{"id":6006,"date":"2013-11-25T00:00:00","date_gmt":"2013-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6006\/umweltorganisationen-fordern-nationalen-plan-zur-pestizidreduktion-medienmitteilung-von-greenpeace-pro-natura-schweizer-vogelschutz-svs-birdlife-schweiz-und-wwf-schweiz\/"},"modified":"2019-05-30T07:15:13","modified_gmt":"2019-05-30T05:15:13","slug":"umweltorganisationen-fordern-nationalen-plan-zur-pestizidreduktion-medienmitteilung-von-greenpeace-pro-natura-schweizer-vogelschutz-svs-birdlife-schweiz-und-wwf-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6006\/umweltorganisationen-fordern-nationalen-plan-zur-pestizidreduktion-medienmitteilung-von-greenpeace-pro-natura-schweizer-vogelschutz-svs-birdlife-schweiz-und-wwf-schweiz\/","title":{"rendered":"Umweltorganisationen fordern nationalen Plan zur Pestizidreduktion: Medienmitteilung von Greenpeace, Pro Natura, Schweizer Vogelschutz SVS\/BirdLife Schweiz und WWF Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><b>In der Schweiz gelangen zu viele Pestizide in die Umwelt. Deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Lebensr\u00e4ume sind bedrohlich. Die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, SVS\/BirdLife Schweiz und WWF legen dem Bundesrat eine Anleitung zur Pestizidreduktion vor und fordern ihn zur Ausarbeitung und Umsetzung eines griffigen nationalen Pestizidreduktionsplans auf.<\/b><\/p>\n<p>Die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, SVS\/BirdLife Schweiz und der WWF legen dem Bundesrat eine Anleitung zur Pestizidreduktion vor. Die Quintessenz daraus: Der Bund muss Reduktionsziele festlegen, besonders gesundheits- und umweltgef\u00e4hrdende Pestizide verbieten und den Einsatz von alternativen Pflanzenschutzmethoden vorantreiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1e06f343-1e06f343-anleitung.pdf\">Anleitung downloaden<\/a><\/p>\n<p><strong>70 Prozent der Gew\u00e4sser betroffen<\/strong><\/p>\n<p>Pestizide sind giftige Chemikalien, von denen in der Schweizer Landwirtschaft immer gr\u00f6ssere Mengen eingesetzt werden. Zwischen 2006 und 2011 sind die Verkaufsmengen um rund 16 Prozent gestiegen und das, obwohl die eingesetzten Pestizide immer wirksamer werden. Die Gefahr f\u00fcr Umwelt und Gesundheit ist enorm. Bereits heute sind 70 Prozent der Schweizer Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser nachweislich mit Pestiziden verunreinigt. Der Mensch nimmt Pestizide haupts\u00e4chlich \u00fcber Nahrungsmittel auf. Zusammen mit anderen Chemikalien des t\u00e4glichen Lebens, wie zum Beispiel Kosmetika, Waschmitteln oder Haushaltreiniger, entstehen Giftcocktails mit unvorhersehbarer Wirkung. Die Agrochemikalien sch\u00e4digen aber auch Bienen, Fr\u00f6sche, Fische, V\u00f6gel und viele weitere Lebewesen.<\/p>\n<p><strong>D\u00e4nemark macht es vor<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Probleme der Pestizidbelastung m\u00fcssen an ihrer Wurzel angepackt werden\u00bb, sagt WWF-Expertin Daniela Hoffmann. \u00abKonkret heisst dies, den Pestizideinsatz und das Pestizidrisiko mit Hilfe eines Reduktionsplans zu verringern. Dies ist der wirkungsvollste Schutz f\u00fcr unsere Gesundheit und die Natur.\u00bb Dass ein solcher Weg m\u00f6glich ist, zeigt uns D\u00e4nemark. Das Land erliess bereist im Jahr 1986 einen Pestizidaktionsplan und setzt sich das ambitionierte Ziel, das Pestizidrisiko f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und Umwelt zwischen 2012 und 2015 um 40 Prozent zu reduzieren. Die Europ\u00e4ische Union hat ebenfalls den Handlungsbedarf erkannt und alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, Aktionspl\u00e4ne zu erstellen. In der Schweiz hinkt man hinterher: Zurzeit wird im Rahmen der Beantwortung des Postulats Moser (12.3299) erst gepr\u00fcft, ob es in der Schweiz ebenfalls einen Aktionsplan zur Pestizidreduktion braucht. Die Umweltverb\u00e4nde sagen JA zu einem solchen Aktionsplan und zeigen auch gleich auf, wie dieser aussehen kann.<\/p>\n<p><strong>Wieder die F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass das Risiko von Pestiziden immer wieder falsch eingesch\u00e4tzt wurde\u00bb, sagt Daniela Hoffmann. Pestizide, wie das ber\u00fchmt ber\u00fcchtigte DDT, wurden trotz fr\u00fcher Warnsignale als harmlos dargestellt und zum Schaden von Mensch und Umwelt intensiv eingesetzt. Der Bundesrat wird aufgefordert, aus den vergangenen Fehlern zu lernen und mit einer fortschrittlichen Pestizidpolitik unsere Gesundheit und die Umwelt vor gr\u00f6sserem Schaden zu bewahren. Als die Schweiz 1972 die Verwendung von DDT in der Landwirtschaft verbot, tat sie dies 20 Jahre vor Deutschland. Greenpeace, Pro Natura, SVS\/BirdLife Schweiz und WWF fordern den Bund dazu auf, diese F\u00fchrungsrolle von damals wieder zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Nationaler Plan zur Pestizidreduktion: Die wichtigsten Forderungen an den Bundesrat:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Setzen ambitionierter und messbarer PestizidreduktionszieleVerbot besonders umwelt- und gesundheitsgef\u00e4hrdender Pestizide<\/li>\n<li>Offenlegung der Beurteilung von Pestiziden, aufgrund derer der Bund eine Pestizidzulassung erteilt<\/li>\n<li>Offenlegung der Pestizidbelastung der Bev\u00f6lkerung und der Umwelt<\/li>\n<li>Erforschen und Vorantreiben alternativer Pflanzenschutzmethoden<\/li>\n<li>Umfassende und unabh\u00e4ngige Pflanzenschutzinformation und -beratung f\u00fcr Landwirtinnen und Landwirte<\/li>\n<li>Schaffung von Anreizen f\u00fcr Systeme und Techniken zur Pestizidreduktion<\/li>\n<li>Verbot konventioneller Pestizide f\u00fcr den Privatgebrauch<\/li>\n<li>Beteiligung am Pestizidreduktionsplan verschiedenster Verwaltungseinheiten und zivilgesellschaftlicher Organe.<\/li>\n<\/ul>\n<div style=\"overflow: hidden;\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div style=\"overflow: hidden;\"><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/div>\n<div style=\"overflow: hidden;\">Den detaillierten Forderungskatalog \u00abAnleitung zur Pestizidreduktion\u00bb der Umweltorganisationen an den Bundesrat finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/news-stories-publikationen\/\">Greenpeace Publikationen<br \/>\n<\/a><br \/>\n<strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Marianne K\u00fcnzle, Landwirtschafts-Kampagne, 079 410 76 48, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/abaf8d88b208451818921c1bef4c77de.png\" alt=\"\" \/><script type=\"text\/javascript\"><!-- document.write(dc('Eoi_1', 'F3_CD_92_DC_CF_94_81_9C_DD_96_90_92_96_83_9D_96_96_81_94_B3_96_9F_89_9D_96_86_98_DD_96_9D_9D_92_9A_81_92_9E_CD_D1_94_81_9C_DD_96_90_92_96_83_9D_96_96_81_94_B3_96_9F_89_9D_96_86_98_DD_96_9D_9D_92_9A_81_92_9E_C9_9C_87_9F_9A_92_9E_D1_CE_95_96_81_9B_D3_92_CF'));\/\/--><\/script><\/li>\n<li>Marcel Liner, Projektleiter Landwirtschaftspolitik, Pro Natura, 079 730 76 64, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_2\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/4672b1fef2cbb4bd58aec084c59c688f.png\" alt=\"\" \/><script type=\"text\/javascript\"><!-- document.write(dc('Eoi_2', 'D8_E6_B9_F7_E4_B0_BB_F6_B9_AA_AD_AC_B9_B6_B7_AA_A8_98_AA_BD_B6_B1_B4_F6_B4_BD_BB_AA_B9_B5_E6_FA_B0_BB_F6_B9_AA_AD_AC_B9_B6_B7_AA_A8_98_AA_BD_B6_B1_B4_F6_B4_BD_BB_AA_B9_B5_E2_B7_AC_B4_B1_B9_B5_FA_E5_BE_BD_AA_B0_F8_B9_E4'));\/\/--><\/script><\/li>\n<li>Pascal K\u00f6nig, Projektleiter Landwirtschaft, SVS\/BirdLife Schweiz, 044 457 70 26, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_3\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/e006f6f40b5a10ff1b9f19ecb8e8c8d1.png\" alt=\"\" \/><script type=\"text\/javascript\"><!-- document.write(dc('Eoi_3', 'B6_88_D7_99_8A_DE_D5_98_D3_D0_DF_DA_D2_C4_DF_D4_F6_D1_DF_D8_D3_D9_DD_98_DA_D7_D5_C5_D7_C6_88_94_DE_D5_98_D3_D0_DF_DA_D2_C4_DF_D4_F6_D1_DF_D8_D3_D9_DD_98_DA_D7_D5_C5_D7_C6_8C_D9_C2_DA_DF_D7_DB_94_8B_D0_D3_C4_DE_96_D7_8A'));\/\/--><\/script><\/li>\n<li>Dr. Daniela Hoffmann, Projektleiterin Landwirtschaft und Biodiversit\u00e4t, WWF Schweiz, 076 552 18 01, <a href=\"mailto:daniela.hoffmann@wwf.ch\"><img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/401718117e5ec170fe831a3280562786.png\" alt=\"\" \/><script type=\"text\/javascript\"><!-- document.write(dc('Eoi_1', 'E8_80_8B_C6_8E_9F_9F_A8_86_86_89_85_8E_8E_87_80_C6_89_84_8D_81_86_89_8C'));\/\/--><\/script><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz gelangen zu viele Pestizide in die Umwelt. 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