{"id":5991,"date":"2014-01-22T00:00:00","date_gmt":"2014-01-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/5991\/the-public-eye-awards-2014-gap-und-gazprom-erhalten-den-schma%cc%88hpreis\/"},"modified":"2019-05-30T07:14:55","modified_gmt":"2019-05-30T05:14:55","slug":"the-public-eye-awards-2014-gap-und-gazprom-erhalten-den-schma%cc%88hpreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/5991\/the-public-eye-awards-2014-gap-und-gazprom-erhalten-den-schma%cc%88hpreis\/","title":{"rendered":"The Public Eye Awards 2014: Gap und Gazprom erhalten den Schma\u0308hpreis"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Erkla\u0308rung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz vergeben heute in Davos wa\u0308hrend des Weltwirtschaftsforums (WEF) die gefu\u0308rchteten Public Eye Awards. Den Jury-Preis erha\u0308lt der amerikanische Textilgigant Gap, der sich wirksamen Reformen in der Textilindustrie in den Weg stellt. Fu\u0308r den Publikumspreis haben dieses Jahr u\u0308ber 280&#8217;000 Online- Voter abgestimmt. Er geht mit grossem Vorsprung an den O\u0308lkonzern Gazprom. Ihre Pla\u0308ne, in der Arktis nach O\u0308l zu bohren, sind ebenfalls ein exemplarisches Beispiel fu\u0308r ru\u0308cksichtsloses Gescha\u0308ftsgebaren auf Kosten von Mensch und Umwelt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><strong>\u00abWir mu\u0308ssen sicherstellen, dass unser Wirtschaftsmodell mit unserem Wertesystem kompatibel ist und nicht, dass die Ma\u0308rkte es uns vordiktieren. Die Public Eye Awards machen auf unsere verlorengegangenen Werte aufmerksam\u00bb<\/strong>, argumentiert Toma\u0301s\u030c Sedla\u0301c\u030cek, Hauptredner an der diesja\u0308hrigen Pressekonferenz der Public Eye Awards und Star-O\u0308konom aus Tschechien. Wa\u0308hrend am WEF die grossen Wirtschaftsfu\u0308hrer u\u0308ber ZUKU\u0308NFTIGE Herausforderungen diskutieren, macht die internationale Kampagne The Public Eye Awards auf die AKTUELLEN und gravierendsten Fa\u0308lle von Menschenrechtsverletzungen und Umweltsu\u0308nden aufmerksam. Zwar widmet sich dieses Jahr das WEF auch Gesundheits- und Umweltthemen, doch braucht es jetzt mehr als einpra\u0308gsame Worthu\u0308lsen an die Medien. Die Public Eye Awards fordern eine kritische Auseinandersetzung mit unserem gegenwa\u0308rtigen Wirtschaftsmodell, konkrete Massnahmen und rechtlich verbindliche Regulierungen von Staat und Konzernen.<\/p>\n<div class=\"column\">\n<p>An der Pressekonferenz in Davos diskutierte Toma\u0301s\u030c Sedla\u0301c\u030cek, Querdenker und ehemaliger Berater von Va\u0301clav Havel, u\u0308ber ein neues o\u0308konomisches Denken, das aufzeigt, wie klassische Modelle in der Wirtschaft versagen. <strong>\u00abNicht mathematisch abbildbare Prozesse sind es, die letzten Endes u\u0308ber Wohl und Wehe von Volkswirtschaften bestimmen, sondern Wertesysteme, die jenseits mathematischer Rationalita\u0308t liegen\u00bb, so Toma\u0301s\u030c Sedla\u0301c\u030cek<\/strong>. Daran anknu\u0308pfend stellte Brid Brennan vom Transnational Institute of Policy Studies (TNI) den aktuellen \u00abState of Power\u00bb-Bericht des Instituts vor, welcher die Macht der multinationalen Unternehmen aufzeigt und wie diese von der Wirtschaftskrise weiterhin profitieren.<\/p>\n<p><strong>Der Public Eye Jury Award geht an Gap, nominiert vom International Labor Rights Forum, SumOfUs und United Students against Sweatshops.<\/strong><\/p>\n<p>Trotz des schwersten Industrieunglu\u0308cks des Landes, dem Einsturz der Rana Plaza Fabrik, mit u\u0308ber 1100 Opfern und unza\u0308hligen Verletzten, weigert sich der US- amerikanische Textilgigant Gap bis heute, das rechtlich verbindliche Abkommen \u00abAccord on Fire and Building Safety in Bangladesh\u00bb zu unterzeichnen. Stattdessen unterminiert das Unternehmen mit einem Pseudo-Abkommen aktiv die Bemu\u0308hungen fu\u0308r wirksame Reformen in der Textilindustrie. <strong>\u00abGap weigert sich weiterhin, sich vertraglich dazu zu verpflichten, gemeinsam mit ihren Zulieferern und lokalen wie internationalen Gewerkschaften sicherzustellen, dass die Sicherheitsma\u0308ngel in den Fabriken behoben werden und die Arbeitnehmenden das Recht haben, ihre Arbeit unter gefa\u0308hrlichen Bedingungen zu verweigern\u00bb, sagte Kalpona Akter, Arbeitsrechts-Aktivistin aus Bangladesch. Sie ist Gescha\u0308ftsleiterin des Bangladesch Center for Workers Solidarity und war fru\u0308her selbst Kinderarbeiterin in der Textilindustrie. Heute ist sie eine international anerkannte Arbeitsrechts-Aktivistin. An der Pressekonferenz gab sie einen Einblick in die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesch. <\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p><strong>The Public Eye People\u2019s Award \u2013 Gazprom, nominiert von Greenpeace Russland<\/strong><\/p>\n<p>In Verbindung mit der Festnahme der Arctic 30 ist Gazprom, der gro\u0308sste Konzern Russlands, mittlerweile zu einem Begriff geworden, der fu\u0308r die Ausbeutung der Arktis steht. Auf der ganzen Welt wurde u\u0308ber die risikoreichen O\u0308lbohrungen von Gazprom in der Arktis berichtet, die dadurch aus gutem Grund der O\u0308ffentlichkeit bekannt wurden: Aufgrund der extremen Bedingungen, wie Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius, Eisbedeckung, heftiger Stu\u0308rme und Dunkelheit, sind O\u0308lbohrungen in der Arktis besonders riskant. Diesen Herausforderungen begegnet Gazprom mit einem vo\u0308llig unzureichenden Notfallplan und setzt zudem auf vo\u0308llig veraltete Technik: Die in der Arktis verwendete Plattform Prirazlomnaya besteht teilweise aus Komponenten stillgelegter Plattformen aus der Nordsee und rostete jahrelang in einer Werft in Murmansk vor sich hin. Im Dezember 2011 starben 53 Mitarbeiter, als die Gazprom Bohrinsel Kolskaya kenterte. Im selben Jahr verursachte Gazprom allein an Land 872 O\u0308lunfa\u0308lle &#8211; mehr als jeder andere O\u0308lkonzern der Welt. <strong>\u00abGazprom ist das erste Unternehmen auf der Erde, das O\u0308l aus den eisigen arktischen Gewa\u0308ssern pumpt, obwohl ihre Sicherheitsbilanz an Land entsetzlich ist. Mittlerweile verurteilen die Menschen Gazprom stark wegen ihrer schlechten Bilanz auf Sicherheit, Umwelt und Transparenz, so da\u00df es den Preis fu\u0308r die schlechteste Unternehmen 2014 erhielt. Eine wachsende Bewegung von mehr als 5 Millionen Menschen hat sich fu\u0308r das Schutzgebiet im hohen Norden stark gemacht und mo\u0308chte vermeiden, dass ru\u0308cksichtslose Unternehmen wie Gazprom und Shell aus den fragilen arktischen Gewa\u0308ssern Profit schlagen\u00bb, meint Kumi Naidoo, Executive Director von Greenpeace International.<\/strong><\/p>\n<p>Weiterfu\u0308hrende Informationen zu den Fa\u0308llen und das vollsta\u0308ndige Programm finden Sie auf <a title=\"Public Eye Awards 2014\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.publiceye.ch<\/a>. Sie ko\u0308nnen die Veranstaltung zeitgleich auf Twitter unter <a title=\"Public Eye Awards 2014 Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/PEAwards\">@PEAwards<\/a> verfolgen. Fu\u0308r Medienanfragen zu den Public Eye Awards:<\/p>\n<p>Lilla Lukacs, Mediensprecherin Greenpeace Schweiz<br \/> Tel: 0041 79 861 37 92, Email: <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/36925e0925a0fec8bf61a0afa0386dc8.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', '94_AA_F5_BB_A8_F3_E6_FB_BA_F1_F7_F5_F1_E4_FA_F1_F1_E6_F3_D4_E7_F7_F5_FF_E1_F8_BA_F5_F8_F8_FD_F8_AA_B6_F3_E6_FB_BA_F1_F7_F5_F1_E4_FA_F1_F1_E6_F3_D4_E7_F7_F5_FF_E1_F8_BA_F5_F8_F8_FD_F8_AE_FB_E0_F8_FD_F5_F9_B6_A9_F2_F1_E6_FC_B4_B6_E7_F7_F5_FF_E1_D8_B4_F5_F8_F8_FD_D8_B4_F8_FD_F5_F9_D1_B6_A9_F1_F8_E0_FD_E0_B4_F5_A8'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>Weitere Kontakte:<br \/> Kumi Naidoo, Executive Director Greenpeace International, via Radu Dumitrascu, Email: <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_2\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0b4c7c23-0b4c7c23-3b9e2650308a1087fc3d4fd0db66e17c.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_2', '91_AF_F0_BE_AD_F6_E3_FE_BF_F4_F2_F0_F4_E1_FF_F4_F4_E3_F6_D1_E4_F2_E2_F0_E3_E5_F8_FC_E4_F5_BF_E4_F5_F0_E3_AF_B3_F6_E3_FE_BF_F4_F2_F0_F4_E1_FF_F4_F4_E3_F6_D1_E4_F2_E2_F0_E3_E5_F8_FC_E4_F5_BF_E4_F5_F0_E3_AB_FE_E5_FD_F8_F0_FC_B3_AC_F7_F4_E3_F9_B1_B3_E4_F2_E2_F0_E3_E5_F8_FC_E4_D5_B1_E4_F5_F0_C3_B1_FD_F8_F0_FC_D4_B3_AC_F4_FD_E5_F8_E5_B1_F0_AD'));\/\/--><\/script><br \/>Tel: 0031 6 46 184 248<br \/>Michael Baumgartner, Projektleiter Public Eye Awards<br \/>Tel: 0041 79 946 75 79, Email: <a title=\"Email Michael Baumgartner\" href=\"mailto:michael.baumgartner@greenpeace.org\"><img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_2\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1802b5ac-1802b5ac-53c6890f554c5dd4f0aa1e6c5226a472.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_2', '35_52_47_5A_1B_50_56_54_50_45_5B_50_50_47_52_75_47_50_5B_41_47_54_52_58_40_54_57_1B_59_50_54_5D_56_5C_58'));\/\/--><\/script><\/a><br \/> Andreas Missbach, Finanzexperte Erkla\u0308rung von Bern<br \/>Tel: 0041 79 847 86 48, Email: <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/ef519b9e-ef519b9e-9ff6503ec27e0863ecd25b7ded56fdee.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', '4A_74_2B_65_76_22_29_64_28_3C_2F_0A_22_29_2B_28_39_39_23_27_64_39_2B_2F_38_2E_24_2B_74_68_22_29_64_28_3C_2F_0A_22_29_2B_28_39_39_23_27_64_39_2B_2F_38_2E_24_2B_70_25_3E_26_23_2B_27_68_77_2C_2F_38_22_6A_68_22_29_2B_28_39_39_23_07_6A_39_2B_2F_38_2E_24_0B_6A_26_23_2B_27_0F_68_77_2F_26_3E_23_3E_6A_2B_76'));\/\/--><\/script><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erkla\u0308rung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz vergeben heute in Davos wa\u0308hrend des Weltwirtschaftsforums (WEF) die gefu\u0308rchteten Public Eye Awards. 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