diesen Herausforderungen begegnet Gazprom mit einem unzureichenden Notfallplan. Dem Konzern fehlt zudem jegliche Erfahrung im Offshore-Business. Dar\u00fcber hinaus setzt Gazprom auf v\u00f6llig veraltete Technik: Die f\u00fcr das Arktis-Experiment verwendete Plattform Prirazlomnaya in der Barentsee besteht teilweise aus Komponenten stillgelegter Plattformen aus der Nordsee und rostete jahrelang in einer Werft in Murmansk vor sich hin. Die \u00d6lbohrungen von Gazprom stellen ein gewaltiges Risiko f\u00fcr die Arktis und f\u00fcr alle Investoren dar, die dieses Experiment unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00abSo gewagt das Arktis-Experiment, so riesig das Finanzloch von Gazprom. Deswegen ist der Konzern seit einiger Zeit bem\u00fcht, Investoren f\u00fcr seine Gesch\u00e4fte und neue Marktanteile zu finden. Doch das riskante Gesch\u00e4ftsmodell setzt Investoren und Gesch\u00e4ftspartner enormen Risiken aus.\u00bb sagt Nadine Berthel, Arktis-Campaignerin von Greenpeace Schweiz. Durch Auftritte an bedeutsamen Anl\u00e4ssen versucht Gazprom, sein Image aufzubessern und Geldgeber anzulocken. So auch beim diesj\u00e4hrigen WEF in Davos. Wenn Gazprom in der Arktis nach \u00d6l bohrt, wird es aber fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu einem Unfall kommen. Deswegen sind potenzielle Investoren gut beraten, die Risiken einer Beteiligung an Gazproms gef\u00e4hrlichem Arktis-Experiment gut abzuw\u00e4gen. F\u00fcr seine riskanten \u00d6lbohrungen in der Barentsee erhielt Gazprom heute bereits den unr\u00fchmlichen Public Eye Publikums-Award f\u00fcr das unverantwortlichste Unternehmen des Jahres.<\/p>\n<p>\u00abGazprom macht unbeirrt weiter, obwohl eine \u00d6lkatastrophe vorprogrammiert ist. Eine \u00d6lpest in der Arktis w\u00fcrde weitreichende Konsequenzen f\u00fcr die Umwelt und einen irreparablen finanziellen Schaden f\u00fcr Investoren bedeuten.\u00bb warnt Nadine Berthel. Die Umwelt und Sicherheitsbilanz des Konzerns sollte Investoren und Gesch\u00e4ftspartner des Konzerns beunruhigen. \u00abIm Dezember 2011 starben 53 Mitarbeiter, als die Gazprom Bohrinsel Kolskaya kenterte. Im selben Jahr verursachte Gazprom allein an Land 872 \u00d6lunf\u00e4lle &#8211; mehr als jeder andere \u00d6lkonzern der Welt\u00bb, stellt Berthel fest. Gazprom f\u00f6rdert nun seit gut einem Monat \u00d6l aus der Arktis. Bereits in dieser kurzen Zeit hat der Konzern gegen zahlreiche bundesgesetzliche Vorschriften im Bereich Sicherheit und Umwelt verstossen.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert Gazprom und Gazprom-Partnergesellschaften wie Shell sowie Investoren und Aktion\u00e4re auf, das hochriskante Bohren nach arktischem Offshore-\u00d6l aufzugeben und stattdessen in zukunftsgewandte Erneuerbare Energien zu investieren.<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie unter <span style=\"text-decoration: underline;\">www.greenpeace.ch<\/span> oder bei<\/p>\n<p>Nadine Berthel, Arktis-Campaigner, Greenpeace Schweiz : +41 77 436 13 87<\/p>\n<p>Natalie Favre, Mediensprecherin, Greenpeace Schweiz, +41 79 197 96 91<\/p>\n<p>Bilder<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/Public-Eye-2014-und-Gazprom\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/Public-Eye-2014-und-Gazprom<\/a><\/p>\n<p>Videos<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/user\/greenpeaceCH\">https:\/\/www.youtube.com\/user\/greenpeaceCH<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Live Feed<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.twitter.com\/greenpeace_ch\">www.twitter.com\/greenpeace_ch<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Davos sind heute Nachmittag vier Eisb\u00e4ren in einer \u00d6lpest verendet. 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